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Vierter Deutscher Medienpreis für Radiologie und Nuklearmedizin

Zum vierten Mal ehrte der führende Praxis-Verbund der niedergelassenen Radiologen die fundierte Berichterstattung über Themen der Radiologie und Nuklearmedizin in den Medien im Rahmen des diesjährigen Radiologentages am 17.11.2018 in Heidelberg. Mit Laudatio und Handschlag durch Curagita- Vorstand Dr. Michael Kreft nahmen die Journalisten Michael Brendler, Ulrike Till und Jutta Rosbach die mit insgesamt 5.000,– Euro dotierten Preise entgegen.

Michael Brendlers Beitrag beeindruckte die Jury von den insgesamt 21 Einreichungen am nachhaltigsten. Sein im August 2018 in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung veröffentlichter Artikel „Da hilft nur noch Kollege Computer“ überzeugte aufgrund der guten Darstellung eines in der breiten Öffentlichkeit noch wenig bekannten Themas. Die bildgebende Diagnostik mittels künstlicher Intelligenz wird das Selbstverständnis der Radiologen und das Interaktionsfeld zwischen Arzt und Patienten stark beeinflussen. Brendler liefert zahlreiche Argumente, die sowohl für, als auch gegen den Einsatz des neuen ‚Kollegen Computer‘ sprechen. Für den Leser rollt sich somit ein grobes Zukunftsbild vor dem geistigen Auge aus, in welchem er, mit einigen Fakten an der Hand, selbst in der Lage ist, einen eigenen Standpunkt zu entwickeln. „Mit seinen unterschiedlichen Argumentationssträngen hebt sich der Beitrag deutlich von anderen, recht einseitigen Darstellungen des Themas ab,“ so das Urteil von Jurymitglied Dr. Friedrich-Wilhelm Roloff.

Medizinredakteurin Ulrike Till ist all jenen Zuhörern ein Begriff, die das Radio in Baden-Württemberg oder in Rheinland-Pfalz regelmäßig anschalten. Für den SWR2 recherchiert sie regelmäßig Beiträge zu Gesundheits- und medizinischen Forschungsthemen. Gleich zwei Radioproduktionen reichte Ulrike Till bei der Jury in diesem Jahr ein – und sicherte sich damit den zweiten Platz. „Revolution in der Strahlentherapie – Hybridgerät kombiniert MRT und Bestrahlungs- einheit“ informiert kurz und auf den Punkt über ein in der Strahlentherapie neu eingesetztes Gerät, das bessere Heilchancen vorweist. „Ein toller Beitrag! Das Thema ist getroffen, aktuell und gut dargestellt.“ konstatiert Jury-Mitglied Dr. Marco Anders.

Ihr zweiter Radiobeitrag „Diagnose und Therapie in einem – das Molekül PSMA hilft bei Prostatakrebs“ bearbeitet sie ein Spezialthema der Radiologie. Es gelingt auch hier, mit klaren und wenigen Worten Wissen zum Thema zu vermitteln. Für das NDR-Fernsehformat „Visite“ produzierte Jutta Rosbach den TV-Beitrag „Früherkennung bei Brustkrebs“, welcher die weit verbreitete Erkrankung nach Meinung des Jury-Mitglieds Dr. Reinhard Bock „gleichermaßen professionell und sehr sachlich aufbereitete“, ohne auf eine gute Differenzierung zu verzichten. Das Radiologienetz würdigte diese Leistung mit dem dritten Preis.

Die 18 bewerteten Beiträge stammten wie schon in den vergangenen Jahren aus allen gängigen Medienformaten: Print, Hörfunk, Fernsehen und Internet. Die Jury bekleideten: Dr. Marco Anders, Dr. Reinhard Bock, Guido Gebhard, Dr. Friedrich-Wilhelm Roloff, Dr. Wilfried Wolfgarten.

Weitere Informationen und Fotos zum 4. Deutschen Medienpreis für Radiologie & Nuklearmedizin finden Sie unter www.radiologie.de/medienpreis.

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