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Was hab‘ ich – Gemeinnütziges preisgekröntes Patientenportal wird 10 Jahre alt!

Befunde sollten auch von der Zielgruppe Patienten verstanden werden. Dieser Anspruch, den die Forschergruppe in ihrer Veröffentlichung „Creating a better radiology report“ postuliert, wird bereits seit nunmehr zehn Jahren von einem gemeinnützigen Patientenportal mit der selbsterklärenden Webadresse washabich.de in konkrete Lösungen umgesetzt. Auf der kostenfreien Plattform können Patienten Befunde hochladen und diese von ehrenamtlich tätigen Ärzten und Medizinstudenten verständlich ausformulieren lassen. Die Idee kam Anja und Johannes Bittner – zwei Medizinstudierenden aus Dresden – als sie sich fragten, wen die Menschen wohl um Auskunft bitten, wenn im Familien- und Bekanntenkreis kein Arzt verfügbar ist. Das Portal wurde binnen kürzester Zeit zur beliebten Anlaufstelle für Patienten. Gleichzeitig spann sich ein Netz an Medizinstudierenden und Ärzten in ganz Deutschland und darüber hinaus, um die vielen Anfragen zu bearbeiten.

Mittlerweile sind mehr als 47.000 Befunde in leicht verständliche Sprache übersetzt worden. Die Nachfrage zeigt, dass der Bedarf durchaus vorhanden ist und es sich beim Thema Befundverständlichkeit und -zielgruppen keinesfalls um eine rein akademische Diskussion handelt. Heute unterstützen der Marburger Bund, der Hartmann-Bund und die Bundesärztekammer das Projekt und kein geringerer als Dr. Eckart von Hirschhausen engagiert sich als Botschafter. Aus dem Studentenprojekt hat sich ein erfolgreiches Sozialunternehmen entwickelt. Was hab’ ich? realisiert mittlerweile verschiedene wirkungsvolle Projekte, die alle ein Ziel haben: Ärzte und Patienten auf Augenhöhe bringen und so das Gesundheitswesen nachhaltig verbessern.

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