Ärztenetze mit MVZ-Gründungsberechtigung

Mit der Änderung des § 95 SGB V im „Gesetz für schnellere Termine und bessere Versorgung“ (Terminservice- und Versorgungsgesetz – TSVG) hat der Gesetzgeber die Möglichkeit geschaffen, dass Praxisnetze selbst ein Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) gründen können. Voraussetzung ist nur die Anerkennung des Praxisnetzes durch die Kassenärztliche Vereinigung (KV). Die im Gesetzgebungsverfahren ursprünglich vorgesehene Einschränkung, dass die Errichtung eines MVZ durch ein Ärztenetz nur bei eingetretener oder in absehbarer Zeit drohender Unterversorgung möglich sein soll, wurde gestrichen.

Medizinische Versorgungszentren in der Trägerschaft von anerkannten Praxisnetzen bieten die Chance auf Sicherstellung der ambulanten ärztlichen Versorgung in der Hand regional verankerter Ärztinnen und Ärzte in freiberuflicher Tätigkeit unabhängig von Kapitalinvestoren, betonte die Agentur deutscher Ärztenetze bei ihrer Bewertung der neuen gesetzlichen Regelung. Praxisabgaben könnten innerhalb der Kollegenschaft erfolgen. Ein Einstieg in die Praxistätigkeit werde durch die Option angestellter Tätigkeit und späterer Selbstständigkeit in Medizinischen Versorgungszentren erleichtert.

Darüber hinaus stellen Praxisnetz-MVZ eine Chance auf weitere Professionalisierung von Netzen dar, erklärt die Agentur. Die Grundidee von Netzen, eine besser koordinierte und kooperative ärztliche Versorgung, lasse sich in einem Praxisnetz-MVZ erheblich effizienter umsetzen.

 

Meldungen aus der Gesundheitspolitik

Der Artikel stammt vom Leo Schütze Verlag, Herausgeber des „Schütze-Briefs“.
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Ihre Ansprechpartner:

Dr. Michael Kreft
mik@curagita.com

Carsten Krüger
ckg@curagita.com

Deutlicher Zuwachs bei Medizinischen Versorgungszentren – BSG bestätigt Trennung von haus- und fachärztlicher Versorgung

Nach Erhebungen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) gab es zum 31. Dezember 2017 bundesweit insgesamt 2.821 Medizinische Versorgungszentren (MVZ), Ende 2016 waren es 2.490. Das bedeutet einen Zuwachs von 13,3 Prozent. Die bevorzugten Rechtsformen sind die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) und die Gesellschaftbürgerlichen Rechts (GbR). Die meisten MVZ wurden bislang in den KV-Regionen Bayern (547), Nordrhein (304), Niedersachsen (273) und Berlin (248) zugelassen. Der Anteil der MVZ-Ärzte an der vertragsärztlichen Versorgung ist mit 20,7 Prozent in Thüringen am größten – gefolgt von Hamburg (18 Prozent), Sachsen-Anhalt (16,4 Prozent) und Berlin (16,1 Prozent).

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Conradia Standorte 2019
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Neues Jahr – neue Conradia Standorte

Acht neue Ärzte und zwei neue Standorte, so beginnt für die DeRaG 2019!

Seit dem 1. Januar gibt es in Berlin mit der Conradia Hohenschönhausen MVZ GmbH Verstärkung. In Berlin Hohenschönhausen hat Dr. Sabine Dickert ihre Praxis mit zwei Sitzen und einem achtköpfigen Team in die DeRaG eingebracht. Sie verstärkt die Frauenfraktion im Berliner Radiologenteam der Conradia gemeinsam mit ihren Kolleginnen Dr. Petra Jaeckel und Dr. Grit Rademacher.

Ebenfalls zum Jahresbeginn ging das neue Conradia Dresden MVZ an den Start. Die Praxis Radiologie und Nuklearmedizin Dresden-Strehlen firmiert ab sofort als Conradia MVZ mit drei radiologischen Sitzen und einem nuklearmedizinischen Sitz. Über conradia.de können alle Conradia-MVZ angesteuert werden. Für die nächste Printausgabe des CuraCompact im März ist ein Interview mit den Praxisteams geplant über Wünsche und Erwartungen für die Zukunft und darüber, wie es sich anfühlt, zur größten deutschen Radiologie-Gruppe in Radiologeneigentum (der.ag) zu gehören.

Medizinische Versorgungszentren

Im Regierungsentwurf zu einem Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) sind folgende Rechtsänderungen für Medizinische Versorgungszentren (MVZ) vorgesehen:
• Die Gründung eines MVZ ist nur in der Rechtsform der Personengesellschaft, der eingetragenen Genossenschaft oder der Gesellschaft mit beschränkter Haftung oder in einer öffentlich rechtlichen Rechtsform möglich.

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MVZ: Künftig auch als Vertragsarzt freiberuflich in der GmbH tätig sein?

Mussten Radiologen bisher immer davon ausgehen, nur als angestellter Arzt in der eigenen MVZ-GmbH tätig werden zu können, so hat das Bundessozialgericht in einem Urteil vom 29.11.2017 den Weg zu einer freiberuflichen Tätigkeit auch in der GmbH geebnet.

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Medizinische Versorgungszentren

Die Zahl der Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) nimmt stetig zu, zuletzt mit wieder rasantem Anstieg der Gründungszahlen. Die Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) sehen die Gefahr, dass die Klinikkonzerne die Einrichtung von MVZ an ihren Krankenhäusern dazu nutzen, um vor allem in der ambulanten fachärztlichen Versorgung Marktanteile für sich gewinnen. Die „Ärztezeitung“ hat bei einer Erhebung kürzlich festgestellt, dass es kaum noch eine KV-Region gibt, in der der Anteil der rein Klinik-geführten MVZ unter 25 Prozent liegt. Vor allem in den neuen Bundesländern überwiegen die MVZ in Klinikhand jene in Ärztehand deutlich.

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Step by Step: Die DeRaG wächst in und um München

Nach der Eröffnung des neuen MVZ-Standortes der Diagnostik München in Planegg Ende 2017, wächst die DeRaG vor Ort weiter. Zum 1.4.2018 wurde eine Radiologie-Praxis in Schongau durch das MVZ Diagnostik Schongau GmbH im ortsansässigen Krankenhaus übernommen. Im Juli eröffnet ein weiterer MVZ-Standort der Diagnostik München im Ärztehaus Putzbrunner Straße 7 in Altperlach. Zudem konnte eine weitreichende Kooperation mit dem Städtischen Klinikum München eingegangen werden.

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„Wenn Berlin, dann jetzt.“ – Erstes Berliner MVZ der DeRaG

Seit Januar betreibt die DeRaG ein MVZ am Stuttgarter Platz 1 in Berlin Charlottenburg. Die neue Praxis vereint den Radiologen Dr. Uwe Tosch und seinen jüngeren Kollegen Rainer Hülsewede unter einem Dach.

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Erfolgreicher gemeinsamer Start in Planegg

An der urologischen Fachklinik in Planegg hat zum Ende des vergangenen Jahres ein neuer MVZ-Standort der Diagnostik München (DKM) eröffnet, den die DKM in Kooperation mit der Netzpraxis Radiologie München Süd West betreibt. Die Region zählt damit ab sofort zu einer Hochburg der Prostata-Bildgebung – Ärzte und Patienten wissen es zu schätzen.

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Von der Netzpraxis zum DeRaG-MVZ: Manchmal geht es schneller, als man denkt.

Zum 1. Oktober 2017 wurde die erste Praxis im Radiologienetz Deutschland ein Medizinisches Versorgungszentrum der Deutschen Radiologienetz AG. Wir haben mit Rita Waldmann-Straub, Fachärztin für Radiologie und Praxis-Inhaberin über die MVZGründung, Herausforderungen und neue Möglichkeiten gesprochen.

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