TK-Chef hält die „Quartalslogik“ bei den ärztlichen Abrechnungen für „völlig überholt“

Dr. Jens Baas, Vorstandsvorsitzender der Techniker Krankenkasse (TK), hat sich für eineÄnderung der Systematik bei der Vergütung der ärztlichen Leistungen ausgesprochen. Im Rahmen einer Überarbeitung des Vergütungssystems für Ärzte sollte man darüber nachdenken, ob man in der heutigen Welt wirklich noch Quartale braucht, erklärte er in einem Interview mit der „Märkischen Oderzeitung“.

Viele Probleme kämen daher, dass der Arzt, betriebswirtschaftlich rational nachvollziehbar, sagt: „Diese Woche kann ich Sie nicht behandeln, kommen sie nächste Woche, da sind wir im neuen Quartal.“ Das sei „medizinisch totaler Unsinn. „Den sollten wir uns nicht mehr leisten“, so Baas.

Dieser Vorschlag wurde bei den ärztlichen Verbänden mit großer Aufmerksamkeit zur Kenntnis genommen. Auf diesem Wege könnte eine raschere Vergütung und die Modifizierung diverser Begrenzungsregelungen bis hin zu einer Aufhebung der Budgetierung der Vergütungen erreicht werden.

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Dieser Artikel stammt vomLeo Schütze Verlag, Herausgeber des „Schütze-Briefs“.
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