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Führung für Radiologen und Teamleiter

Oft unterschätzt werden die sogenannten „soften“ Themen Führung und Organisationsentwicklung. Doch gerade in schwierigen Zeiten sind hier stabile und effektive Prozesse Gold bzw. Geld wert. Im Workshop Führung für Radiologinnen und Radiologen am 26. September in Heidelberg stehen die Organisation des Themas in der eigenen Praxis und die Rolle, die die Praxispartner dabei spielen, im Vordergrund.

Lesen Sie hier die Details zum Workshop.

 

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Führungsworkshop für Radiologinnen und Radiologen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Curriculum Personalführung für nicht-ärztliche Führungskräfte wurde zu einem Online-Flexinar weiterentwickelt. Dies bietet den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Möglichkeit, sich über sechs Monate nach eigenem Ermessen in die Thematik einzuarbeiten und in sechs Online-Live-Workshops sowie einem praxisindividuellen Einzel-Coaching Führungsskills für den radiologischen Praxisalltag zu erwerben. Start ist ebenfalls im September.

Lesen Sie hier die Details zum Curriculum (Flexinar/Online Fortbildung) 

 

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Weitere Beiträge und Erfahrungsberichte zu diesem Angebot

Vom Seminar zum Flexinar: CurAcademy setzt Coaching-Programm neu auf

Führung will gelernt sein

 

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Online Aktualisierung der Fachkunde mit Netzrabatt

Vor dem Hintergrund der derzeitigen Corona Krise können Kurse zur Aktualisierung der Fachkunde derzeit zu 100% online durchgeführt werden – dies betrifft sowohl die regulären 8-stündigen Kurse zur Aktualisierung im Bereich Röntgendiagnostik als auch 12-stündige Aktualisierungskurse (inkl. NUK und StrlTherapie).

Teilnehmer haben die Möglichkeit, ihre Fachkunde bequem und flexibel zuhause oder am Arbeitsplatz komplett online zu absolvieren – auf PC oder Laptop, Tablet oder Smartphone.

Die Kurse setzen sich jeweils zur Hälfte aus einem Selbstlernteil und einem Live-Online-Seminar zusammen. Das heißt: Sie bearbeiten zunächst den Theorieteil für sich selbst und nehmen anschließend an einem Online-Seminar teil, wo nochmals verschiedene Themen vertieft dargestellt und Fragen beantwortet werden. Auch der Abschlusstest findet im Rahmen dieses Online-Seminars statt. Nach erfolgreichem Kursabschluss erhalten Sie eine bundesweit gültige Teilnahmebescheinigung. Die Online-Seminare finden jeweils zwei-wöchentlich abwechselnd an Freitag- und Samstag-Vormittagen statt.

Bitte melden Sie sich online unter https://www.strahlenschutzkurse-online.de/kursuebersicht/ zu einem Termin Ihrer Wahl an. Sie bekommen dann weitere Informationen sowie den Zugang zur Lernplattform.

Wenn Ihre Praxis Mitglied im Radiologienetz ist, erhalten Sie einen Rabatt in Höhe von 20%. Bitte geben Sie hierfür bei der Anmeldung nach Ihrem Nachnamen in dasselbe Feld einfach das Kürzel „R-Netz“ ein.

Die Gebühr für den 8-stündigen Aktualisierungskurs beträgt für Mitglieder des Radiologienetzes: 139,-€ (regulär 177,- €).
Die Gebühr für den 12-stündigen Kombi-Aktualisierungskurs beträgt für Mitglieder des Radiologienetzes: 162,- € (regulär 213,- €)

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Spezialkurs Mamma-MRT mit expertenmoderierter Falldiskussion

Mit gleich drei Spezialisten der Mamma-MRT wartet die CurAcademy-Fortbildung am 10. Oktober in Planegg/Bayern auf. Dr. Vag aus der Conradia München, Prof. Baltzer aus der Universitätsklinik Wien und Prof. Dietzel aus dem Uniklinikum Erlangen führen Einsteiger in die Methode ein sowie erfahrene Anwender durch einen Tag, in dem die Befundungspraxis anhand expertenmoderierter Falldiskussionen im Vordergrund stehen wird. Wobei zuvor natürlich die Themen Untersuchungsvorbereitung, Sequenzoptimierung, State-of-the-art Einsatz der Methode und strukturierte Befundung ausführlich besprochen werden. Dieser wahrscheinlich einmalige Spezialkurs kam nach dem mehrheitlichen Votum der Mitglieder auf dem Radiologentag 2019 und mit großem Engagement des Conradia-Radiologen Dr. Tibor Vag zustande. TeilnehmerInnen können zusätzlich eigene Fälle mitbringen, vorstellen und mit den Spezialisten diskutieren.

Laden Sie hier den detaillierten Flyer mit Agenda, Referenten und weiteren Informationen herunter.

Weitere Informationen auf Curacompact.de

Coming soon: CurAcademy Workshop Mamma-MRT mit expertenmoderierter Falldiskussion

Mamma-MRT: Workshop mit Expertenmoderierten Falldiskussionen


Informationen und Anmeldung zur CurAcademy-Fortbildung

Mona Schneider
mos@curagita.com

Telefon 06221 50 25 417

 

 

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Mehrwertsteuer beim Gerätekauf sparen

Seit 1. Juli gilt für ein halbes Jahr der Mehrwertsteuersatz von 16 Prozent. Bei einem MRT kann das eine Ersparnis von 30.000 Euro und mehr bedeuten. Ein Grund, geplante Geräteinvestitionen für dieses Jahr zügig anzugehen. Denn die Vorgabe ist, dass die Rechnungsstellung nach Geräteabnahme noch auf Dezember datiert werden muss. Der Leiter des Curagita-Geräteteams Frank Vogel rät daher, bis spätestens Mitte September zu bestellen und die (vielleicht reisefreie) Sommerzeit zur Planung zu nutzen. Gerne steht er mit seinem Team unterstützend bereit. Bei den Herstellern Siemens und Philips haben Radiologienetz-Mitglieder nicht nur Sonderkonditionen in der Beschaffung, sondern auch bei Gewährleistung und Wartungsverträgen. Seit Januar bietet der CuraTop-Nachfolgevertrag CuraFuture die Vorteile auch für weitere als Schnittbildgeräte (Mammo, C-Bögen, Röntgen etc., lesen Sie mehr).

A propos CuraTop: Viele unserer Netzpraxen haben für ihre Geräte einen CuraTop-Vertrag abgeschlossen. Diese CuraTop-Verträge haben selbstverständlich bis zum Ende der vereinbarten Laufzeit bzw. der Stilllegung des jeweiligen Schnittbildgeräts Gültigkeit. Dadurch entstehen in den Netzpraxen in Summe ca. 1 Mio € Vorteil pro Jahr. Zweimal pro Jahr werden vom Curagita-Geräteteam Rechnungen über Wartungskosten an die Netzmitglieder verschickt. Die Abrechnung zum 2. Halbjahr 2020 wird sich noch um ein paar Wochen verzögern, da Siemens versehentlich die Belege noch nicht mit dem verminderten Mehrwertsteuer-Satz von 16%  ausgestellt hatte und dies nun korrigiert. Wir bitten daher alle CuraTop-Rechnungsadressaten im Netz noch um ein wenig Geduld. Konkrete Rückfragen beantwortet Daniel Ellwanger unter 06221-5025-190.

Lesen Sie mehr zu den Leistungen CuraTop.

 


Ihr Ansprechpartner

Frank Vogel
fvo@curagita.com

 

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Schwerpunkt Themenübersicht CuraCompact 2/20

Die Schwerpunktthemen der Juni-Ausgabe CuraCompact auf einen Blick:

Krisenmanagement in radiologischen Praxen

Sinnvolle Maßnahmen zum Schutz vor Corona-Viren 

Stabilisierung der wirtschaftlichen Situation 

Corona Hilfspaket: Was können Praxen erwarten? 

Teleradiologie als Option in der Krise?

Das Conradia Hygienekonzept in der Coronakrise  

Code Red – ein Leitfaden für den Krisenmodus

 

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Sicherheit, Aufklärung, Wissen: Das Conradia Hygienekonzept in der Coronakrise

 

 

 

 

 

 

Die Coronakrise erreichte Deutschland in einer raschen Welle. Binnen kürzester Zeit mussten Praxen ihre Hygieneprozesse an die sich täglich zuspitzende Situation anpassen. Die Conradia mit deutschlandweit 24 MVZ-Standorten benannte mit Prof. Dr. Thomas Henzler einen Koordinator aus der ärztlichen Geschäftsführung, der dem DeRaG-Vorstand beim Krisenmanagement beratend zur Seite stand.

 

CC: Was genau war Ihre Aufgabe als Mediziner und Berater des Vorstands in dieser Ausnahmesituation?

Prof. Dr. Thomas Henzler: Im März überschlugen sich die Ereignisse. Natürlich hatten wir bis dato bereits ein funktionierendes Hygienemanagement. Aber es hatte keiner einen Notfallplan für eine Krise von diesem Ausmaß in der Schublade. So war es wichtig, auch von ärztlicher Seite das Tagesgeschehen richtig einzuordnen und mit sinnvollen Maßnahmen zu reagieren. Viele Einzelwege hätten in tausend Einzeldiskussionen geendet und uns ausgebremst. Ein Schwerpunkt war es, die Vielzahl an Informationen zu filtern und den richtigen Weg zwischen Panik und Sicherheit strukturiert und zügig zu beschreiten. Dadurch konnten wir auch dem Vorstand den Rücken bei den schwierigen wirtschaftlichen Maßnahmen, über die entschieden werden musste, freihalten.

 

CC: Wie hat sich das Vorgehen in der Praxis bewährt?

Prof. Dr. Thomas Henzler: Sehr gut. Die Mitarbeitenden wussten und wissen, dass sie für all die auftretenden Sonderfragestellungen eine zentrale Ansprechstelle haben. Problemlösungen konnten gleich allen MVZ zur Verfügung gestellt werden und entlasteten die Kollegen vor Ort. Denn letztlich haben alle mit denselben Herausforderungen zu kämpfen. So hatten wir direkt Lösungen für die Standorte verfügbar.

 

CC: Welche Praxisprozesse haben Sie nachhaltig verändert?

Prof. Dr. Thomas Henzler: Alle Patienten werden vor Ihrer Aufnahme in den MVZ mit einem Fragebogen zu ihrem Gesundheitsstatus befragt. Hier haben wir zu Beginn der Krise tägliche Anpassungen um die vom Robert-Koch-Institut veröffentlichten Risikogebiete vorgenommen. Das fällt aufgrund der pandemischen Situation jetzt weg, aber die Abfrage ist fester Bestandteil unserer Praxisprozesse geworden. Eine zweite Herausforderung für uns war es, frühzeitig Abstandsregeln zu definieren und durchzusetzen zum Schutz für alle Beteiligten. Wir hatten die Schilder „Wir geben Ihnen nicht die Hand, sondern schenken Ihnen ein Lächeln“ schon sehr früh im Einsatz. Noch ehe die allgemeinen Vorgaben zur Distanz in Kraft traten. Dabei stand immer im Vordergrund, dass wir auch mit diesen neuen Regeln überall in unserer Praxis eine gute Beziehung zu unseren Patienten herstellen – vom Empfang bis zum Arztgespräch.

 

CC: Welche sind denn die Schwerpunkte des Corona-Hygienekonzepts von Conradia?

Prof. Dr. Thomas Henzler: Für die Conradia wurden drei Bereiche definiert: Sicherheit, Aufklärung, Wissen. Unter Sicherheit verstehen wir, dass die Teams in unseren MVZ sicher und geschützt dank spezieller Hygienemaßnahmen ihrer Arbeit nachgehen können. Dazu gehört u.a. die ausreichende Versorgung mit Schutzmasken, die zeitnahe Anbringung von Spuckschutzwänden im Empfangsbereich sowie zusätzliche Desinfektionsprozesse in den Untersuchungsbereichen. Die zweite Säule ist die Aufklärungsarbeit bei den Patienten über Hygieneverhalten in unseren Einrichtungen. Diese trägt auch dazu bei, dass vereinbarte Termine nicht übereilt abgesagt werden aus übertriebener und sachlich unberechtigter Sorge. Um unser Personal zu stärken, sowohl in der Art, wie sie mit den Patienten umgehen, als auch in der Kommunikation, was sie den Patienten sagen, briefen wir die Teams und versorgen sie mit Informationen und Argumentationshilfen. Die Aufgabe von Ärzten und Teams liegt gerade auch jetzt stark darin, verunsicherte Patienten wieder ein Stück weit in die Normalität zurück zu führen.

 

CC: Wie wirkt sich das neue Hygienekonzept auf die zu erwartende Leistungsfähigkeit der Conradia MVZ in den nächsten Monaten/Jahren aus? Stichworte wären hier: weniger Patientendurchlauf wg. aufwendigerer Hygienemaßnahmen, geringere Wartezimmerkapazitäten, veränderte Schichtplanungen, Kosten für Hygieneartikel etc.

Prof. Dr. Thomas Henzler: Auch wenn man es sich aktuell kaum vorstellen kann, glaube ich, dass wir in unseren Abläufen auf Dauer keine relevanten Einschränkungen haben werden und damit die Leistungsfähigkeit nicht entscheidend beeinträchtigt wird.

 

CC: Mit Blick auf die Soft-Faktoren: Hat sich die Stimmung, der Zusammenhalt im Team in diesen Stresszeiten verändert?

Prof. Dr. Thomas Henzler: Anfangs begegneten mir Mitarbeitende mit gemischten Gefühlen bis hin zu teilweise starker Verunsicherung. Nach wenigen Tagen entwickelte sich aus der „Wir-sitzen-gemeinsam-in-einem-Boot-Situation“ ein besonderer Team Spirit. Insgesamt verzeichneten wir sogar unterdurchschnittliche Krankenstände. Alle haben gespürt, dass es ein gutes Gefühl ist, in einem systemrelevanten Beruf zu arbeiten.

 

CC: Welche Erfahrung nehmen Sie aus der Coronakrise für die Conradia insbesondere mit?

Prof. Dr. Thomas Henzler: Nach dieser harten Probe ist klar: Wir können schnell auf eine Krise reagieren. Das ist beruhigend für die Zukunft. Und: Wir sind ein fantastisches Team.

 

CC: Vielen Dank für das Gespräch.

 


 

Ihr Ansprechpartner

Prof. Dr. Thomas Henzler
t.henzler@conradia.de

 


Die Schwerpunktthemen der Juni-Ausgabe CuraCompact auf einen Blick:

Krisenmanagement in radiologischen Praxen

Sinnvolle Maßnahmen zum Schutz vor Corona-Viren 

Stabilisierung der wirtschaftlichen Situation 

Corona Hilfspaket: Was können Praxen erwarten? 

Teleradiologie als Option in der Krise?

Das Conradia Hygienekonzept in der Coronakrise  

Code Red – ein Leitfaden für den Krisenmodus

 

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Teleradiologie als Option in der Krise?

Welche Möglichkeiten haben Radiologen, fern zu befunden (von einem anderen Standort aus oder von zuhause)?

Insbesondere bei größeren Praxen und Praxen mit mehreren Standorten könnte laut darüber nachgedacht werden, ob eine Fernbefundung eine Option zur besseren Krisenbewältigung darstellen könnte. Wie sieht es nun damit aus?

 

Der Vertragsarzt ist verpflichtet, seinen Versorgungsauftrag vorrangig an seinem Vertragsarztsitz zu erfüllen (vgl. § 95 Abs. 3 S. 1 SGB V). Dazu hat er nach § 24 Abs. 2 Ärzte-ZV seiner Sprechstundenverpflichtung nachzukommen, indem er den Versicherten vor Ort persönlich zur Verfügung steht (Präsenzpflicht). Die Strahlenschutzverordnung geht davon aus, dass der Patient behandelt wird, wenn er geröntgt wird. Nach der Verordnung erfordert die Anwendung einen Arzt mit Fachkunde im Strahlenschutz – wie zum Beispiel einen Radiologen, sowie zur technischen Durchführung eine Medizinischtechnische Radiologieassistentin (MTA/MTRA) mit Fachkunde im Strahlenschutz oder eine MFA mit Kenntnissen im Strahlenschutz. Entscheidend ist die rechtfertigende Indikation. Der Arzt, der die rechtfertigende Indikation stellt, muss die Möglichkeit haben, den Patienten vor Ort persönlich zu untersuchen, es sei denn, es liegt ein Fall von Teleradiologie vor.

 

Die Teleradiologie nach StrSchV ermöglicht auch kleineren Krankenhäusern, die Computertomografie (CT) für die Notfallversorgung anzubieten, ohne dass dafür ein Spezialist vor Ort erforderlich ist. Seit Sommer 2002 ist dieser Fall genauer spezifiziert: Teleradiologie ist stets genehmigungspflichtig und grundsätzlich nur für den Nacht-, Wochenend- und Feiertagsdienst vorgesehen. In Ausnahmefällen kann auch eine Genehmigung darüber hinaus erteilt werden, wenn ein Bedarf – etwa in der Versorgung ländlicher Regionen – besteht. Eine Genehmigung wegen solcher Versorgungslücken ist allerdings auf drei Jahre befristet. 1)

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Netzthemen im Frühjahr: Corona und EBM-Reform

Corona hat uns in den vergangenen Monaten jede Menge Herausforderungen beschert. Die im Frühjahr angesetzten Vollversammlungen wurden, da, wo es drängte, per Webinar abgehalten. Mit ermutigenden Rückmeldungen!

 

Digital First ist das neue Gebot, wenn es um Kommunikation innerhalb von Unternehmen oder Netzwerken wie dem Radiologienetz in Deutschland geht. Wir haben den Informationsfluss zu den Netzmitgliedern in den vergangenen Monaten an die aktuelle Situation angepasst und konnten in regionalspezifischen Webinaren anstelle von Vollversammlungen weiter digital informieren, diskutieren und miteinander interagieren.

 

Mitte März erreichte uns in der Vorbereitungsphase der Frühjahrs-Vollversammlungen das Versammlungsverbot. Nach Sichtung der Agenda gab es zwei zeitkritische Themen: Umgang mit der Coronakrise (damals noch in der Anfangsphase) und Auswirkungen der EBM-Reform auf die Vergütung in radiologischen Praxen. Das Thema Coronakrise entwickelte eine heftige Dynamik, der man nur durch punktuelle aktuelle Newsletter gerecht werden konnte. Dort berichteten wir über die Versorgung mit Hygieneartikeln, die umständehalber knapp und teuer wie nie wurden, und über erste BestPractices in der Umorganisation der praxisinternen Prozesse. Diese erreichten uns über den Corona-Beauftragten der Conradia-MVZ, Professor Dr. Thomas Henzler, und auch telefonisch über viele Gespräche mit Radiologen und Praxismanagern aus Mitgliedspraxen. Das CuraProtect-Team erstellte eine von Anette Butzmann vertonte Hygiene- und Arbeitsschutzunterweisung Corona, die allen Mitgliedspraxen (nicht nur den CuraProtect-Praxen) zugänglich gemacht wurde. Da die Coronakrise so schnell nicht vorübergehen wird und die Gesundheitsbranche ganz schön durchgeschüttelt hat und dies immer noch tut, haben wir sie und das Thema Krisenmanagement in dieser Ausgabe zum Schwerpunkt gemacht (ab Seite 11).

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Zertifikat für kardiovaskuläre Bildgebung für Mitgliedspraxis Lahr

Nicht erst in Zeiten von Corona machen sich radiologische Praxen Gedanken zur Praxisentwicklung und zum Wachstum. Spezialisierungen helfen, sich von den Angeboten anderer Praxen oder auch Krankenhäusern abzusetzen. Profilierung gelingt dann, wenn tatsächlich besondere Kompetenzen vorhanden sind und diese auch nachgewiesen und entsprechend professionell kommuniziert werden.

 

Das Radiologie-Team Ortenau wurde erfolgreich als Zentrum für Kardiovaskuläre Bildgebung der Deutschen Röntgengesellschaft (DRG) zertifiziert und ist damit deutschlandweit eine der wenigen niedergelassenen Praxen, die diesen hohen Qualifizierungsstandard für kardiovaskuläre Bildgebung anbieten können. Im Südwesten Deutschlands steht nun neben dem Universitätsklinikum Freiburg und dem Städtischen Klinikum Karlsruhe in der Ortenau ein weiteres Zentrum für kardiovaskuläre Bildgebung zur Verfügung. „Mit den drei Modalitäten Herz-CT, Herz-MRT sowie der Szintigrafie des Herzens können wir das gesamte diagnostische kardiovaskuläre Spektrum mit jeweils hoher fachlicher Expertise abbilden“, sagt Dr. Achim Kircher, der sich auf die Herzdiagnostik spezialisiert hat und das Zentrum leitet. „Insbesondere an unserem Praxisstandort im Mediclin Herzzentrum Lahr arbeiten wir interdisziplinär mit Herzchirurgen und Kardiologen zusammen.“ Momentan absolviert die Radiologie dort zwischen zwei und fünf Herz-CT-Untersuchungen pro Woche mit steigender Tendenz. Diese Untersuchung wird zunehmend nachgefragt und ist für Dr. Kircher die Methode der Wahl zum Ausschluss einer koronaren Herzerkrankung zum Beispiel bei Mittvierzigern mit entsprechender Symptomatik. Dass die Herz-Schnittbild-Diagnostik keine Kassenleistung ist, schreckt ihn nicht weiter. „Die Patienten wissen, dass sie bei uns hochqualifizierte und schonende Diagnostik bekommen und der Herzkatheder in vielen Fällen vermeidbar ist.“ Diese gute Nachricht wird von der Praxis natürlich gezielt in den Medien und auch bei den Hausärzten platziert.

 

Die Kardio- ist neben der Brustdiagnostik der zweite medizinische Schwerpunkt der Ortenau-Praxis. Wie auch in der Prostatadiagnostik können sich Radiologen spezialisieren und ihre Spezialisierung über Q-Zertifikate der DRG nachweisen. Dazu müssen bestimmte CME-Punkte erworben und Fallzahlen nachgewiesen werden. Zurzeit gibt es in Deutschland nur vierzig zugelassene Zentren für Kardiovaskuläre Bildgebung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Foto: © Bettina Schaller

Fortbildungstipp: Arthroskopie- und Diagnostikkurs Wolkenstein

Gastbeitrag von Dr. Maik Götze, Mitgliedspraxis Lörrach

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Südtirol, Wolkenstein, Sellarunde – all das verbinden die meisten von uns mit Erholung und Lebensfreude in den Dolomiten, im Sommer wie im Winter. Dass man sich hier auch gezielt interdisziplinär fortbilden kann, ist vielleicht weniger bekannt. Schon zum 18. Mal fand vom 15. bis 22. Februar der Arthroskopie- und Diagnostik-Kurs Wolkenstein statt. Das Konzept des Erfahrungsaustausches zwischen Radiologen und Orthopäden hat sich bewährt und wird seit Jahren erfolgreich fortgesetzt.

 

Man muss im Ort schon ein wenig suchen, um das kleine Kulturhaus „Oswald von Wolkenstein“ zu finden. Kein großer Counter am Empfang und auch nicht der übliche Dresscode der großen Kongresse. Alles klein und überschaubar, kurze Wege und stets enge Kontakte zu allen Teilnehmern und Referenten. Es geht entspannt zu. Trotzdem ist alles perfekt organisiert, vom funktionierenden Scannen des Fortbildungsausweises bis zum Cappuccino aus der Cimbali-Maschine.

 

Auch 2020 gab es wieder täglich vormittags einen diagnostisch orientierten Kursteil im Erdgeschoss und parallel einen vorwiegend arthroskopischen Kursteil im Obergeschoss des Kulturhauses. Die wissenschaftliche Leitung hatten Roland Becker (Brandenburg), Hans-Martin Klein (Burbach) Wolfgang Nebelung (Düsseldorf) sowie Marco Zanetti (Zürich).

 

Für uns Diagnostiker sind die Vorträge der Experten der MSK-Radiologie aus Deutschland, der Schweiz und Österreich immer einen Besuch wert. Hier wird Bekanntes didaktisch sauber aufbereitet. Egal, wie lange man das Thema zu Hause schon beackert hat: Es findet sich immer wieder etwas Neues und Spannendes. Und die Vortragenden, deren Bücher man in der Praxis stehen hat und je nach Fragestellung zurate zieht, stehen jedem Teilnehmer vor Ort zum direkten Dialog zur Verfügung.

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