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Leipziger Allerlei 4.0 – beschaulich zu Wasser mit Ausklang in historischer Betonkulisse

Der 100. Röntgenkongress fand im Mai zum vierten Mal in Leipzig statt. Die Teilnehmer aus dem Radiologienetz konnten in diesem Jahr am Social-Event von Radiologienetz als launigem Auftakt des Kongresses teilnehmen und ein ganz anderes Leipzig als in den Vorjahren erleben. Wie auch der Röntgenkongress in diesem Jahr seine Historie und den (digitalen) Wandel in den Mittelpunkt stellte, lernten die rund 50 Teilneh­mer in den wenigen Stunden ganz neue Perspektiven des historischen und neuen Leipzigs kennen.

Auf drei kleinen Booten wurden sie unterhaltsam durch „Klein-Venedig“ und das einzigartige Industriegebiet Leipzigs geschippert. Dabei erfuhren sie Wissenswertes aus der Historie, Gegenwart und Zukunft der Stadtteile, an denen sie entlangfuhren, angereichert mit allerhand Anekdoten der Kapitäne.

Das nur wenige Tram-Minuten vom Leipziger Zentrum entfernt liegende grüne Paradies mit wunderbaren Was­ser­wegen, herrlichen denkmalgeschütz­ten Stadtvillen, zum Beispiel der des Reise­buchverlegers Fritz Baedeker, und renovierten Industriegebäuden, zum Beispiel des ehemaligen sächsischen Hoflieferanten und Textilunternehmens Mey & Edlich ist beeindruckend und absolut sehenswert. 100 Brücken, mehr als in Venedig, gäbe es hier, erzählt uns der leicht sächselnde Kapitän stolz. Die Abendsonne wärmt angenehm und taucht die Kulisse in ein wunderschönes Licht. An Bord wird diskutiert, ob man wahlweise lieber in einer der alten Villen oder in einem der kühleren Neubauten im Bauhaus-Stil, die sich wunderbar einfügen, oder vielleicht doch lieber in einer der coolen Loft-Wohnungen in den ehemaligen Industriegebäuden leben würde.

Irgendwann verschwindet dann die Sonne aus den beschaulichen Kanälen. Noch einmal unter der Carl-Heine-­Brücke in den Carl-Heine-Kanal und dann endet die Bootstour am Steg vor dem Stelzenhaus – einem Industriedenkmal der industriellen Moderne Leipzigs aus den 30er Jahren. Die ehemalige Wellblech­fabrik Grohmann & Frosch in Plagwitz wurde nach dem zweiten Weltkrieg als Volkseigener Betrieb (VEB Bodenbearbeitungsgerätewerk) genutzt und stand nach der Wende lange leer. Seit 2003 ist der Komplex restauriert und beherbergt Ateliers, Wohnungen und ein Restaurant.

Vom Wasser aus begrüßt die Bootfahrer zunächst eine etwas trostlose Betonsäulen-Architektur, die im Kontrast steht zu den pittoresken Aussichten der letzten 60 Minuten. 100 massive im Raster angeordnete Betonstützen tragen das Gebäude, von denen einige ins Wasser hineinragen. Der Kapitän erzählt, dass sich in Kriegszeiten hier Luftschutzräume verbargen und der Bereich immer noch gerne für Tatort- oder Soko-Leipzig-­Folgen als Kulisse genutzt wird, was sofort einleuchtet.

Innen ist es erstmal schön warm und dann gleichzeitig auch ziemlich cool. Ein Szene-Hauch weht in und um das Gebäude und gibt dem Event noch mal einen ganz neuen großstädtischen Akzent. Die Teilnehmer kommen mit Blick aufs Wasser wunderbar ins Gespräch und nehmen Perspektiven mit, die sie vielleicht aus Leipzig so noch nicht kennen. Ein gelungener Kongressstart mit Überraschungseffekten, so das allgemeine Feedback am Ende der Veranstaltung.

Ihre Ansprechpartnerin:

Eva Jugel
eju@curagita.com

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