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Schwarmintelligenz erleben und nutzen auf dem 11. Radiologentag

Save the Date: 22.–23. November

100 Praxen – 360 Mitgliedsradiologen – haben Sie schon einmal daran gedacht, wie oft die immer wiederkehrenden Aufgaben der Praxisführung und -entwicklung bereits von wie vielen Kollegen gelöst wurden?

„Schwarmintelligenz“ gehört zu den derzeit meistdiskutierten Schlagworten der Betriebswirtschaft. Es wird vermutet, dass eine große Gruppe intelligenter ist als die Summe ihrer Mitglieder – der Menge wohnt ein Zauber inne!

In diesem Jahr wollen wir auf dem Radiologentag mit allen Anwesenden die vorhandene Schwarmintelligenz nutzen. Kollektiv können in der Regel mehr Einflussfaktoren und Lösungsmöglichkeiten berücksichtigt werden, was häufig innovative Ideen und Lösungen hervorbringt.

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Medienberichte im Sommerloch: Aufreger Kontrastmittelpauschalen

Anfang August wurde in der Sendung Panorama und in der Süddeutschen Zeitung über das Kontrast­mittelpauschalsystem berichtet. Wie so oft schon war die Berichterstattung einseitig und tendenziös nach dem Motto „Sowieso schon reiche Radiologen bereichern sich an Kassen und Patienten.“

Nicht erwähnt wurde:

  • dass in den vergangenen Jahren bundesweit durch die Absenkung von Pauschalen und die Einführung von Ausschreibungen Margen zumindest aus Sicht der Kassen erfolgreich minimiert werden konnten,
  • dass Margen ohne Pauschalen in der Regel beim Handel oder der Pharmaindustrie hängen bleiben und nicht beim Radiologen, aber natürlich trotzdem existieren und vom Krankenversicherten mitbezahlt werden, wie alle Medizin- und Arzneiprodukte,
  • dass Radiologen gar keine Einflussmöglichkeiten auf das System haben, sondern sich mit den Vorgaben eines Systems arrangieren müssen. Im Pauschal-System agierende Radiologen handeln derzeit wirtschaftlich zum Wohle ihrer Praxis und damit auch ihrer Patientenversorgung.

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Bericht aus den Vollversammlungen der regionalen Netze

Ende Juni und Anfang Juli fanden bei hochsommerlichen Temperaturen die Vollversammlungen der regionalen Netze in Planegg, Heidel­berg, Ludwigsburg und Bergheim statt.

Ein Schwerpunktthema war die Berufspolitik, insbesondere die für Radiologen relevanten Punkte des im Mai in Kraft getretenen Terminservice- und Versorgungsgesetzes (TSVG), über die Curagita Honorar- und KV-Experte Carsten Krüger berichtete:

  • Extrabudgetäres Geld durch Terminvermittlung über die Termin­servicestelle (TSS) und Hausärzte: Er erläuterte, dass es künftig eine Pflicht zur Meldung von Terminen gäbe (wobei sich die Anzahl der freizuhaltenden Termine in Grenzen hielte, z.B. pro Arzt ein Termin pro Monat in Baden-Württemberg). Der Patientennutzen sei fraglich, da es sich in der Praxis wohl vorwiegend um Erstgespräche handeln könne, in denen dann Näheres (Untersuchung/Indikation) festgelegt würde, was weitere Wartezeiten für die Patienten nach sich zöge. Weiterhin berichtete er, dass die Dringlichkeit der Vermittlung von Terminen durch Hausärzte zeitlich mit innerhalb von vier Kalendertagen konkretisiert wurde. Am Ende erhalten die Radiologen für diese über die TSS oder die Hausärzte vermittelten Untersuchungen den EBM-Wert außerbudgetär. Der Vergütungseffekt sei jedoch nicht so positiv wie zunächst angenommen werden könnte, da die zusätzlichen TSS- und Hausarztfälle zu einer Bereinigung der Gesamtvergütung führen werden. Für die allermeisten KV-Regionen (so auch Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg) ist hier eine Bereinigung auf Praxisebene (nicht auf Fachgruppen- oder Versorgungsbereichsebene) zu erwarten. D.h. die Praxis muss einen Budgetrückgang in Kauf nehmen und diesen im zweiten Jahr durch TSS-/Hausarztfälle kompensieren. Oder, so führte Carsten Krüger aus, sie verzichtet auf die Abrechnung im ersten Jahr, da die Bereinigung nur einmalig nach dem ersten Jahr erfolgen soll. In Baden-Württemberg sei es aufgrund der HVM-Systematik (Verdünnerfälle) nicht ratsam, Röntgenuntersuchungen als ausbudgetierte Leistungen abzurechnen.
  • Wie schon mehrfach im Netz berichtet wurde, werden durch das TSVG Investoren bei ihren Unternehmungen im radiologischen Markt nicht aufgehalten. Die Beschränkungen, die mit dem TSVG in Kraft traten, betreffen nur zahnärztliche MVZ. Einfacher wird es für aussteigende Ärzte aus MVZ-GmbHs, die ihre Anstellungsgenehmigung und Gesellschafteranteile künftig an Nachfolger übergeben können. Diese wiederum können aus dem Angestelltenverhältnis (KH, Praxis, MVZ) kommen und müssen keine Vertragsärzte gewesen sein. Weiterhin interessant auch für Praxen: Die drohende Bedarfsprüfung beim Wechsel eines angestellten Arztes durch den Zulassungsausschuss wurde nicht umgesetzt.
  • EBM-Reform: Noch steht der Fahrplan, dass zum 30.9. ein neuer EBM im Bewertungsausschuss vorliegen und verabschiedet werden soll, der zum 1.1.2020 in Kraft tritt. Für Radiologen wird sich darin wahrscheinlich nichts verbessern. Wenngleich die technischen Leistungen angemessen vergütet werden sollen, stimmt es wenig optimistisch, dass die Basis der Kalkulation die Daten der Kostenstruktur des Statistischen Bundesamts sind und dass die Vergütung ab einem bestimmten Schwellen­wert mit zunehmender Menge sinken soll. Carsten Krüger führte aus, dass die Gefahr bestehe, dass sich alte EBM-Fehler wiederholen und die tatsächliche Kostenstruktur in der Radiologie nicht berücksichtigt wird. Da sich parallel zur EBM-Reform eine Kommission mit einem modernen Vergütungssystem (GOÄ/EBM) bis zum Jahresende beschäftigt und Vorschläge vorlegen soll, hält er es für wahrscheinlich, dass sich die EBM-Termine entsprechend weiter nach hinten verschieben werden. Im Nachgang zur Vollversammlungsrunde erreichte ihn die Nachricht, dass die KBV ganz aktuell davon ausginge, dass es zum 1.1.2020 zu einer „kleinen EBM-Reform“ kommt, bei der im Wesentlichen die Kalkulationszeiten angepasst werden. Die KV Hamburg schrieb ihren Mitgliedern im Juli explizit, dass dies Einnahmenrückgänge bei Radiologen und Nuklearmedizinern hervorrufen wird. Sobald sich diese Informationen konkretisieren und in Zahlen ausdrücken lassen, werden wir die Mitgliedspraxen informieren.
  • Eva Jugel berichtete – unterstützt von den anwesenden DeRaG-Aufsichtsräten – über den ersten KI-Hearing-Tag in Heidelberg. Die Idee einer Art Active Surveillance des Themas KI war im Fachbeirat entstanden. Insgesamt stellten vier Anbieter (Siemens, Philips, Mint Medical und Fuse AI) ihre Lösungen in je ca. zwei Stunden dauernden Einzelsessions vor. Fazit: Es sind zurzeit noch keine in der Praxis einsetzbaren KI-Geschäftsmodelle vorhanden, aber die Hersteller entwickeln mit Hochdruck und suchen vor allem Pilotkunden und Daten (siehe auch Artikel im letzten CuraCompact).

 

Neues aus der DeRaG

Anfang September eröffnet die Conradia Radiologie München einen weiteren Standort in der Nymphenburger Straße (Details siehe S. 17). Weiterhin haben die Gesellschafter der langjährigen Mitgliedspraxis Janné/Peters aus Kaiserslautern ihre Praxis an die DeRaG verkauft (siehe dazu S. 16).

 

Offener Austausch

Zunächst fand ein Austausch zum Thema Arzt-Patienten-Gespräch statt. Die Standpunkte zu diesem Thema werden unter den Anwesenden durchaus sehr unterschiedlich vertreten. Kritiker des Gesprächs merkten an, dass diese Gespräche schwierig zu führen sind, da die Patienten einfache Antworten möglichst mit Therapieempfehlungen erwarteten und dass durch den weitgehenden Verzicht auf das Gespräch der Praxisablauf unkomplizierter würde bei höherer Patientenzufriedenheit. Viele Anwesende waren jedoch der Meinung, dass für einen abschließenden Befund das Gespräch häufig einen hohen Beitrag leistet, der Radiologe überhaupt erst durch das Gespräch sichtbar wird und Patienten das Gespräch außerordentlich schätzen, was zu einer guten Mund-zu-Mund-Werbung beiträgt.

Anschließend fand ein Austausch zum Thema Aufklärung statt. Auch hier sind die Abläufe in den Praxen (wer führt wann die Gespräche) durchaus unterschiedlich. Auch wenn die Aufklärung nur mündlich erfolgen muss, ist eine Dokumentation in der Patientenakte sinnvoll, um im Bedarfsfall nachzuweisen, dass das Gespräch tatsächlich stattfand. Eine Unterschrift des Arztes auf dem Aufklärungsbogen ist dabei nicht unbedingt erforderlich.

Zuletzt wurde die Frage diskutiert, wie Praxen mit schlechten Bewertungen im Netz umgehen. Jeder Arzt kann sich sowohl bei Jameda als auch bei Google kostenlos registrieren lassen. Bei Jameda muss dafür ein Basiszugang bestellt werden. Dieser stellt sicher, dass Ärzte automatisch über Bewertungen informiert werden. Auf negative Bewertungen kann man als registrierter Arzt schnell reagieren. Negative Bewertungen, die nichtzutreffend sind oder schmähende Inhalte haben, werden zumindest bei Jameda erstmal offline genommen und es wird dann bei den Kommentargebern nachgehakt, was in häufigen Fällen dazu führt, dass die Patienten sich gar nicht mehr äußern und die Kommentare nicht wieder online gestellt werden. Jameda-Konten kann man auch aktiv als Marketingtool nutzen (wie das bspw. die Conradia in München mit dem Goldkonto für die ärztlichen Geschäftsführer macht) und sich entsprechend als Arzt/Praxis auf dem Portal präsentiert.

 

Sonstiges

  • CurAcademy: In Kooperation mit Siemens wird ein Hands-on-Workshop Tomosynthese am 18.10.2019 von 14:00 Uhr bis 18:30 Uhr im Haus der Radiologie angeboten. Es handelt sich um eine (werbefreie) Fachfortbildung unter Leitung einer radiologischen Oberärztin des Uni­klinikums Frankfurt, CME-Punkte werden angefragt, Teilnahme für Netzmitglieder ist kostenfrei.
  • CuraProtect: Bis 30.6. mussten die Strahlenschutzbeauftragten in den Praxen auf der Webseite des Bundesamts für Strahlenschutz Strahlenschutzregisternummern (SSR) für die Mitarbeiter radiologischer Praxen beantragen.
  • Radiologienetz lädt ein zu einem Netz-Social Event am Freitag, den 11.10. um 19:30 Uhr, gemeinsames Abendessen im Restaurant Urban Kitchen. Anlass ist das Henning Schilddrüsen-Symposium, anlässlich dessen einige unserer nuklearmedizinischen Netzmitglieder nach Heidelberg reisen.

 

Ihre Ansprechpartner:

DeRaG:
Dr. Johannes Schmidt-Tophoff
jst@curagita.com

Berufspolitik:
Dr. Michael Kreft
mik@curagita.com

Organisation Vollversammlung:
Eva Jugel
eju@curagita.com

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Leipziger Allerlei 4.0 – beschaulich zu Wasser mit Ausklang in historischer Betonkulisse

Der 100. Röntgenkongress fand im Mai zum vierten Mal in Leipzig statt. Die Teilnehmer aus dem Radiologienetz konnten in diesem Jahr am Social-Event von Radiologienetz als launigem Auftakt des Kongresses teilnehmen und ein ganz anderes Leipzig als in den Vorjahren erleben. Wie auch der Röntgenkongress in diesem Jahr seine Historie und den (digitalen) Wandel in den Mittelpunkt stellte, lernten die rund 50 Teilneh­mer in den wenigen Stunden ganz neue Perspektiven des historischen und neuen Leipzigs kennen.

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Conradia versorgt bis zu 200 Patienten am Tag in Dresden

Die Conradia vergrößert die Zahl ihrer Standorte mit einer neuen Praxis im sächsischen Elbflorenz, in Dresden. Seit Januar gehört das Team aus 24 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern (davon fünf Radiologen bzw. Nuklearmediziner) zum Verbund und sorgt dafür, dass die Bevölkerung der Dresdner Südvorstadt weiterhin mit neuesten Untersuchungsmethoden an modernen Geräten medizinisch versorgt wird.

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Geburtstage

Wir gratulieren herzlich den folgenden Mitgliedern:

März

• Rainer Kittmann
Radiologische Praxis Kittmann, München

• Dr. Michael Mork
Radiologie am Neumarkt, Neuss

• Dr. Georg Herrmann
Gemeinschaftspraxis für bildgebende
Diagnostik, Wertheim

• PD Dr. Hilmar Krapf
Radiologische Gemeinschaftspraxis
Metzingen-Reutlingen

• Dr. Heidemarie Braun
Radiologie Ettlingen

• Dr. Udo Bühring
Radiologische Gemeinschaftspraxis
Landau

• Dr. Axel Neumann
Gemeinschaftspraxis für bildgebende
Diagnostik, Wertheim

• Rolf Wiehn
Praxis für Radiologie und Nuklearmedizin,
Zweibrücken

• Dr. Kai Eichhorn
Radiologisches Zentrum Wiesloch

• Prof. Dr. Peter Hallscheidt
Radiologie Darmstadt am Alice-Hospital

• Dr. Josef Amann
Gemeinschaftspraxis für Diagnostische
Radiologie Mutlangen

April

• Dr. Günther Schneider
Radiologisches Zentrum Wiesloch

• Dr. Beate Kozak
Radiologie Brühl Zentrum für Radiologie
und Nuklearmedizin

• Dr. Anselm Pottmeyer
Radiologie Darmstadt am Alice-Hospital

• Dr. Wolfgang Stern
Radiologische Gemeinschaftspraxis
Schorndorf

• Dr. Stefan Schneider
Radiologische Gemeinschaftspraxis
in der ATOS Klinik, Heidelberg

• Dr. Michael Claus Peters
Radiologische Gemeinschaftspraxis,
Kaiserslautern

• Dr. Jörg-André Nickel
Radiologisches Institut
Hohenzollernstraße, Koblenz

• Rita Waldmann-Straub
Conradia Radiologie Völklingen

• Dr. Michael Knölker
Radiologische Gemeinschaftspraxis
Landau

• Dr. Florian Mehnert
Radiologische Praxis am Diakonie-
Klinikum Stuttgart

• Dr. Björn Kalka
Radiologische Gemeinschaftspraxis
Schorndorf

• Dr. Andreas Kleinholz
Radiologische Gemeinschaftspraxis
Ludwigsburg

• Dr. Marco Anders
Radiologische Gemeinschaftspraxis
Kaiserstraße, Heilbronn

• Prof. Dr. Thomas Henzler
MVZ Radiologisch-nuklearmedizinisches
Diagnostikzentrum Augustenstraße/
München

• Dr. Martin Kolb
MVZ Radiologie Karlsruhe

Mai

• Dr. Rolf-Peter Trappe
Radiologie am Neumarkt, Neuss

• Dr. Heimito Hermans
Gemeinschaftspraxis für Radiologie und
Nuklearmedizin Bad Tölz

• Dr. Christoph Hahn
Radiologische Gemeinschaftspraxis
Schorndorf

• Kathrin Söldner
Radiologisch-nuklearmedizinische
Gemeinschaftspraxis Stuttgart

• Dr. Andreas Leppert
Radiologische Gemeinschaftspraxis
am Stiftsplatz Kaiserslautern

• Dr. Tobias Schröter
Radiologische Praxis Dr. Tobias Schröter,
Potsdam

• Dr. Martin Dönges
radiologie team rur, Düren

• Anna Schübel
Radiologische Gemeinschaftspraxis
Kaiserstraße, Heilbronn

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Interview mit Praxis-Neueinsteigering Dr. Hannah Bannier

Mancher träumt schon als Student von der eigenen Praxis und schöpft aus der Aussicht auf eigene Räume und Patienten Motivation, Studium und Karriere zielstrebig voranzutreiben. Anderen ist es lieber, im angestellten Verhältnis zu praktizieren und die Arbeitsstunden und örtliche Bindung flexibel gestalten zu können.

Für Dr. med. Hannah Bannier, Fachärztin für Radiologie und Nuklearmedizin aus Backnang, war seit der ersten Vorlesung im Auditorium klar, eines Tages eine eigene Praxis zu führen. Diesen Traum hat sie zum 1. Januar 2018 mit der Übernahme einer radiologischen Gemeinschaftspraxis zusammen mit Herrn Dr. Hellmut Schürholz im Baden-Württembergischen Backnang verwirklicht. Inzwischen ist ein gutes Jahr vergangen und wir haben die frisch gebackene Praxisinhaberin gebeten, ihre Erfahrungen mit uns zu teilen.

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Zum Jahresende weiterer Standort der Diagnostik München an der ATOS Klinik

Nachdem 1991 die ATOS Klinik in Heidelberg gegründet wurde, war der Münchner Standort der zweite, der sich ganz nach dem ATOS-Motto „Spitzenmedizin und Spitzenservice“ um seine Patienten kümmert.

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