comment Add Comment

2021: Gut für Geräteinvestitionen?

Ein außergewöhnliches Jahr liegt hinter den radiologischen Praxen. Der Einschlag der Coronakrise riss im Frühjahr ein ziemliches Loch in die Einnahmenseite, da (Privat-)Patienten zunächst ausblieben. Diese Situation verschärfte sich in vielen KV-Regionen durch die drohenden Einbußen aufgrund der EBM-Reform ab 1. April.

Aufgefangen wurde dies glücklicherweise bei den allermeisten Praxen durch die KV-Rettungsschirme, sodass nach sommerlicher Stabilisierung der Patientenzahlen die Praxisschiffe wieder auf Kurs waren und die allermeisten Praxen mit einem blauen Auge davonkamen.

Gegensteuern auf der Kostenseite konnte man als Praxisunternehmer nur in wenigen Bereichen. Das Verschieben von Geräteinvestitionen ist einer davon. Wenngleich durch die Mehrwertsteuersenkung von 19 auf 16 Prozent im zweiten Halbjahr 2020 Investitionsanreize geschaffen wurden, die bei siebenstelligen Investitionen etwa im Bereich Kernspintomographie durchaus bedenkenswert waren, konnte das Curagita Geräteteam keinen außergewöhnlichen Anstieg bei den Gerätekäufen feststellen. Stattdessen warteten viele Praxen, die in der Vergangenheit schon Kaufinteresse artikuliert hatten, erstmal ab. Diese Tendenz wurde nun auch durch die Jahresanfangsgespräche mit der Geräteindustrie im Januar bestätigt. Continue reading „2021: Gut für Geräteinvestitionen?“

comment Add Comment

Orthovolttherapien: Was ist von den EBM-Änderungen ab 1.1.2021 zu erwarten?

Anlass, sich mit dem Thema Orthovolttherapie näher zu beschäftigen, war die Anfrage einer Mitgliedspraxis Ende letzten Jahres, die sich mit dem Gedanken trägt, eine Orthovoltanlage zu beschaffen. Grund genug für das Curagita-Team, sich nicht nur im Gerätebereich mit Vorteilsbetrachtungen von Gerätealternativen zu beschäftigen, sondern sich zusätzlich mit den Änderungen im EBM-Kapitel 25 Strahlentherapie zu befassen, die vom Bewertungsausschuss am 15. September 2020 beschlossen wurden und zum 1.1.2021 in Kraft getreten sind. 

Dabei wurde auch festgelegt, dass die strahlentherapeutischen Leistungen für den Zeitraum vom 1.1.2021 bis zum 31.12. 2022 in die morbiditätsorientierte Gesamtvergütung (MGV) überführt werden. Das bedeutet, dass strahlentherapeutische Leistungen ab diesem Jahr nicht mehr automatisch nach EBM vergütet werden, sondern dass sich das Honorar nach den regionalen Honorarverteilungsvereinbarungen richtet. Nachdem diese Änderungen auch alle Radiologen betreffen, die bisher schon Orthovolttherapien durchführen, erscheint es geboten, die Änderungen im Kapital 25 im Hinblick auf ihre Folgen für die Radiologen genauer in den Blick zu nehmen.

Je nach Art der Bestrahlungsplanung konnten bei einer Bestrahlungsserie bisher z. B. 139 € oder 282 € abgerechnet werden. Siehe Tabelle 1. Continue reading „Orthovolttherapien: Was ist von den EBM-Änderungen ab 1.1.2021 zu erwarten?“

comment Add Comment

Vom Monitor bis zum Ultraschall: Auch Kleingeräte gehören zum täglichen Geschäft

Über Großgeräte-Beschaffungen – vom Schnittbild bis zur Röntgenanlage – durch das Curagita-Team berichten wir regelmäßig. Was nicht alle Mitgliedspraxen wissen: Auch Kleingeräte, die in der Radiologie benötigt werden, wie Monitore, Dicomdrucker, aber auch eine Nummer größer, z.B. Ultraschallgeräte und KM-Injektoren, können über den Verbundeinkauf beschafft werden. Und das zu sehr attraktiven Konditionen. Das Geräteteam sondiert hier regelmäßig den Anbietermarkt und schließt Rahmenverträge mit präferierten Lieferanten ab, von denen Mitgliedspraxen profitieren können. „Wir suchen dabei die Hersteller aus, die nach unserer Ansicht und den Erfahrungen der uns bekannten Nutzer in den Praxen das beste Preis-Leistungs-Verhältnis in der jeweiligen Produktkategorie anbieten“, sagt Daniel Ellwanger, der dieses Geschäft im Team von Frank Vogel verantwortet. Durch dieses Konzept werden Volumina (bei möglichst einem Hersteller) gebündelt, die zu attraktiven Konditionen führen und außerdem zu einer sehr konzilianten Gewährleistungsabwicklung.

So hat das Curagita-Team in den letzten zwei Jahren bei der Firma Eizo 72 Monitore und bei der Firma Medtron 21 KM-Injektoren für Praxen im Radiologienetz beschafft. „Das heißt nicht, dass wir nicht auf Wunsch auch Angebote bei anderen Herstellern einholen“, versichert Ellwanger, weiß aber, dass bei der genauen Prüfung verschiedener Angebote der jeweilige Hauptlieferant aufgrund der besseren Konditionen meist das Rennen macht. Continue reading „Vom Monitor bis zum Ultraschall: Auch Kleingeräte gehören zum täglichen Geschäft“

comment Add Comment

Der Medizinphysik-Experte (MPE) in der radiologischen Praxis

Interview mit Martin Kolodziej, Medizinphysik-Experte und Gründer von Co.MPE.tent, einem bundesweiten MPE-Netzwerk

CuraCompact: Wozu muss eine radiologische Praxis einen MPE hinzuziehen?

Martin Kolodziej: Das Hinzuziehen eines Medizinphysik-Experten (kurz MPE) ist bei Strahlenanwendungen mit erheblichen Expositionssituationen Pflicht. In § 131 StrlSchV (2) 3. und 4. werden die Situationen für die Radiologie näher beschrieben. Unter erheblichen Expositionssituationen versteht das Gesetz zum einen Untersuchungen, die mit einem Computertomographen oder mit Geräten zur dreidimensionalen Bildgebung von Objekten mit niedrigem Röntgenkontrast durchgeführt werden, mit Ausnahme der Tomosynthese. Weiterhin gehören auch Interventionen dazu, bei denen die Röntgeneinrichtung zur Durchleuchtung verwendet wird. Diese Verpflichtung gilt für bestehende Anzeigen und Genehmigungen ab dem 31.12.2022. Für Anmeldungen von Neugeräten sowie bei Betreiberwechseln entfällt die Übergangsfrist. In beiden Fällen ist bereits seit dem 31.12.2018 ein MPE hinzuzuziehen. Continue reading „Der Medizinphysik-Experte (MPE) in der radiologischen Praxis“

comment Add Comment

Sequenzoptimierung mit HQ Imaging: Jörg Marz, Partner in der Mitgliedspraxis Franken-Hohenlohe berichtet über Projekterfahrungen

Die klassische Applikation beim Hersteller wird in der Regel durch erfahrene, aus der Praxis kommende und auf das jeweilige Gerät geschulte Fachkräfte durchgeführt. Sie stellen nach Installation eines MRT die Sequenzen zusammen mit dem Kunden auf dessen Bedürfnisse ein.

HQ Imaging ist ein herstellerunabhängiges Unternehmen. Es besteht aus einem jungen Team von Physikern des Deutschen Krebsforschungsinstituts DKFZ, die sich mit der Idee selbstständig gemacht haben, Scanner anzupassen und die MRT-Protokolle für die verschiedenen Körperregionen zu optimieren. Ihr Ziel und Anspruch ist es, Verbesserungen zu realisieren durch Einflussnahme auf Bildqualität und/oder Workflow. Das engagierte Team um Dr. Michael Bach stellte sich bereits 2017 im Radiologienetz vor und hatte Einsätze bei den Conradia-MVZ in Hamburg und München sowie in diversen Netzpraxen, insbesondere bei den Teilnehmern des mpMRT-Prostata-Projekts RaDiagnostix. Ging es bei Letzterem vorwiegend um Kalibrierung und Standardisierung und in den Conradia-MVZ um Verkürzung von Untersuchungszeiten, standen beim Pilotprojekt in Franken-Hohenlohe die qualitativen Aspekte im Vordergrund der Optimierungsaktivitäten. Continue reading „Sequenzoptimierung mit HQ Imaging: Jörg Marz, Partner in der Mitgliedspraxis Franken-Hohenlohe berichtet über Projekterfahrungen“

comment Add Comment

Braucht man für alle Durchleuchtungen einen MPE?

Das neue Strahlenschutzgesetz und seine Verordnungen werfen im Praxisalltag immer noch Fragen auf. So erhielten wir aus einer Mitgliedspraxis die Frage nach der Stellung eines Medizinphysik-Experten (MPE) für alle Durchleuchtungen. Dies sind die neuesten Angaben dazu aus unserem Geräte-Team.

Bei Durchleuchtungen muss man für alle interventionellen Untersuchungen einen MPE hinzuziehen, da es sich hierbei um Hochdosis-Untersuchungen handelt. Darunter fallen auch alle Angiographien. Das Hinzuziehen des MPE wird erst zum 1.1.2023 für alle Geräte Pflicht. Bis dahin gilt die Übergangsfrist für Bestandsgeräte. Anders sieht es bei Neuanschaffungen aus, für die die neuen Regelungen direkt gelten. Weiterhin gibt es eine Reihe von Ereignissen, welche die Übergangsfrist beenden und das Gerät ebenfalls schon an die Neuregelungen binden. Dazu gehören ein Betreiberwechsel, der von den Behörden als Neuinstallation angesehen wird, Röhren- bzw. Strahlertausch ebenso wie ein Umzug der Anlage. Continue reading „Braucht man für alle Durchleuchtungen einen MPE?“

Neu im Team Gerätemanagement: Christin Harms aus Hamburg

Christin Harms

Christin Harms wechselte vergangenen November von der Conradia Hamburg in das Team Gerätemanagement der Curagita Holding. Seither treibt sie dort insbesondere den Kompetenzausbau im Dosismanagement sowie Anwendungsoptionen der Künstlichen Intelligenz voran. Wir stellen die erfahrene MTRA mit Abschluss im Gesundheitsmanagement vor.

CuraCompact: Wie kam es zum Wechsel aus der Position als MTRA bei Conradia zur Managerin bei Curagita?

Christin Harms: Ich habe schon vor Jahren die Weichen dafür neu gestellt. Als mein Interesse am Projektmanagement stetig wuchs und ich nach Möglichkeiten suchte, mich mehr in der Organisation von Praxen einzubringen, begann ich vor vier Jahren, nebenberuflich an der Fachhochschule für Ökonomie und Management Gesundheitsmanagement zu studieren. Während dieser Zeit konnte ich als Werkstudentin die Conradia-Personalabteilung dabei unterstützen, MTRA aus dem Ausland anzuwerben bzw. Schulabgänger in Deutschland zu erreichen. Dort konnte ich auch meine Ambitionen, mich nach dem Bachelorabschluss im Sommer 2020 beruflich weiter zu entwickeln, platzieren. Continue reading „Neu im Team Gerätemanagement: Christin Harms aus Hamburg“

Workshops Radiologentag
comment Add Comment

Streifzug durch die Workshops: Management, Entwicklung und Standardisierung

Zur Vertiefung von verschiedenen aktuellen Themen stand den Radiologentag- Besuchern am Nachmittag ein dichtgepacktes Workshop- Programm zur Verfügung. Lesen Sie hier kurze Zusammenfassungen, die zugehörigen Präsentationen können Sie per E-Mail an netzmanagement@curagita.com anfordern. Über den Best-Practice- Austausch der Praxismanager finden Sie einen eigenen ausführlichen Artikel. Continue reading „Streifzug durch die Workshops: Management, Entwicklung und Standardisierung“