EBM-Reform und leere Praxen

 

 

 

 

 

Ihre Analyse & gezielte Gegenmaßnahmen

 

Sehr geehrter Herr Kollege,

seien wir ehrlich, bislang ging es uns in den radiologischen Niederlassungen gut. Zugegeben – über viele Dinge kann man sich trefflich ärgern, und Ungerechtigkeiten prägen den Alltag der Praxen schon sehr lange. Jedoch – das kleine Virus nimmt von jetzt auf gleich vielen Praxen im wahrsten Sinne des Wortes „die Luft zum Atmen“, und die bereits gültige EBM-Reform tut ein Übriges. War bislang der Blick auf das Bankkonto für eine erste Übersicht, ob es gut läuft, vielleicht ausreichend, muss plötzlich viel genauer gerechnet werden, und nicht wenige Praxen geraten ins Trudeln. Deshalb wenden wir uns heute als aus der Praxis kommendes Beratungsunternehmen an Sie, um gemeinsam mit Ihnen einen Weg aus diesem Dilemma zu finden.

 

Worum geht es?

 

 

Was muss momentan getan werden? Welche Ansätze gibt es, die erwähnten Themen in eine wirkungsvolle und nachhaltige Lösung zu überführen?

Zunächst gilt es, den tatsächlichen Stand Ihrer Praxis mit einer bewährten und methodisch klaren Systematik zu analysieren. Aus dieser Analyse muss ein eindeutig formulierter Maßnahmenkatalog abgeleitet werden, welcher Eingang in einen klar strukturierten Optimierungsplan findet. Wichtig ist: Jetzt gehört alles auf den Prüfstand!

  Continue reading „EBM-Reform und leere Praxen“

Webinare zur EBM-Reform

Termine

Montag, 30. März, 19.00 bis 19.45 Uhr für Mitglieder aus der KV RLP.

Dienstag, 31. März, 19.00 bis 19.45 Uhr für Mitglieder aus der KV NO – Termin verschoben, neuer Termin folgt in Kürze

Donnerstag, 02. April, 19.00 bis 19.45 Uhr für Mitglieder aus der KV Hessen.

Für die Teilnahme an den Webinaren erhalten die Mitgliedsradiologen Einladungen per E-Mail. Referent ist Carsten Krüger. Die Organisation übernimmt das Netzmanagement. Bei Fragen bitte an Mona Schneider (mos@curagita.com) wenden.

 

Als Praxis in den KV-Regionen Baden-Württemberg, Bayern und Berlin kommen momentan wenig bis gar keine Veränderungen durch die EBM-Reform auf Sie zu. Trotzdem bieten wir – bei Interesse – auch hier Webinare an. Bitte stimmen Sie durch klicken auf Ihre KV-Region bis 31. März ab, wenn Sie ein Webinar wünschen:

Natürlich können Sie auch ein praxisindividuelles Webinar bei Carsten Krüger buchen. Dieses ist für CuraFee-Mitglieder ohne weitere Kosten möglich. Andere Praxen nehmen bitte zur Kosten- und Terminabsprache per E-Mail unter ckg@curagita.com mit Herrn Krüger Kontakt auf.

Alle niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte wurden vom Bundesgesundheitsminister Jens Spahn am 20. März angeschrieben mit einem „herzlichen Dankeschön für den außergewöhnlichen Einsatz“ und der Zusage zeitnah „gesetzliche Maßnahmen zu überprüfen, um die Nachteile, die aufgrund eines durch COVID 19 eingeschränkten Praxisbetriebs entstehen, auszugleichen“. Dies nimmt Radiologienetz zum Anlass, einen Brief an Jens Spahn zu formulieren über die Folgen der EBM-Reform für die niedergelassenen Radiologen.

comment Add Comment

Schwerpunkt Themenübersicht CuraCompact 1/20

In der aktuellen Ausgabe des CuraCompact Magazins 1/20 haben wir die EBM-Reform und das Thema Terminvereinbarung als Schwerpunkte bearbeitet. Aus aktuellem Anlass sind Informationen zum Thema Corona-Virus und der Umgang im Praxisalltag damit hinzu gekommen.

Zur Orientierung die Artikel zu den Themen hier im Überblick:

EBM-Reform

Und nun das Wetter: Tief Jens im Anflug – wenig Sonne, viele Wolken, gebietsweise stürmisch

Auswirkungen der EBM-Reform regional unterschiedlich

Weder Politik noch Standesvertretung KBV verstehen die Radiologie – Kommentar & Fazit

Terminvereinbarungen

Der Weg zum Termin – eine Befragung im Netz

Online-Termine für Arztpraxen: Telefonieren Sie noch oder buchen Sie schon?

Terminvereinbarung durch externe Callcenter

Corona-Virus

Update Corona – wie geht die Conradia intern mit dem Thema um?

Aus aktuellem Anlass: Corona in der Radiologie

comment Add Comment

Und nun das Wetter: Tief Jens im Anflug – wenig Sonne, viele Wolken, gebietsweise stürmisch

Erst im Februar legte das Orkantief Sabine weite Teile von Deutschland lahm. Auf die ambulante Radiologie könnte nun im Gefolge der EBM-Reform ab dem zweiten Quartal ein länger anhaltendes Tief zukommen.

„Wir sind froh, dass wir diese EBM-Reform jetzt abgeschlossen haben und das im Wesentlichen, ohne übermäßige Verwerfungen zu produzieren“. Für Radiologen müssen die Worte von KBV-Chef Dr. Andreas Gassen Mitte Dezember 2019 angesichts dieser Ergebnisse wie Hohn klingen. Keine andere Arztgruppe hat in Bezug auf ihre Hauptleistungen Verluste im zweistelligen Prozentbereich zu tragen. Doch der Reihe nach:

Nach langen Verhandlungen haben sich Kassenärztliche Bundesvereinigung und GKV-Spitzenverband auf eine „kleine EBM-Reform“ zum 1. April 2020 verständigt. Zwar liegen die Anfänge der Reform schon lange zurück: Bereits 2012 beschloss der Bewertungsausschuss, Änderungen der vertragsärztlichen Gebührenordnung vorzunehmen. Eine Einigung wurde allerdings immer durch die Forderungen aus Politik und Krankenkassen nach Punktsummenneutralität verhindert.  Aus Sicht der Kassen sollten höhere Bewertungen bestimmter Leistungen durch die Abwertung anderer Leistungen gegenfinanziert werden. So stehen am Ende keine höheren Ausgaben bei der Gesamtvergütung zu Buche. Dabei stand immer schon im Fokus, die sogenannte „zuwendungsorientierte, sprechende Medizin“ zu Lasten der „kalten Apparatemedizin“ aufzuwerten.

Continue reading „Und nun das Wetter: Tief Jens im Anflug – wenig Sonne, viele Wolken, gebietsweise stürmisch“

comment Add Comment

Auswirkungen der EBM-Reform regional unterschiedlich

Nun ist der Einheitliche Bewertungsmaßstab nur eine Seite der Medaille. Die andere heißt Honorarverteilungsmaßstab und der unterliegt in seiner Ausgestaltung immer noch den Länder-KVen. Wie stark sich die Veränderungen in den Leistungsbewertungen des EBM im tatsächlich zu erwartenden Honorar einer Praxis im jeweiligen KV-Bezirk auswirken, könnte unterschiedlicher nicht sein.

 

Die KVen sind nämlich nicht verpflichtet, die Reformauswirkungen 1:1 in ihrer Honorarverteilung zu berücksichtigen. Dies jedenfalls legt die Rechtsprechung nahe, die den KVen schon immer weiten Gestaltungsspielraum bei der Honorarverteilung einräumt. So führt das Bundessozialgericht aus, dass die Regelungen des EBM nicht der Ausgestaltung des HVM in der Weise vorgelagert ist, dass dieser sich an den Vorgaben des EBM orientieren muss. Höherbewertungen im EBM verpflichten grundsätzlich nicht dazu, im HVM Korrekturen bei den Honorarkontingenten vorzunehmen (BSG, Urteil vom 08.03.2000 – B 6 KA 7/99 R; ferner BSG, Beschluss vom 20.10.2004 – B 6 KA 13/04 B). Die KVen sind also nicht verpflichtet, Bewertungskorrekturen einzelner Leistungen in den Honorarkontingenten (Arztgruppen-„Töpfe“) abzubilden.

 

Der jeweilige Honorarverteilungsmaßstab muss der Gewährleistung einer angemessenen Vergütung dienen. Er soll auf regionaler Ebene eintretende unerwünschte Verwerfungen zwischen einzelnen Arztgruppen und auch innerhalb einer Arztgruppe verhindern. Er kann auf Verteilungsaspekte innerhalb einer Arztgruppe beschränkt werden. Allerdings darf er auch die EBM-Reform nicht konterkarieren.

Continue reading „Auswirkungen der EBM-Reform regional unterschiedlich“

comment Add Comment

Weder Politik noch Standesvertretung KBV verstehen die Radiologie – Kommentar & Fazit

Das erste Mal seit vielen Jahren müssen radiologische Praxen spüren, dass die GKV-Honorare sinken. Die Selbstverwaltung hat auf nicht geringen Druck der Politik wirklich Ernst gemacht und kappt die Honorare der Radiologen. Jede Praxis braucht nun eine individuelle Strategie, wie sie damit umgeht.

Stand heute ist es für die meisten Bundesländer nur sehr eingeschränkt möglich, Prognosen zu den Wirkungen der neuen EBM-Bewertungen zu treffen. Die föderalistische Struktur schafft einen Flickenteppich, bei dem es schwer fällt, den Überblick zu behalten. Für Radiologen in Länder-KVen wie Baden-Württemberg und Bayern wird sich vermutlich nichts Gravierendes ändern, während ihre Kollegen in Hamburg oder Nordrhein die volle Härte der Reform spüren. Das fördert nicht gerade die berufspolitisch dringend gebotene Einigkeit. Gehen wir mal davon aus, dass diese „kleine“ EBM-Reform nur der Anfang ist. Zwar ist nicht damit zu rechnen, dass eine mengenbegrenzende Abstaffelung der Bewertung von Geräteleistungen, wie sie z.B. aus Westfalen-Lippe gefordert wird, schnell kommt. Aber auch über eine neu strukturierte GOÄ wird lange debattiert und es ist nicht ganz ausgeschlossen, dass in der nächsten Legislatur eine Bundesregierung ihre Zustimmung erteilt.

Continue reading „Weder Politik noch Standesvertretung KBV verstehen die Radiologie – Kommentar & Fazit“

Der neue EBM liegt noch im Nebel!

Was macht der Referent, wenn die EBM-Reform zum wiederholten Mal verschoben wird und daher sein Vortragsinhalt mehr Fragen als konkrete Informationen enthält? Er macht es kurz und stellt den Fahrplan für Netzpraxen vor, der scharf geschaltet wird, sobald näheres bekannt ist.

Das war so gar nicht in Carsten Krügers Sinne. Der Spezialist für Honorar- und KV-Fragen ist ein Mann der präzisen Informationen, der Zahlen, Daten und Fakten. Und gerade diese konnte er nicht präsentieren, da die EBM-Reform im Vorfeld des Radiologentags mal wieder verschoben wurde. Die vielen Fragezeichen des geplanten neuen EBM plus die Gerüchte einer Absenkung um 8,5 bis 9 Prozent aus zuverlässiger Quelle scheinen für die Radiologie nichts Gutes zu bedeuten. „Die EBM-Bewertung sagt jedoch nicht alles“, so Carsten Krüger. „Der HVM ist ausschlaggebend.“, fügte er hinzu und zeigte auf, dass die unterschiedlichen Modi der Honorartopfbildung in den KV-Bereichen am Ende ausschlaggebend dafür sein werden, wie sich eine EBM-Absenkung konkret für eine Praxis auswirkt. Nach Kontaktaufnahmen mit den KVen verschiedener Regionen könnte die Situation in Baden-Württemberg und Bayern für Radiologen daher unverändert bleiben, während in den KV-Regionen Rheinland-Pfalz, Nordrhein und Hamburg mit Einschnitten zu rechnen ist. „Da ist allerdings noch ein hoher Anteil „Glaskugel“ und sichere Voraussagen sind erst möglich, wenn mehr Informationen vorliegen.“, meint Krüger. Diese werden für Mitte Dezember erwartet.

Continue reading „Der neue EBM liegt noch im Nebel!“

comment Add Comment

EBM-Reform verschoben: KBV und GKV-Spitzenverband verhandeln weiter

Das TSVG hat ihn zum 1. Januar verfügt, nun soll er erst am 1. April 2020 erscheinen: der überarbeitete Einheitliche Bewertungsmaßstab für die ärztlichen Leistungen (EBM). Hintergrund ist, dass die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und der GKV-Spitzenverband für die mitunter weit auseinander liegenden Positionen bisher keinen tragbaren Konsens finden konnten. Weitere Beratungen und Berechnungen seien nach Angaben von Dr. Andreas Gassen notwendig für die neu geltenden Regelungen.

Continue reading „EBM-Reform verschoben: KBV und GKV-Spitzenverband verhandeln weiter“

EBM-Reform: Perspektiven für die Vergütung

Die Vertragspartner in der ambulanten Versorgung sollten die Arbeit an der EBM-Reform einstellen, bis die Gebührenordnungskommission der Koalition Beschlüsse gefasst hat, fordert Dr. Hans-Friedrich Spies, Sprecher der Allianz Deutscher Ärzteverbände und Präsident des Berufsverbandes Deutscher Internisten.

Continue reading „EBM-Reform: Perspektiven für die Vergütung“

Weiterentwicklung des Erweiterten Bewertungsmaßstabes – neues Regelwerk

Der Zeitplan zur Weiterentwicklung des Erweiterten Bewertungsmaßstabes für die ärztlichen Leistungen (EBM) wurde angepasst, teilt die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) mit. Der Bewertungsausschuss will die Änderungen bis 30. September 2018 beschließen, sodass das neue Regelwerk ab 1. Januar 2019 gelten kann.
Continue reading „Weiterentwicklung des Erweiterten Bewertungsmaßstabes – neues Regelwerk“