Vergütungsverhandlungen 2017

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und der GKV-Spitzenverband (GKV-SV) haben folgende Regelungen zur Vergütung der Leistungen der niedergelassenen Ärzte im Jahr 2017 vereinbart:

Die Gesamtvergütung der Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) wird für 2017 – inklusive der Vergütung für die Erstellung und Aktualisierung des Medikationsplanes – insgesamt in einem Volumen von rund 1 Mrd. Euro erhöht.

Diese Summe gliedert sich wie folgt auf:

  • Der Orientierungspunktwert („Preis“) steigt im kommenden Jahr um insgesamt 315 Mio. Euro.
  • Die morbiditätsorientierte Gesamtvergütung steigt aufgrund der Morbiditätsveränderung um 170 Mio. Euro.
  • Für extrabudgetäre Leistungen, wie beispielsweise Vorsorgeuntersuchungen, wird mit einem Plus in Höhe von 330 Mio. Euro gerechnet.
  • Für die Erstellung und Aktualisierung des Medikationsplans, der den Versicherten ab dem 1. Oktober 2016 zur Verfügung steht, werden im kommenden Jahr rund 163 Mio. Euro veranschlagt.

Nach der Einigung der Vertragspartner auf der Bundesebene gehen jetzt die Verhandlungen zur regionalen Umsetzung und gegebenenfalls zu regionalen Anpassungen weiter. Der Bewertungsausschuss für die ärztlichen Leistungen hat auf der Grundlage von Berechnungen seines Instituts folgende Veränderungsraten als Empfehlung für die regionalen Verhandlungen beschlossen:

 

KV-Bezirk Veränderungsrate auf der Grundlage der Diagnosen in v.H.

(§ 87a Abs. 5 Satz 3 SGB V)

Veränderungsrate auf der Grundlage demografischer Kriterien in v.H.

(§ 87a Abs. 5 Satz 3 SGB V)

Baden-Württemberg 0,6221 0,1706
Bayern 1,0060 0,0888
Berlin 0,7184 0,1086
Brandenburg 1,7206 0,4561
Bremen 0,5361 0,0245
Hamburg 0,5697 0,1096
Hessen 1,2436 0,0624
Mecklenburg-Vorpommern 1,8009 0,4526
Niedersachsen 0,8985 0,2307
Nordrhein 1,3057 0,1820
Rheinland-Pfalz 1,0859 0,2583
Saarland 0,8921 0,3770
Sachsen 1,6328 0,1584
Sachsen-Anhalt 2,3151 0,4328
Schleswig-Holstein 1,3722 0,2957
Thüringen 1,9216 0,2957
Westfalen-Lippe 1,3489 0,2800

Quelle: Institut des Bewertungsausschusses


Disclaimer: Diese Meldung stammt  vom Leo Schütze Verlag, Herausgeber des „Schütze-Briefs“. Curagita übernimmt keine  Gewähr für die Richtigkeit dieser Informationen.

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Carsten Krüger
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