VIBE MRI: an alternative to CT in the imaging of sports related osseous pathology?

The British Institute of Radiology (BIR), Vol.1088 von 2018 (British Journal of Radiology, Vol.91, 2018)
E. Koh et al., Perth/Australien

Die VIBE-MRT als Form der volumetrischen Bildgebung ist bei lumbalen und tibialen Stressfrakturen, bei Erkrankungen des Schultergelenks (Glenoid- oder Bankart-Läsionen) und bei Ellenbogenerkrankungen mit der CT diagnostisch vergleichbar. Beim Vergleich von CT, MRT und Knochenszintigraphie bei Tibia-Stressfrakturen zeigte die VIBE- MRT mit einer Sensitivität von 88 % und einer Spezifität von 100 % die besten Werte.

Die „volumetric interpolated breath-hold examination” (VIBE) ist eine Form der volumetrischen Bildgebung, die mittels 3D-gradient-echo-Sequenzen T1-Bilder hervorbringt und 1999 von Rofsky entwickelt wurde (Radiology 1999, Vol.212, S.876-884). Bei lumbalen Stressfrakturen mit oder ohne Knochenödem, bei denen die CT bislang als Goldstandard galt, zeigte die VIBE-MRT die gleiche Sensitivität und Spezifität wie die CT. So ist bei Vorliegen von VIBE-Sequenzen eine zusätzliche CT-Untersuchung nicht mehr erforderlich.

Bei Erkrankungen des Schultergelenks betrugen Sensitivität und Spezifität bei der VIBE-MRT über 92 %. Dieser Prozentsatz war bei degenerativen Veränderungen allerdings deutlich geringer. Bei traumatischen Glenoid-Läsionen oder Bankart-Läsionen waren Sensitivität und Spezifität mit 95,7 % bzw. 93,9 % mit den CT-Befunden vergleichbar.

Freie Gelenkkörper, vor allem im Ellenbogengelenk, lassen sich mit 3D-T2 echo-Gradienten (ohne Gadolinium) mit einer Sensitivität von 92 % bis 100 % darstellen, allerdings mit einer Spezifität von nur 77 %. Bei medialen Tibia-Stress-Syndromen wurden VIBE-MRT, CT und Knochenszintigraphie verglichen.

Die VIBE-MRT hatte die höchste Sensitivität (88 %) und Spezifität (100 %) bei der Erkennung intrakortikaler Frakturlinien.

Insgesamt ist festzustellen, dass der Einsatz von 3D-MRT in Form der VIBE für die Diagnostik bei muskuloskelettalen Verletzungen, gerade bei jugendlichen Patienten, die CT ersetzen kann.

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