Video-assisted thoracoscopic surgery for pulmonary sequestration: series of 35 consecutive patients in a single center

The Thoracic and Cardiovascular Surgeon, Vol. 67, Januar 2019, S. 73-78
S. Wang et al., Peking

Von 35 Patienten (23 Frauen, 12 Männer) mit einem pulmonalen Sequester, der jeweils von einer aberierenden systemischen Arterie versorgt wurde, lagen die Se­quester in 74,3 % der Fälle im linken Unterlappen, in 17,1 % im rechten Unterlappen, in 5,7 % im linken Oberlappen und in 2,9 % im rechten Oberlappen. Die Diagnostik umfasste präoperativ eine CT-Angiographie. Die Operationen mittels Thorakoskopie verliefen in allen Fällen erfolgreich.

Die pulmonale Sequestration (PS) ist eine kongenitale Malformation, bei der ein Lungenanteil von einer aberierenden systemischen Arterie versorgt wird. Dieser Lungenanteil ist häufig vergesellschaftet mit entzündlichen Infiltrationen, Hämoptyse und kongenitalen Herzerkrankungen. Ziel der vorliegenden Studie war eine Zusammenstellung der Video-assistierten thorakoskopischen Operationen (VATS) bei vorliegender PS.

Zwischen Januar 2008 und November 2017 wurden 35 Patienten in die Studie aufgenommen. Es handelte sich um 23 Frauen (65,7 %) und 12 Männer (34,3 %) mit einem Durchschnittsalter von 38 Jahren (16-76 Jahre). 22 Patienten (62,9 %) hatten Husten, 11 Patienten (31,4 %) eine Hämoptyse und 11 Patienten (31,4 %) Fieber.

Die meisten Sequester waren bei 26 Patienten (74,3 %) im linken Unterlappen lokalisiert, bei sechs Patienten (17,1 %) im rechten Unterlappen, bei zwei Patienten (5,7 %) im linken Oberlappen und bei einem Patienten (2,9 %) im rechten Oberlappen. 32 Patienten erhielten präoperativ eine CT-Angiographie mit dreidimensionaler Rekonstruktion. Bei 34 Patienten wurde das aberierende Gefäß intraoperativ aufgefunden. 29 aberierende Arterien hatten ihren Ursprung in der Aorta descendens, vier Arterien in der Aorta abdominalis und eine Arterie in der A. subclavia. Alle Patienten wurden mittels Thorakoskopie operiert. Es gab keinen Todesfall.

Ein Patient mit Sequester im linken Oberlappen und erheblichen Adhäsionen wurde am ersten postoperativen Tag heiser. Die linke Stimmlippe war gelähmt. Nach konservativer Behandlung war der Patient nach vier Monaten beschwerdefrei.

Somit stellt die VATS bei Vorliegen eines pulmonalen Sequesters eine sichere und effektive minimal-invasive Prozedur dar mit bemerkenswert guten Langzeitergebnissen.

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