Radioguided surgery with Gallium 68 Dotatate for patients with neuroendocrine tumors

JAMA Surgery, Vol. 154, Januar 2019, S. 40-45
M.E. Lakis et al., Bethesda, Stanford, Genf

Neuroendokrine Tumoren (NET) sind mittels PET-CT mit 68Ga-Dotatate-Peptiden darstellbar und gegenüber Nicht-NET abgrenzbar. Das Verhältnis von Tumor zu Hintergrundstrahlung (TBR) hat bei einem Wert von 2,5 eine Sensitivität von 91 % gegenüber Nicht-NET. Auch das Uptake ist bei NET signifikant höher als bei Nicht-NET. (59,4 vs. 45,2).

Neuroendokrine Tumoren (NET) können mit radioaktiv markierten Peptiden dargestellt und behandelt werden. Am besten geeignet für PET-CT sind 68Ga-Dotatate-Peptide. In der vorliegenden prospektiven Studie sollten mittels PET-CT mit 68Ga-Dotatate die operativen Kriterien für das Vorliegen einer NET-Läsion und die Rechtfertigung für eine OP evaluiert werden.

Von 326 Patienten, die von Oktober 2013 bis Februar 2018 untersucht wurden, hat man 44 Patienten zur OP ausgewählt wegen eines präoperativ positiven PET-CT-Befundes mit 68Ga. Es handelte sich um 22 Frauen (50 %) und um 22 Männer (50 %) mit einem Durchschnittsalter von 53 Jahren. Bei 19 Patienten (43 %) war das Pankreas befallen, bei 22 Patienten (50 %) der Gastrointestinal-Trakt (18-mal der Dünndarm, viermal der Magen), und drei Patienten (7 %) hatten ein Phäochromozytom. 40 Patienten wurden offen operiert, vier Patienten laparoskopisch.

Während der OP wurden „Gewebe-­Gammaproben“ entnommen und die Zählrate gemessen, um die Hintergrundstrahlung erfassen zu können, wobei das Verhältnis Tumor zu Background (TBR) bestimmt wurde. In 79,7 % der Fälle wurde dazu das große Netz benutzt, in 20,3 % solide Organe, wobei das Netz eine signifikant niedrigere Zählrate aufwies als die soliden Organe.

Die Läsionen mit NET hatten einen höheren durchschnittlichen Uptake-­Wert als die Läsionen ohne NET (59,4 vs. 35,2) und einen signifikant höheren intraoperativen durchschnittlichen TBR (18,9 vs. 4,4). Läsionen ohne NET waren meist in Lymphknoten lokalisiert (64,0 %). Bei 49 von 133 präoperativen Läsionen (36,8 %) waren 43 (88 %) NET; diese hatten einen

signifikant höheren TBR als Läsionen mit negativer Histologie (21,0 vs. 2,7).

Insgesamt zeigte sich, dass ein TBR von 2,5 die höchste Sensitivität (95 %) hinsichtlich eines NET hat. Dabei ist 68Ga ein sicheres und gut zu handhabendes Radionuklid. Eine TBR von 2,5 ist somit die Schwelle für einen chirurgischen Eingriff bei Vorliegen einer verdächtigen Läsion.

Wir danken unserem Ehrenmitglied
Prof. Dr. U. Klein
aus München, der Ihnen die
Veröffentlichungen aus den
Fachzeitschriften auswählt
und zusammenfassend
erläutert.

Schreibe einen Kommentar

Wir verwenden die von Ihnen angegebenen Daten ausschließlich, um auf Ihr Anliegen zu reagieren.