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Sequenzoptimierung mit HQ Imaging: Jörg Marz, Partner in der Mitgliedspraxis Franken-Hohenlohe berichtet über Projekterfahrungen

Die klassische Applikation beim Hersteller wird in der Regel durch erfahrene, aus der Praxis kommende und auf das jeweilige Gerät geschulte Fachkräfte durchgeführt. Sie stellen nach Installation eines MRT die Sequenzen zusammen mit dem Kunden auf dessen Bedürfnisse ein.

HQ Imaging ist ein herstellerunabhängiges Unternehmen. Es besteht aus einem jungen Team von Physikern des Deutschen Krebsforschungsinstituts DKFZ, die sich mit der Idee selbstständig gemacht haben, Scanner anzupassen und die MRT-Protokolle für die verschiedenen Körperregionen zu optimieren. Ihr Ziel und Anspruch ist es, Verbesserungen zu realisieren durch Einflussnahme auf Bildqualität und/oder Workflow. Das engagierte Team um Dr. Michael Bach stellte sich bereits 2017 im Radiologienetz vor und hatte Einsätze bei den Conradia-MVZ in Hamburg und München sowie in diversen Netzpraxen, insbesondere bei den Teilnehmern des mpMRT-Prostata-Projekts RaDiagnostix. Ging es bei Letzterem vorwiegend um Kalibrierung und Standardisierung und in den Conradia-MVZ um Verkürzung von Untersuchungszeiten, standen beim Pilotprojekt in Franken-Hohenlohe die qualitativen Aspekte im Vordergrund der Optimierungsaktivitäten.

CuraCompact: Herr Marz, Sie haben als radiologischer Ansprechpartner das Pilotprojekt Sequenzoptimierung mit dem Team von HQ Imaging durchgeführt. Was können Sie berichten?

Hr. Marz: Bei unserem ersten Projekt mit HQ Imaging ging es um die Qualitätsverbesserung der Knie-MRT-Sequenzen. Es folgte die Optimierung der Becken-Bein-Angios. Hier bestand die Anforderung von mir und meinen Kollegen vor allem darin, die Artefakte der Dixon-Sequenz auszugleichen. Die vom Hersteller gelieferten Geräte enthalten automatische Korrekturen, die nicht immer dem Anspruch des befundenden Radiologen entsprechen. Durch die Zusammenarbeit mit dem Team von Herrn Bach konnten wir die Bildqualität verbessern.

CuraCompact: Das heißt, Ihre MRT-Scans sind durch die Sequenzoptimierung aussagekräftiger geworden?

Hr. Marz: Richtig. Das Team von HQ ist durch die Nähe zum DKFZ sehr nahe am aktuellen Stand der Forschung. Die Physiker bringen ihre Fachkenntnisse ein und können Parameter rechnerisch aufeinander abstimmen. Dazu kommt eine erfahrene MTRA, die auch für unsere leitende MTRA eine sehr gute Ansprechpartnerin war. Also einfach eine Truppe, die auch mal etwas gemeinsam mit uns Praktikern vor Ort ausprobiert. Das ist eine andere Zusammenarbeit als mit einem Großunternehmen. Schnell, unbürokratisch und ergebnisorientiert. Wir haben nach dem ersten Projekt zwei weitere Projekte mit HQ durchgeführt: die Sequenzoptimierungen von Prostata und Mamma. Und auch hier haben wir bekommen, was wir brauchen und wollen: nämlich optimale Bilder.

CuraCompact: Also war die Zeitersparnis bei der Untersuchung selbst (Stichwort Patientenliegedauer) bei Ihnen nicht im Fokus?

Hr. Marz: Unser Ziel war nicht die Erhöhung der Untersuchungen in einem Zeitfenster. Trotzdem sparen wir Zeit, nämlich die Zeit, die wir normalerweise für die Bildauswertung und Befundung benötigen. Durch eine optimierte Bildqualität können wir klarer und schneller befunden und die gewonnene Zeit zum Beispiel zur Kommunikation mit Patienten oder Überweisern nutzen.

CuraCompact: Vielen Dank, dass Sie Ihre Erfahrungen in diesem Rahmen mitgeteilt haben.

 

Beispiele zum Download

Sehen Sie sich drei konkrete Beispiele der Optimierung an, welche durch HQ Imaging freundlicherweise zur Verfügung gestellt wurden. Download PDF


Ihr Ansprechpartner

Timo Neuhaus
tfn@curagita.com

 

 

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