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Wachstum in Berlin: Conradia Friedrichshain

Die DeRaG hat zum 1.4.2018 ein zweites MVZ in Berlin gegründet. Unter dem Namen „Conradia Friedrichshain“ firmiert die ehemalige radiologische Gemeinschaftspraxis Dres. Thraen, Kloos, Sarigiannis im größten Ärztehaus Deutschlands in der Landsberger Allee.

Was hat die drei Partner bewegt, ihre 1992 gegründete Praxis an die DeRaG zu verkaufen und ihre Freiberuflichkeit zumindest partiell aufzugeben? Die Motive dreier Partner sind durchaus unterschiedlich. So bereitet Dr. Sigrid Thraen in dieser neuen Konstellation ihre Praxisnachfolge vor. „Meine Praxis ist auch mein Lebenswerk, das ich durch den Verkauf an die DeRaG absichern möchte. Der Wettbewerb in Berlin nimmt seit Jahren rasant zu, insbesondere die Aktivitäten des direkt benachbarten Vivantes Krankenhauses spüren wir bereits.“ Ihre knapp zehn Jahre jüngere Kollegin Stefanie Kloos denkt noch nicht an den Praxisausstieg. Sie möchte sich mehr auf die Medizin fokussieren und dabei insbesondere auf die Kernspintomographie. Geräteseitig sind dafür Investitionen notwendig gewesen, die sie aus fachlicher Sicht begrüßt, aber die sie finanziell und unternehmerisch nicht im Umfang einer normalen Praxispartnerschaft stemmen wollte. „Die DeRaG als Investor entlastet mich hier sehr. Ich kann bessere Medizin machen, ohne mich langfristig nochmal verschulden zu müssen.“ Auch der Jüngste im Bunde, Dr. Konstantinos Sarigiannis, sieht mit seinen 39 Jahren in der DeRaG einen zukunftsweisenden Weg. Als „Junior“ weiß er zu schätzen, dass er professionelle Entlastung bei allen Praxismanagementthemen durch das DeRaG-Team erhält. Als Praxisunternehmer streut er sein Risiko und besitzt nun Freiheiten, auch jenseits der eigenen Praxis zu investieren.

Das Risiko, sich auf die relativ junge DeRaG einzulassen, ist für alle drei Radiologen überschaubar, denn: „Wir haben uns über eineinhalb Jahre lange und intensiv kennengelernt“, sagt Dr. Thraen und erinnert sich auch an die ersten Zusammenkünfte, z.B. auf dem Radiologentag 2016 in Heidelberg. „Speziell Herr Doktor Kreft war in dem Prozess des Kennenlernens immer unser erster Ansprechpartner und hat mit seiner offenen Art Vertrauen geschafft.“ Und Frau Kloos fügt hinzu: „Die Konstruktion der DeRaG als einer Aktiengesellschaft in den Händen niedergelassener Radiologen mit der Möglichkeit sich als Aktionär zu beteiligen und auch freiberufliche Einflussmöglichkeiten zu erhalten, war für uns ein überzeugender Ansatz.“

Neben den drei ehemaligen Praxispartnern wurde auch das gesamte Team von insgesamt 13 Mitarbeitern von der DeRaG übernommen. Die Planung einer umfassenden Modernisierung der Räumlichkeiten sowie der Beschaffung neuer Geräte hat bereits begonnen. Während der Umbaumaßnahmen wird der Praxisbetrieb weitestgehend aufrechterhalten – eine Herausforderung für Mitarbeiter und Patienten. Dr. Sigrid Thraen: „Die letzten Monate waren für alle Beteiligten besonders anspruchsvoll. Wir sind jedoch zuversichtlich, dass sich die Mühen gelohnt haben und freuen uns auf das neue Kapitel, das jetzt beginnt.“

Spannend und neu ist auch die Art der Kommunikation und des Managements der DeRaG-MVZ in Berlin: In zweiwöchentlichen Management-Jour fixes finden sich die Berliner Neu-Conradianer zusammen, diskutieren über die Ausrichtung ihres medizinischen Programms und über Arbeitsteilung und Synergien, z.B. im Bereich der Verbesserung der telefonischen Terminvereinbarung.

 

Ihr Ansprechpartner:
Dr. Michael Kreft
mik@curagita.com

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