Conradia auf dem Weg zur modernsten Radiologie Berlins

In diesen Tagen sind die Umbauarbeiten am Conradia-Standort Berlin-Charlottenburg Stuttgarter Platz auf der Zielgeraden. Doppelte Quadratmeterzahl, drei nagelneue Schnittbild-Geräte und ein hochwertiges Praxisambiente im Conradia-Design machen den Standort zur „Flagship-Praxis“ von Conradia Berlin.

 

Seit Ostern waren die Umbauarbeiten am Stuttgarter Platz in vollem Gange. Der Standort der Conradia blieb für Patienten geschlossen. Sie machten Platz für Handwerker und Gewerke und wurden vorübergehend am nahegelegenen Bismarck-Karree behandelt. „Die Praxis ist in die Jahre gekommen und konnte das hohe Patientenaufkommen räumlich nicht mehr bewältigen“, führt PD Dr. Alexander Baur aus, der seit Januar zur Führungsmannschaft der Berliner Conradia gehört (siehe CuraCompact 1/20). „Wir freuen uns, dass es uns gelungen ist, auf derselben Etage Räumlichkeiten zu mieten und damit die Praxisfläche künftig zu verdoppeln. Außerdem rüsten wir gerätetechnisch auf und haben uns mit modernen Hightech-Untersuchungsgeräten ausgestattet, die uns schnellere und damit wirtschaftlichere Untersuchungen und präzisere Befunde ermöglichen.“

 

Ende April war es dann soweit: Es wurden gleich zwei neue Kernspintomographen in Empfang genommen. Die hochmodernen MRT der neuesten Generation (Ingenia Elition 3 Tesla und Prodiva 1,5 Tesla) kommen aus dem Hause Philips, ebenso der Incisive 64-Zeilen-Computertomograph, der den neuen Gerätepark komplettiert. Der Hersteller wirbt mit kürzeren Untersuchungszeiten, höherem Patientenkomfort und besserer Bildqualität. Das ärztliche Team vor Ort ist gespannt. „Das Preis-Leistungs-Verhältnis der Geräte hat am Ende überzeugt“, sagt Curagita-Prokurist Frank Vogel, der die Verhandlungen führte. Sein Team schaffte es auch, trotz widriger
Umstände in der Coronakrise, den ehrgeizigen Zeitplan für die Geräteeinbringung und die Umbauarbeiten einzuhalten. „Leider müssen wir auf eine größere Einweihungsfeier für das Conradia-Team und unsere Zuweiser wegen der Coronabeschränkungen erstmal verzichten“, bedauert Dr. Michael Kreft, der als DeRaG-Vorstand und Wahlberliner das Projekt von Anfang an begleitet hat. Natürlich hat er als DeRaG-Vorstand auch die Wirtschaftlichkeit im Blick. „Corona hat uns einen gehörigen Dämpfer versetzt, auch in Berlin. Trotzdem war die Zeit nach Ostern für die Standortschließung am Stuttgarter Platz ein nahezu perfektes Zeitfenster. Und wir sparen an anderer Stelle. So ist es uns beispielsweise gelungen, in Friedrichshain auf die Neuinvestition eines MRT zu verzichten, indem wir mit dem gegenüberliegenden Vivantes-Krankenhaus eine Kooperation eingegangen sind.“ „Zukünftig ist Conradia die modernste radiologische Großpraxis in Berlin“, gibt er sich daher selbstbewusst.

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Zwei neue Radiologen im Team der Conradia Dresden

Die Conradia Dresden arbeitet seit April in fünfköpfiger Ärzteschaft. Das Team durfte zwei erfahrene Radiologen im Team an der Elbmetropole neu begrüßen: Dipl.-Med. Igor Kats und Dr. med. Peter Begoff.

 

Interview mit Dipl.-med. Igor Kats

 

Dipl.-med. Igor Kats

CC: Herr Kats, wie wurden Sie am ersten Arbeitstag im Team begrüßt?

Hr. Kats: Ich wurde sehr freundlich von den Assistentinnen und Kollegen empfangen. Dr. Ralph Dalicho hatte ich bereits im Rahmen meiner Kontaktaufnahme mit der Praxis im Oktober letzten Jahres kennengelernt. Sicher war am 1. April die Situation mit Masken ungewöhnlich. Aber das tat dem Miteinander und Kennenlernen keinen Abbruch.

 

CC: Wo haben Sie davor praktiziert?

Hr. Kats: Vor sechsundzwanzig Jahren kam ich aus Moldawien nach Deutschland und habe nach einer Ausbildung am Städtischen Klinikum sowie der Diakonie in Karlsruhe fortlaufend in niedergelassenen Praxen gearbeitet, zuletzt in Pforzheim.

 

CC: Wie kam es zum Einstieg bei der Conradia in Dresden?

Hr. Kats: Ich kenne Curagita schon sehr lange und finde das Conradia-Konzept sehr spannend für Ärzte wie mich, die auf der Suche nach Verantwortung sind, sich aber nicht mehr traditionell niederlassen wollen. Im Oktober 2019 lernte ich Conradia Dresden kennen, das mir gleich von der überschaubaren Praxisgröße her zusagte. Eine noch kleinere Einheit im Osten der Republik mit viel Wachstumspotenzial und Support und Synergien durch die Einbindung in die inzwischen beachtlich große und professionell geführte Conradia. Die Übernahme der ärztlichen Geschäftsführung ist für mich eine Pionieraufgabe, in die ich mit Engagement, Ideen und Verantwortung starte.

 

CC: Hatten Sie denn bereits vorher eine Verbindung zu Dresden?

Hr. Kats: Ich war im Jahr 2000 das letzte Mal hier. Nach zwanzig Jahren Pause bin ich nun fasziniert, wie sich die Landeshauptstadt entwickelt hat. Dresden hat mich in seinen Bann gezogen. Dazu die Möglichkeit eines attraktiven Einstiegs in die Dresdner Conradia Praxis, das passte!

 

CC: Apropos, schildern Sie doch einmal, wie der Wechsel organisatorisch ablief.

Hr. Kats: Es ist alles ideal gelaufen. Durch die Unterstützung der zentralen Conradia-Personalabteilung in Hamburg und der Praxismanagerin Jana Liebers vor Ort waren alle Unterlagen für die Zulassung und den KV-Ausschuss schnell ausgefüllt und erledigt. Ich bin mobil, arbeite in einem tollen Umfeld – ich bin happy. Das Einleben in Dresden muss ich leider etwas langsamer angehen wegen der Einschränkungen durch Corona. Pläne gibt es schon: Ich möchte mich in der hiesigen Ärzteschaft engagieren und unter den russischsprachigen Kollegen vor Ort ein Format für unseren Austausch entwickeln. So kann ich Kontakte mit Kollegen knüpfen und mich Zuweisern vorstellen.

 

CC: Was sind Ihre Schwerpunkte und wie passt diese Ausrichtung zum Profil der Conradia in Dresden?

Hr. Kats: Schnittbildgebung ist eindeutig mein Spezialgebiet. CT inklusive Interventionen wie CT-gesteuerte Schmerztherapie, ebenso die muskuloskelettale Diagnostik, die onkologische Bildgebung sowie die Gefäßdiagnostik per MRT. Ich diskutiere gerne Fälle mit dem Team. Jeder soll seine Stärken einfließen lassen. Das umfasst auch das nicht-ärztliche Team. Ich beziehe auch die MTRA in die Diagnostik mit ein, um die Aufmerksamkeit für bestimmte Strukturen zu schärfen. Mein Vater war über 40 Jahre ein exzellenter MTRA und hat mir vieles erklärt. Dass das Fach mich so fasziniert, ist auch sein Verdienst.

 

CC: Nun haben Sie mitten in der Corona-Krise den neuen Job angetreten. Mit welchen besonderen Herausforderungen waren Sie seither konfrontiert?

Hr. Kats: Vor einem Monat waren weniger Patienten da. Die Zuweiserpraxen hatten geschlossen. Daher gab es weniger Überweisungen an die Radiologie. Glücklicherweise blieb unser Personal bisher gesund. Wir haben natürlich die notwendigen Schutzmaßnahmen sofort getroffen. Mit anderen Conradia MVZ sind wir jetzt per Videokonferenz im Kontakt. Das funktioniert gut.

 

CC: Wenn wir ein Jahr vorausschauen und wieder im Gespräch wären: Was möchten Sie dann erreicht haben?

Hr. Kats: Corona sollte hinter uns liegen und die Schlagzahl der Patienten wieder zugenommen haben. Ich möchte zum Conradia-Wachstum in Dresden einen Beitrag leisten. Wir müssen insbesondere die Terminvergabe optimieren: Kurzfristige Termine sind ein starkes Pfund, neue Patienten zu gewinnen. Vielleicht können wir im nächsten Jahr sogar über ein zweites MRT nachdenken!

 


Interview mit Dr. med. Peter Begoff

 

Dr. med. Peter Begoff

CC: Hr. Dr. Begoff, Sie arbeiten erst wenige Wochen in der neuen Praxis. Gibt es ein erstes Resümee?

Dr. Begoff: Hier in der Praxis laufen die Organisation, die Bestellung der Patienten, die Untersuchung und die Befundübermittlung effizienter als am Universitätsklinikum. Meine neuen nicht-ärztlichen Kollegen bzw. überwiegend Kolleginnen sind sehr engagiert und arbeiten routiniert. Die hiesigen MRT-Untersuchungsprotokolle sind super. Kleine Stellschräubchen erkenne ich bei der Aufnahmetechnik und den CT-Protokollen, die noch feinjustiert werden könnten. Der Austausch mit den ärztlichen Kollegen ist sehr gut. Und natürlich habe ich bei Conradia durch die Zentralfunktionen und gemanagten Prozesse eine Struktur, um die ich mich vorher selbst kümmern musste und die es mir nun ermöglicht, mich deutlich mehr auf fachspezifisch-radiologische Probleme zu konzentrieren.

 

CC: Was hat Sie dazu bewegt, die eigene Praxis an den Nagel zu hängen und die vollständige Selbständigkeit aufzugeben?

Dr. Begoff: Ich war zwanzig Jahre als niedergelassener Radiologe in eigener Praxis tätig, zuerst am St. Joseph-Stift mit zusätzlicher Leitung der Röntgenabteilung des Krankenhauses. 2010 habe ich meinen Praxissitz an das Dresdner Uniklinikum verlegt. Hier konnte ich meine fachlichen Erfahrungen insbesondere auf den Gebieten der Onkologie und seltener Erkrankungen nochmals hervorragend erweitern. Dieses Jahr habe ich meinen 65. Geburtstag gefeiert und mir dabei Gedanken gemacht, wie ich administrative Verantwortung – ich meine damit die lästige Bürokratie – abgeben kann, um gleichzeitig fachlich nochmal ein „bisschen Gas zu geben“. Ich kannte die Situation der Radiologie in Strehlen und sah mit dem Einstieg in das Conradia MVZ eine ausgezeichnete Möglichkeit, dieses zu realisieren. Am 1. April habe ich meinen Praxissitz in das MVZ eingebracht und somit den Standort Dresden-Strehlen gestärkt. Das Conradia-Konzept ist für mich auch eine gute Option, irgendwann meinen Ausstieg aktiv zu gestalten.

 

CC: Haben Sie Ihre Patienten von Striesen nach Strehlen mitgenommen?

Dr. Begoff: Ich hatte damit gerechnet, dass einige Mammographie-Patientinnen mir folgen werden. Nun erlebe ich es, dass sehr viel mehr Patienten mir treu bleiben. Das ehrt mich sehr.

 

CC: Inwiefern wirkt sich die Arbeit in einer Ärztegemeinschaft auf Ihren Untersuchungsschwerpunkt aus?

Dr. Begoff: Ich arbeite weiterhin auf allen Teilgebieten der diagnostischen Radiologie, wie konventionelle Röntgendiagnostik, Ultraschall, Mammografie, CT und MRT sowie schmerztherapeutisch. Da ich alles gleichermaßen gerne mache, habe ich keinen besonderen Schwerpunkt und kann theoretisch alle Patienten untersuchen bzw. behandeln.

 

CC: Wenn wir ein Jahr vorausschauen und wieder im Gespräch wären: Was möchten Sie dann erreicht haben?

Dr. Begoff: Ich wünsche mir ein sowohl fachlich wie auch menschlich hervorragendes oder wie es neuerdings heißt sozial kompetentes, überschaubares Team von ärztlichen Kollegen und Mitarbeitern, die sich in jeder Beziehung verstehen, und hoffe, hier meinen Beitrag leisten zu können. Dazu gehört auch, dass z.B. im Falle einer schwierigen oder problematischen Untersuchung jeder – und das jederzeit – sich bei einem Kollegen bzw. Kollegin einen Rat holen kann, d.h. dass wir uns gegenseitig fachlich uneingeschränkt in jeder Beziehung unterstützen – auch im Fehlermanagement. Bezüglich der technischen und apparativen Ausstattung sind wir vorerst ziemlich gut ausgestattet. Ein kleiner, wohl nicht realisierbarer Traum von mir wäre die Etablierung der Röntgenschmerz- bzw. Entzündungsbestrahlung, einem segensreichen Verfahren mit unglaublich dankbaren Patienten, welches leider ziemlich in Vergessenheit geraten ist und deshalb es kaum noch qualifizierte bzw. berechtigte Kollegen gibt, die diese Behandlung nach mir ausüben können bzw. dürfen.

 

CC: Herzlichen Dank an Sie beide und alles Gute!

 

Von der Pike auf: neue kaufmännische Geschäftsführerinnen in München und Dresden

Engagement und Führungskompetenz sind Eigenschaften, die Nicole Seyfried und Jana Liebers verbinden. Dazu noch eine nicht-ärztliche medizinische Grundausbildung sowie viele Jahre Berufserfahrung in der radiologischen Praxis. Beide führen nun die Geschäfte der Conradia mit: Jana Liebers am Standort Dresden, Nicole Seyfried in München.

 

Nicole Seyfried, Geschäftsführerin Conradia München und Conradia Schongau

Auch mit dreißig Jahren Berufserfahrung in der Tasche ist Nicole Seyfried nach wie vor absolut begeistert von der Radiologie. Sie schätzt das mannigfaltige Untersuchungsspektrum und die rasante Entwicklung der Diagnostik in all den Jahren. Die gelernte MFA übernahm schon in jungen Jahren die Leitung der Fachbereiche Kernspin- und Computertomographie an der Deutschen Klinik für Diagnostik in Wiesbaden. Als motivierender Teamplayer und ausgestattet mit der Fähigkeit, unternehmerisch zu denken und zu handeln, wurde Seyfried seit 2002 zunehmend mit Managementaufgaben betraut – zuerst in der langjährigen Radiologienetz-Praxis Kittmann.

Als Herr Kittmann 2019 an die DeRaG verkaufte und seine Praxis Teil der Conradia München wurde, war sie ganz vorne mit dabei bei der Standortverlegung bzw. Neueröffnung von Open MRT in der Nymphenburger Straße. Jetzt wird sie die Nachfolgerin von Sebastian Dieterle, der seinen Posten als Kaufmännischer Leiter in der Münchener Conradia-Geschäftsführung an sie abtritt. „Ich hätte nie gedacht, dass mich die Karriereleiter mal zur kaufmännischen Geschäftsführerin eines großen MVZ mit Handelsregistereintrag führen wird“, staunt sie selbst ein wenig über ihren im Praxismanagement durchaus ungewöhnlichen Werdegang.

Doch genau diese Aufgaben geht sie nun für Conradia München und Conradia Schongau an.

 

 

 

 

 

 

Jana Liebers, Geschäftsführerin Conradia Dresden

Fast ebenso ungewöhnlich wie die berufliche Entwicklung ihrer Conradia-Kollegin Jana Liebers in der sächsischen Elbmetropole. Man kennt und schätzt sie seit vielen Jahren in der Praxis als leitende MTRA. In der Ausarbeitung von Konzepten zur praktischen Umsetzung der Zielvorgaben helfen ihr besonders die praxisnahen Erfahrungen mit den Abläufen. Anders als früher gehe es jetzt nicht mehr darum, Investitionen hartnäckig zu erkämpfen, sondern diese mit Zahlen der Rentabilität zu begründen. In einer Einzelpraxis hätte sie sich die Geschäftsführung nicht zugetraut. Jana Liebers schätzt das hervorragende Netzwerk der Conradia: „Ich möchte mich für die tolle Zusammenarbeit mit den Heidelberger, Hamburger und Berliner Kollegen bedanken.“

Durch die neuen Radiologen Igor Kats und Dr. Begoff ist das Dresdner Ärzteteam auf vier Radiologen angewachsen. Die Herausforderung, die vorhandenen Ressourcen wie Geräte und Personal so zu planen, dass die vier Kassensitze gewinnbringend bespielt werden können, nimmt Liebers gerne an. Das bedeute zwangsläufig, die Öffnungszeiten deutlich zu erweitern ohne Effizienzverlust. Ihr Anspruch: diese Veränderungen nicht am Schreibtisch zu beschließen, sondern Arbeitszeitmodelle und Geräteauslastung gemeinsam mit dem Team zu entwickeln und umzusetzen. Besonders stolz ist sie auf die MRT-Taktung von 3,2 Patienten pro Stunde bei exzellenter Qualität. Voraussetzung dafür sei eine vorausschauende Personalplanung und das Beharren auf standardisierten Untersuchungsprotokollen. Da kann man sie auch recht leidenschaftlich erleben. Neben dem Personalmanagement gehören das Erreichen und Stabilisieren der Zielzahlen sowie Zuweiser-Management zu ihren Kernaufgaben. Radiologe Igor Kats, der ebenfalls neu von ärztlicher Seite mit in die Dresdner Geschäftsführung einsteigt, freut sich auf die Zusammenarbeit: „Die Leistung von Frau Liebers ist erstklassig. Sie hat ihre Finger immer am Puls der Praxis.“

In der Hoffnung, dass diese noch eher außergewöhnlichen Karrierewege in der radiologischen Praxis auch anderen Mut machen, wünschen wir den beiden Powerfrauen Nicole Seyfried und Jana Liebers einen guten Start und als Geschäftsführerinnen bestes Gelingen!

 

 


Ihr Ansprechpartner

Dr. Michael Kreft
mik@curagita.com

 

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DeRaG: Praxisführungsmodell der DeRaG beim Bundesgesundheitsministerium platziert

Wie schon in der letzten Ausgabe berichtet, plant das Bundesgesundheitsministerium (BMG) ein Gutachten über den Einfluss von Finanzinvestoren auf die radiologische Versorgung. Die Vorstände der DeRaG, Dr. Schmidt-Tophoff und Dr. Kreft, nutzten die Gelegenheit, auf das DeRaG-Modell als genossenschaftliche, von Ärzten betriebene Alternative zu den rein investorengetriebenen MVZ-Modellen, hinzuweisen. Es zeigt einen zukunftsfähigen eigenen Weg auf, der die für die weitere radiologische Versorgung nötigen Vorteile von MVZ nutzt, ohne auf Freiberuflichkeit zu verzichten, falsche Anreize zu setzen und Ärzte aus dem Markt zu drängen. Dies schrieben sie – wie schon in der letzten Ausgabe berichtet – in einen Brief an den Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. Dieser nahm den Faden prompt auf und stellte den Kontakt zum Gutachter-Team her. Das dreiköpfige Team besteht aus dem auf Gesundheitsrecht spezialisierten Professor Dr. Andreas Ladurner von der Hochschule Aalen, der Münchener Fachanwältin für Medizinrecht Professor Dr. Ute Walter sowie der Volkswirtin Professor Dr. Beate Jochimsen von der Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin, Mitglied des Sachverständigenrats zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen. Sie wurden vom BMG beauftragt, ein Gutachten über die rechtliche Weiterentwicklung des Leistungserbringertypus medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) zu erstellen.

 

Professor Ladurner nahm bereits Ende März Kontakt auf und zeigte sich sehr interessiert am in der Branche einzigartigen DeRaG-Modell. Da die Fragen, die sich ihm und seinen Mitstreiterinnen stellten, Themen umfassen, die auch innerhalb der Radiologenschaft immer wieder zur Diskussion und zu Nachfragen führen, stellen wir an dieser Stelle nochmal den begonnenen Dialog zwischen Gutachtern und DeRaG nach, der zwischenzeitlich auch im persönlichen Gespräch (Corona-bedingt via Web) fortgesetzt wurde.

Professor Ladurner:

Wie wird eine Einflussnahme der nicht-ärztlichen Gesellschafter („Fremdbesitz“) auf ärztliche Entscheidungen verhindert? In der Literatur wird insbesondere der Einfluss von Medizinprodukteherstellern auf vertragsärztliche Leistungserbringer kritisch bewertet. Wie wird in Ihrem Modell der Einfluss des Siemens-Konzerns als mittelbarer Mitgesellschafter beschränkt? Verfügen die nicht-ärztlichen Minderheitsgesellschafter über Sperrminoritäten, insbesondere in der einzelnen MVZ GmbH?

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BMG plant Gutachten über Einfluss von Finanzinvestoren auf die Versorgung – DeRaG positioniert sich als Alternative

Ende Januar berichtete der Ärztliche Nachrichtendienst über einen Artikel in der „Welt“.* Wieder einmal ging es darum, dass immer häufiger Investoren Arztpraxen aufkauften und dabei auf satte Gewinne spekulierten. Das habe unangenehme Folgen für Patienten und Krankenkassen, warnen KVen, Kassenvertreter und Gesundheitspolitiker. So hätten Zahnarztzentren in Investorenbesitz 2018 pro Patient rund ein Drittel höhere Kosten bei den Kassen abgerechnet als Praxen in Arztbesitz, berichtete die „Welt“ unter Berufung auf Angaben der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung. Zudem sei bei den Augenärzten in Baden-Württemberg die Zahl der ambulanten Operationen am grauen Star in den vergangenen zehn Jahren parallel zur Zunahme der Medizinischen Versorgungszentren um mehr als ein Viertel angestiegen.

 

Unter Bezugnahme auf die „Welt“ wurde weiterhin berichtet, dass 18.000 der 94.000 Fachärzte, die Kassenpatienten versorgen, mittlerweile als Angestellte von Medizinischen Versorgungszentren arbeiten. Rund 4100 MVZ seien seit der gesetzlichen Öffnung bereits entstanden. Hinter fast jedem sechsten dieser Zentren stünden Investoren.

 

Laut ÄND beabsichtigt das Bundesgesundheitsministerium nun, ein Gutachten in Auftrag geben. SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach fordert etwa, dem Verkauf von Arztsitzen an Finanzinvestoren einen Riegel vorzuschieben. Auch die AOK plädiere für Einschränkungen bei den Verkäufen. Ebenso warnt die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung seit Längerem vor den Folgen des Einflusses der Finanzinvestoren. Und der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, fürchtet, dass „konzernartige Strukturen“ entstehen könnten, die am Ende die freie Arztwahl der Patienten beschränken könnten. Von dem durch das Gesundheitsministerium angekündigten zeitnah zu beauftragenden „Gutachten zur Weiterentwicklung der rechtlichen Rahmenbedingungen“ erhoffe man sich Aufschluss über Zusammenhänge zwischen den Trägerstrukturen und der Versorgungsqualität.

 

Die DeRaG nutzte die Gelegenheit, um sich vor dem BMG als genossenschaftliches Praxismodell gegenüber den rein „investorengetriebenen MVZ-Modellen“ zu profilieren. Die DeRaG-Vorstände Dr. Johannes Schmidt-Tophoff und Dr. Michael Kreft schrieben in einem Brief an den zuständigen Staatssekretär: „Unser ‚genossenschaftliches‘ Modell weist einen zukunftsfähigen, eigenen Weg auf, der die für die weitere radiologische Versorgung nötigen Vorteile von MVZ nutzt, ohne auf Freiberuflichkeit zu verzichten. Wir vermeiden mit unserem Modell, dass die auch von uns erkannten falschen Anreize in der Versorgung geschaffen und Ärzte aus dem Markt gedrängt werden, und sehen unsere Aufgabe darin, radiologische Diagnostik flächendeckend zukunftssicher zu machen.“ Sie plädierten daher bei etwaigen künftigen Gründungsbeschränkungen für eine besondere Berücksichtigung bzw. Herausnahme von arztzentrierten, ärztlich mehrheitlich gehaltenen Versorgungsmodellen und boten an, das DeRaG-/Conradia-Modell persönlich vorzustellen.

 

* Quelle: https://www.aend.de/article/202617

 


 

Ihr Ansprechpartner

Dr. Johannes Schmidt-Tophoff
jst@curagita.com

 

 

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Erst Inputs vom Rednerpult, dann Outfits vom Laufsteg

Zuweisermarketing-Event in München

Kann man einen Marketingvortrag mit einer Fashion Show verbinden? Man kann. Den Beweis einer gelungenen Symbiose traten der Jameda-Gründer Markus Reif und das Corporate Fashion Label SAAT in München an.

In Kooperation mit der veranstaltenden Münchener Bank eG lud das Conradia-Team ausgewählte Zuweiser am 22. Januar in die Münchener Stadtmitte ein. Dort startete der Abend mit einem Vortrag zur Positionierung von Praxen in Online-Kanälen durch den Praxismarketing-Berater Markus Reif.

Anschließend ließen sich die Teilnehmer des Events von neuen Kreationen in Sachen modischer Praxis-Outfits inspirieren. Ein Leichtes ist es sicher nicht, im seriös-konservativen Umfeld der Praxis-Kleidung jenes gewisse Etwas zu finden, das den modernen Drive seiner Träger sowie einen eigenen Praxis-Look jenseits der üblichen uniformen Schnitte kreiert. Die jungen Designer von SAAT Corporate Fashion haben die anspruchsvolle Herausforderung mit durchdachten Details und modernen Passformen beantwortet – Oversize T-Shirts, Skinny White Jeans und lässige, an Jeansjacken erinnernde Kittel wurden miteinander kombiniert, gekrempelt, lässig reingesteckt oder eben gerade nicht.

Die Vertreter der Conradia nutzten den Anlass für kollegiale Gespräche jenseits der Agenda des Praxisalltags. Dabei bot der ungewöhnliche modische Praxisinput inspirierenden Gesprächsstoff und viel Vergnügen bei den Betrachtern des Ganzen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Ihre Ansprechpartnerin

Harriet Ammann
h.ammann@conradia.de

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Neues Mitglied der Geschäftsleitung in Berlin

PD Dr. Alexander Baur ist seit Januar Teil des Berliner Conradia-Teams. Er wird Mitglied der Geschäftsleitung an der Seite der Berliner Geschäftsführung Professor Dr. Thomas Henzler und Olaf Mallien mit dem Ziel, selbst Geschäftsführer zu werden.

Von den wissenschaftlichen Höhen des Charité-Olymps wagt sich der 36-Jährige in die Niederlassung in einem unternehmerisch fordernden Umfeld in Berlin. „Berlin musste es auf jeden Fall sein“, sagt der gebürtige Kölner, der seit inzwischen zehn Jahren in der Hauptstadt beheimatet ist und durch die Arbeit bei einer großen internationalen Unternehmensberatung unmittelbar nach dem Studium schon seine Lust auf herausfordernde Aufgaben bewiesen hat.

 

PD Dr. Alexander Baur

„Einige Kollegen aus der Charité haben sich für die Selbstständigkeit und Niederlassung entschieden, ich habe einen anderen Weg eingeschlagen“, erklärt er auf Nachfrage. Mit DeRaG-Vorstand Michael Kreft und dem kaufmännischen Geschäftsführer der Conradia Berlin, Olaf Mallien, stimmte dann gleich die Chemie. „Mich reizt die Möglichkeit, beim Aufbau und der Etablierung eines zukunftsweisenden Praxiskonzepts gestaltend mitwirken zu können. Dabei kann ich Verantwortung übernehmen, auf Erfahrungen und Wissen des Conradia- und Curagita-Teams zurückgreifen und durch den Erwerb von DeRaG-Aktien Miteigentümer werden in einem von mir gestaltbaren finanziellen Rahmen.“

 

Gestaltungskraft und -wille strahlt der Neue auf jeden Fall aus. Gleichzeitig aber auch Bodenhaftung und Bescheidenheit. „Ich komme von außen in ein heterogenes Team. Viele der ärztlichen Kollegen und Kolleginnen waren vormals erfolgreiche Praxisinhaber und haben in Bereichen Erfahrungen gesammelt und Kompetenzen entwickelt, mit denen ich in der Charité nie befasst war. Ich baue hier auf die Struktur der Conradia mit fachlicher Vernetzung und den Managementsupport durch Zentraleinheiten wie beispielsweise IT-, Geräte- und Beschaffungsmanagement.“

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Personalmarketing im Wartezimmer

Conradia hat wie alle anderen Player in der Gesundheitsbranche auch mit dem Fachkräftemangel zu kämpfen. Daher ist die Dauersuche nach geeigneten MTRA auch ein Thema für die vollen Wartezimmer der 25 MVZ-Standorte. Immerhin sitzen dort zumindest wertvolle Multiplikatoren. Ein schmaler Flyer passt in jede Handtasche und kann den Lieben daheim oder im Freundeskreis weitergegeben werden. Klingt zwar old fashioned, kann aber die Suche nach Arbeitskräften jenseits der Online-Kanäle wunderbar unterstützen. Wenn die Suche nach MTRA im Wartezimmer sicherlich nicht so einfach von Erfolg gekrönt wird, kommen vielleicht auch andere Zielgruppen mit den Angeboten in Kontakt. Conradia hat insgesamt drei Flyer entwickelt und spricht weiterhin Auszubildende für den Beruf der MFA sowie Quereinsteiger mit und ohne medizinische Ausbildung an. In der Kürze liegt die Würze: Vier Seiten zu produzieren und doch etwas über die Praxiskultur, die einen möglichen Einsteiger erwartet, zu sagen, das ist die Kunst.

 


 

Ihre Ansprechpartner

Till Wippermann
t.wippermann@conradia.de

Ludmilla Kijan
l.kijan@conradia.de

Adobe Stock Foto
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BMG plant Gutachten über Einfluss von Finanzinvestoren auf die Versorgung – DeRaG positioniert sich als Alternative

Ende Januar berichtete der Ärztliche Nachrichtendienst über einen Artikel in der „Welt“.* Wieder einmal ging es darum, dass immer häufiger Investoren Arztpraxen aufkauften und dabei auf satte Gewinne spekulierten. Das habe unangenehme Folgen für Patienten und Krankenkassen, warnen KVen, Kassenvertreter und Gesundheitspolitiker. So hätten Zahnarztzentren in Investorenbesitz 2018 pro Patient rund ein Drittel höhere Kosten bei den Kassen abgerechnet als Praxen in Arztbesitz, berichtete die „Welt“ unter Berufung auf Angaben der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung. Zudem sei bei den Augenärzten in Baden-Württemberg die Zahl der ambulanten Operationen am grauen Star in den vergangenen zehn Jahren parallel zur Zunahme der Medizinischen Versorgungszentren um mehr als ein Viertel angestiegen.

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Conradia präsentiert sich als sportmedizinischer Partner

„Sattelfest – Schwerpunkt Becken/Lendenwirbelsäule“ – dies war das Thema der sportmedizinischen Weiterbildung im Pferdesport, zu der Dr. Julia Schmidt, stellvertretende Leitung des UKE Athleticum, Initiatorin des Symposiums und Verbandsärztin des Landesverbandes der Reit- & Fahrvereine Hamburg e.V., am 16.11.2019 in die Räumlichkeiten der VIP Lounge des HSV im Hamburger Volksparkstadion eingeladen hatte. Vom Fallbericht über Verletzungsmuster, deren Behandlung bis zur Therapie funktioneller Beschwerden und Prävention durch Ausgleichssport sowie versicherungstechnische Aspekte: 145 Teilnehmerinnen und Teilnehmer (Ärzte, Physiotherapeuten, Reiter, etc.) erweiterten ihr Wissen beim 3. Sportmedizinischen Symposium im Reit- und Pferdesport.

 

Katja Jonsson, die bei Conradia Radiologie Hamburg für Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation zuständig ist, war erstmals mit einem Informationsstand vertreten und freute sich über viele interessante Kontakte, die sie auf dieser Veranstaltung knüpfen konnte. „Die persönlichen Gespräche, in denen ich die Conradia, das ärztliche Team und die Hightech Ausstattung der Standorte beschreiben konnte, waren sehr ermutigend. Jetzt müssen wir sehen, ob Kontakte zu Ärzten vertieft werden können und aus Interessenten tatsächliche Patienten oder Nachfrager von Präventionsleistungen bei Conradia werden.“ Ihr nächstes Ziel ist das fußballmedizinische Symposium des UKE im Januar. „Dort werden insbesondere auch viele Orthopäden erwartet“, weiß sie jetzt schon.

 

Ihr Ansprechpartner:

Dr. Michael Kreft
mik@curagita.com