The evaluation of radiologic methods for access guidance in percutaneous nephrolithotomy: a systematic review of the literature

Scandinavian Journal of Urology, Vol, 52, April 2018, S. 81-86
A. Breda et al., Barcelona, Turin, Wien, Tübingen, Hannover, Stockholm, Patras

Der Zugang für die perkutane Nephrolithotomie (PNL) wird mittels Ultraschall (US) oder Röntgen ermittelt. Bei der Punktion des unteren Kelchs war dies mit US in 44,8 %, mit Röntgen in 68,1 % der Fälle signifikant häufiger gelungen. Beim suprakostalen Zugang gelang dies mit US in 30,2 %, mit Röntgen in 14,1 %, signifikant weniger häufig. Komplikationen traten beim US-Zugang in 11,8 %, beim Röntgenzugang in 8,4 % auf.

Die perkutane Nephrolithotomie (PNL) wird bei Nierensteinen größer als 2 cm und Ausgusssteinen angewandt. Es muss zunächst der Zugang durch einen Kelch gefunden werden, entweder mittels US oder Röntgendurchleuchtung. Beide Verfahren haben Vor- und Nachteile. Bei schwangeren Frauen und bei Kindern ist der US-Zugang obligat, wobei das US-Gerät leichter zu bewegen ist als ein C-Bogen. Bei dickleibigen Patienten ist der US allerdings oft nicht aussagekräftig. Bei gleichzeitiger Anwendung beider Verfahren ist das Optimum für den besten Nierenbecken-Kelchsystem-(NBKS-)Zugang erreicht.

Bei Punktion des unteren Nierenkelchs gelang dies mit US in 44,8 %, mit Röntgen in 68,1 % der Fälle, während beim suprakostalen Zugang das US-Verfahren mit 30,2 % und das Röntgenverfahren mit 14,1 % erfolgreich waren. Diese Unterschiede waren signifikant. Operationszeit und Steinfreiheitsrate waren bei beiden Verfahren gleich. Die Strahlenbelastung mit dem Röntgengerät sollte 10 mGy/Jahr bei 50 PNL-Eingriffen nicht überschreiten. Komplikationen der PNL waren beim US-Zugang mit 11,8 % höher als beim Röntgenzugang mit 8,4 % (Nierenbeckenperforation, Pneumothorax, Intestinalverletzungen, septischer Schock und Blutungen).

Insgesamt haben beim NBKS-Zugang für die Nephrolithotomie beide Methoden (US und Röntgen) ihre eigenen speziellen Indikationen.

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