Surgical outcomes, complications, and management strategies for foramen magnum meningiomas

Journal of Neurological Surgery, Part B, Vol. 80, Februar 2019, S. 1-9
St. T. Magil et al., San Francisco

0,3 bis 3,2 % aller Meningiome befinden sich im Bereich des Foramen magnum. Es wurden 28 Patienten untersucht (71 % Frauen, 29 % Männer). Die MRT-Diagnostik ergab folgende Lagekategorien: anterior (10,7 %), antero-lateral (42,9 %), lateral (21,4 %), postero-lateral (17,9 %), posterior (7,1 %). Bei 92,9 % der Fälle handelte es sich um Grad I-Tumoren, bei 7,1 % um Grad II-Tumoren. Bei 11 Patienten (39,3 %) konnte eine Totaloperation durchgeführt werden, bei 17 Patienten (60,7 %) eine subtotale Operation. Ein Patient bekam ein Rezidiv, acht Patienten erhielten eine Strahlentherapie. Patienten mit großem Tumorvolumen und subtotaler Resektion hatten signifikant häufiger Komplikationen (Hydrocephalus, Pseudomeningozele, Leck).

Foramen magnum-Meningiome (FMM) (0,3-3,2 % aller Meningiome) stellen eine Herausforderung dar wegen ihrer Beziehungen zum Hirnstamm, zu neurovaskulären Strukturen und zur kranio-vertebralen Verbindung. Es werden alle Meningiome zusammengefasst, die von der Dura entstehen: ventral vom inferioren Drittel des Clivus zur superioren Ecke des zweiten Halswirbelkörpers, dorsal vom vorderen Rand der Hinterhauptschuppe zum Processus spinosus von C2 und lateral vom inferioren Rand des jugularen Tuberkels zur C2-Lamina.

In dieser retrospektiven Studie wurde die chirurgische Erfolgsrate bei 28 Patienten untersucht und ein Management für die Therapie vorgeschlagen. Präoperativ wurden die Tumoren mittels MRT hinsichtlich ihrer Lage kategorisiert: anterior (10,7 %), antero-lateral (42,9 %), lateral (21,4 %), postero-lateral (17,9 %), posterior (7,1 %). Bei den 28 Patienten handelte es sich um 20 Frauen (71 %) und acht Männer (29 %). Das Durchschnittsalter betrug 52,2 Jahre (30,6-74,4 Jahre).

Das Hauptsymptom war eine Extremitäten-Taubheit bei 17 Patienten (60,7 %). Das durchschnittliche Tumorvolumen betrug 18,4 cm3 (0,9-54,4 cm3). Die Vertebral-Arterien waren bei sieben Patienten (25 %) vollständig, bei drei Patienten (11 %) teilweise und bei 18 Patienten (64 %) nicht eingeschlossen.

Nach der WHO-Graduierung handelte es sich bei 26 Patienten (92,9 %) um Grad I-Tumoren, bei zwei Patienten (7,1 %) um Grad II-Tumoren. Bei 11 Patienten (39,3 %) konnte eine totale Operation durchgeführt werden, bei 17 Patienten (60,7 %) eine subtotale Operation.

Die Rezidivrate betrug 3,6 % (ein Patient). Bei acht Patienten (28,6 %) erfolgte eine Strahlentherapie nach subtotaler Resektion. Postoperativ zeigten sich keine Todesfälle, keine Schlaganfälle, keine Gefäßläsionen. Bei 12 Patienten (42,9 %) zeigten sich Komplikationen: siebenmal ein Hydrocephalus, fünfmal eine Pseudomeningozele bzw. ein Leck.

Patienten mit subtotaler Resektion und Vertebral-Arterienbeteiligung hatten signifikant häufiger Komplikationen. Dies traf auch für Patienten mit einem großen Tumorvolumen (größer als 14 cm3) zu.

Es sollte eine Management-Therapie durchgeführt werden, die individuell hinsichtlich Größe und Sitz des Tumors sowie an die Patientenbeschwerden angepasst wird.

 

Wir danken unserem Ehrenmitglied Prof. Dr. U. Klein aus München, der Ihnen die Veröffentlichungen aus den Fachzeitschriften auswählt und zusammenfassend erläutert.

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