Detection and characterization of small infarcts in the caudate nucleus on 7 Tesla MRI: The smart-MRI study

Journal of Cerebral Blood Flow and Metabolism (JCBFM), Vol.38, September 1018, S.1609-1617
R. Ghaznawi et al., Utrecht/Holland

Zerebrale kortikal und subkortikal gelegene kleine Infarkte können durch 1,5 T-MRT-Untersuchungen häufig nicht erkannt werden. Mit einem 7 T-MRT-Gerät konnten unter 89 Patienten bei 13 % (12 Patienten) im Nucleus caudatus 21 kleine Infarkte diagnostiziert werden. Mit einem 1,5 T-MRT-Gerät wurden nur bei sechs Patienten sieben Infarkte nachgewiesen.

Die zerebrale „small vessel disease“ (CSVD) geht einher mit einem kognitivem Verfall und stellt einen Risikofaktor für die Demenz dar. Bei Hirnautopsien zeigten sich in solchen Fällen kleine Infarkte mit einer Größe von 0,5 bis 1,5 mm. Diese Infarkte sind so klein, dass sie häufig durch eine konventionelle MRT von 1,5 T nicht sichtbar sind. Sie haben aber eine Häufigkeit von 43 % bei älteren Patienten und sind kortikal oder subkortikal gelegen. Für die Untersuchung mit einem 7 T-Gerät eignet sich besonders der Nucleus caudatus, da er paraventrikulär gelegen und besser vom umgebenden Gewebe abzugrenzen ist, im Vergleich zu der übrigen subkortikalen grauen Substanz.

In der vorliegenden Studie sollten Kriterien zur Detektion von kleinen Infarkten mittels eines 7 T-Gerätes erarbeitet werden. Außerdem sollte die Häufigkeit dieser kleinen Infarkte bei Patienten mit anamnestischer Atherosklerose ermittelt werden, und zusätzlich sollte die Detektionsrate von CSVD im Vergleich von 1,5 T- und 7 T-Geräten demonstriert werden.

Es wurden 23 Patienten mit asymptomatischer (z.B. bei Hochdruck) oder symptomatischer (z.B. bei KHE) atherosklerotischer Erkrankung aus einer SMART-Studie von 90 Patienten ausgesucht, die zwischen September 2012 und September 2013 mittels 1,5 T- und 7 T-MRT untersucht wurden.

Auf den 7 T-Bildern fanden sich zwei Infarkt-Typen: zum einen höhlenförmig abgegrenzte kleine Infarkte bei hypointenser T1-Wichtung, hyperintenser T2-Wichtung sowie hypointensem FLAIR-Bild mit hyperintensem Ring, zum anderen nicht höhlenförmige kleine Infarkte mit hypointensen T1-gewichteten, hyperintensen T2-gewichteten Bildern sowie hyperintensen FLAIR-Bildern.

Von den 90 Patienten der SMART-MRT-Studie wurden 21 kleine Infarkte im Nucleus caudatus bei 12 Patienten (13 %) nachgewiesen, wobei ein Patient fünf kleine Infarkte aufwies. Die durchschnittliche Größe der Infarkte betrug 5,2 mm (2,1-8,6 mm). 11 Infarkte wurden im Kopf, sechs im Körper und vier im Schwanzteil entdeckt.

Mittels 1,5 T-Gerät wurden sieben Infarkte bei sechs Patienten (7 %) nachgewiesen. Bei den 90 Patienten mit symptomatischer Atherosklerose erhielten die meisten Patienten (56 %) die beiden MRTs am gleichen Tag.

Es konnte gezeigt werden, dass durch die genannten Kriterien deutlich mehr kleine Infarkte mittels 7 T-Gerät erkannt werden konnten als mittels 1,5 T-Gerät.

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