Impact of thrombus sideness on presentation and outcomes of patients with proximal lower extremity deep vein thrombosis

Seminars in Thrombosis and Hemostasis, Vol.44, Juni 2018, S. 341-347
B. Bikdeli et al., New York

Bei 30.445 Patienten mit einer symptomatischen Tiefenvenenthrombose (DTV) waren bei 53,9 % der linke, bei 41,5 % der rechte und bei 4,6 % beide Unterschenkel betroffen. Eine Lungenembolie trat bei linksseitiger DTV in 23 % der Fälle, bei rechtsseitiger DTV in 26 % der Fälle und bei beidseitiger DTV in 48 % der Fälle auf (signifikant). Bei Patienten mit Herzerkrankungen betrugen diese Prozentsätze 4,7 %, 5,4%, 92,2% (signifikant), bei Patienten mit Karzinomen 21 %, 23 %, 40 % (signifikant), die Mortalität lag bei 2,9 %, 3,3 % und 9,4 % (signifikant).

Continue reading „Impact of thrombus sideness on presentation and outcomes of patients with proximal lower extremity deep vein thrombosis“

PSMA PET/CT und PET/MRT in der Diagnostik des Prostatakarzinoms

Wehrmedizinische Monatsschrift, Vol.62, August 2018, S. 266-270
M.A. Hoffmann et al., Koblenz

Mittels ultraschallgeführter Biopsie kann in 20 % bis 30 % der Fälle das Prostata-Karzinom nicht erfasst werden. Eine bessere Diagnoserate wird mit der MRT/US fusioniert geführten Biopsie erreicht. Eine noch bessere Diagnose lässt sich mit PSMA-PET erzielen. Das PSMA(Prostata spezifische Membran-Antigen) ist ein Membranprotein, das in Prostata-Ca-Zellen bis zu 1000-fach stärker exprimiert wird als in normalen Prostatazellen. Meistens wird das PSMA an den Tracer 68Ga gekoppelt, neuerdings auch an 18F.

Continue reading „PSMA PET/CT und PET/MRT in der Diagnostik des Prostatakarzinoms“

Atherothrombose: Neue Behandlungsstrategien

Herz, Vol.43, Februar 2018, S. 103-108
O. Soehnlein, München

Hohes LDL- und niedriges HDL-Cholesterin korreliert mit einem atherosklerotischen Risiko. In Folge einer Hyperlipidämie entwickeln sich atherosklerotische Plaques, in denen es zur Akkumulation von Apolipoprotein-B-haltigen LDL-Partikeln kommt, deren Oxidation zu starken Entzündungsreaktionen führt. Zurzeit gelten Statine als Mittel der Wahl zur Cholesterin-Senkung. Es werden jedoch zahlreiche weitere Medikamente getestet, die die Entzündung in der Arterienwand reduzieren sollen.

Continue reading „Atherothrombose: Neue Behandlungsstrategien“

Value of quantitative collateral scoring on CT angiography in patients with acute ischemic stroke

American Journal of Neuroradiology, Vol.39, Juni 2018, S. 1074-1082
A.M.M. Boers et al., Amsterdam

Mittels CTA wird nach intrazerebralem Arterienverschluss ein quantitativer Kollateralgefäß-Score (qCS) zur Bestimmung der Kollateralkapazität bei Patienten mit Schlaganfall angefertigt, wobei dadurch die Frage beantwortet werden soll, ob eine endovaskuläre Therapie erfolgreich sein kann. Ein qCS von 30 % ist nach erfolgreicher Therapie auf 54 % angestiegen.

Continue reading „Value of quantitative collateral scoring on CT angiography in patients with acute ischemic stroke“

A comprehensive review of hepatic sarcoid

Seminars in Liver Disease, Vol.38, August 2018, S. 284-297
S. Deutsch-Link et al., Philadelphia

Der Befall der Leber bei Patienten mit einer Sarkoidose liegt zwischen 50 % und 80 %. Die hepatischen Granulome sind meistens stumm (60 – 95 %). Während die systematische Sarkoidose häufiger bei Frauen auftritt, zeigt sich ein Leberbefall häufiger bei Männern. Labormäßig zeigt sich eine Erhöhung der Gamma-GT und der alkalischen Phosphatase. Die MRT lässt bei der T2-Wichtung eine Differentialdiagnose zwischen Sarkoid-Granulomen und Metastasen zu.

Continue reading „A comprehensive review of hepatic sarcoid“

Venous and arterial thromboses: Two sides of the same coin?

Seminars in Thrombosis and Hemostasis, Vol. 44, April 2018, S. 239-248
G. Lippi et al., Verona

Arterielle Thrombosen entstehen durch Erosionen, Ulzerationen oder Rupturen von atherosklerotischen Plaques; venöse Thrombosen entstehen durch eine venöse Stase, durch Endothelverletzungen oder durch Hyperkoagulabilität. Die unterschiedlichen Zusammensetzungen der venösen und arteriellen Thromben (Erythrozyten, Leukozyten, Thrombozyten und Fibrin) sind abhängig von deren Ursprung und deren Längen. Aspirin, bisher zur Prophylaxe von arteriellen Thromben eingesetzt, kann auch als Prophylaxe für venöse Thromben wirksam sein.

Continue reading „Venous and arterial thromboses: Two sides of the same coin?“

False-positive findings on 6-(18F) fluor-L-3,4-dihydroxy-phenyl-alanine PET (18F-FDOPA-PET) performed for imaging of neuroendocrine tumors

European Journal of Endocrinology, Vol.179, August 2018, S. 125-133
A.M.A. Berends et al., Groningen/Holland

Neuroendokrine Tumoren (NET) (medulläre Schilddrüsen-Karzinome, Phäochromozytome, Paragangliome und gastro-entero-pankreatische Tumoren) können mittels 18F-FDOPA-PET in der Regel diagnostiziert werden. Bei 1,4 % der als NET diagnostizierten Fälle ergab die Histopathologie jedoch keine NET, sodass selten auch andere Tumoren mittels 18F-FDOPA-PET fälschlicherweise als NET diagnostiziert wurden.

Continue reading „False-positive findings on 6-(18F) fluor-L-3,4-dihydroxy-phenyl-alanine PET (18F-FDOPA-PET) performed for imaging of neuroendocrine tumors“

Cerebral embolus from aortic valve fragment

JAMA Neurology, Vol.75, August 2018, S. 1022-102
S.A. Alquahtani et al., Georgetown/USA

Bei einer 80-jährigen Frau gelangte nach TAVI mittels Bioprothese ein fibröses Gewebestück von 0,5 cm Länge, das aus der nativen Aortenklappe stammte, in die A. media cerebri (AMC) und verursachte einen Schlaganfall. Nach Katheterentfernung des Gewebestücks zeigte sich eine komplette Rekanalisation der AMC. Dieses Ereignis tritt nach TAVI in etwa 3 % der Patienten auf, meist nach dem ersten Tag.

Continue reading „Cerebral embolus from aortic valve fragment“

Frontoparietal subdural hematoma in a child with mental regression

JAMA Neurology, Vol.75, Juni 2018, S. 759-760
J. de las Heras et al., Barakaldo/Spanien

Bei einem 10-jährigen Jungen mit plötzlichem Auftreten einer progressiven Enzephalopathie mit kognitiver Regression und mit kernspintomographisch erkennbarem zunehmendem Hämatom in der linken Hemisphäre fand sich eine Methylmalonazidurie und eine Homocystinurie aufgrund einer Cobalamin D-Erkrankung (Vitamin B12). Ursache ist eine seltene autosomal-rezessive Störung des Cobalamin-Stoffwechsels, hervorgerufen durch Mutationen des MMADHC-Gens.

Continue reading „Frontoparietal subdural hematoma in a child with mental regression“

Neues zu opportunistischen Infektionen des zerebralen Nervensystems bei iatrogener Immunsuppression

Aktuelle Neurologie, Vol.45, Juni 2018, S. 370-380
G. Arendt et al., Düsseldorf

Iatrogene Immunsuppressionen z.B. nach Transplantationen führen nicht selten zu opportunistischen Infektionen des ZNS. Das Keimspektrum umfasst Viren, Pilzerreger, Toxoplasma und Bakterien. Kernspintomographisch zeigen sich z.B. ringförmige KM-anreichernde Mikroabszesse oder intraparenchymale Läsionen z.T. mit Einblutungen. Bei der gefährlichsten Pilzinfektion mit Crytococcus neoformans kommt es innerhalb kurzer Zeit zu einem Hirnödem mit Bewusstseinseinschränkung, die ohne Behandlung rasch zum Tode führt. Sehr gefährlich sind Infektionen mit dem Herpes-simplex-Virus und dem Zytomegalie-Virus.

Continue reading „Neues zu opportunistischen Infektionen des zerebralen Nervensystems bei iatrogener Immunsuppression“