TSVG kommt zum 1. Mai

Am 14. März hat der Bundestag das Terminversorgungs- und Servicegesetz verabschiedet, das zum 1. Mai in Kraft treten wird. Interessante Neuerungen für Radiologen sind unter anderem folgende:

  • MVZ: Nicht ärztliche Dialyse-Einrichtungen dürfen nur noch MVZ mit fachlichem Bezug zur Versorgung von Dialysepatienten gründen. Ausschließlich radiologische MVZ in der Hand dieser Einrichtungen sollten daher zukünftig nicht mehr möglich sein. Das genossenschaftliche DeRaG-Modell ist von den Neuerungen nicht betroffen und kann weiter wachsen. Auch die zwischenzeitlich im Entwurf angedachten Nachbesetzungen von Anstellungsgenehmigungen (z.B. nach Kündigungen von Ärzten) werden nun doch nicht jedes Mal vom Zulassungsausschuss auf Versorgungsnotwendigkeit geprüft, was den MVZ-Betreibern Zeit und administrativen Aufwand spart.

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Sinken ab dem 1. April die Praxiswerte?

In Berlin wird damit gerechnet, dass das Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) zum 1.4.2019 verabschiedet werden soll. Im Gesetzentwurf der Bundesregierung und des Bundestages sollen die nichtärztlichen Dialyseeinrichtungen als MVZ-Gründer ausgeschlossen werden, was die Wettbewerber der DeRaG treffen und sie zwingen würde, Krankenhäuser zu kaufen, um weiter wachsen zu können.

Sollten die Änderungswünsche, die der Bundesrat auf Intervention insbesondere der zahnärztlichen Institutionen einbrachte, jedoch noch Eingang in das Gesetz finden, würde das Radiologen, die ihre Praxisanteile in absehbarer Zeit verkaufen wollen, unmittelbar berühren. Die vom allerdings nicht das Gesetz verabschiedenden Bundesrat gewünschte Beschränkung der Gründungsberechtigung von MVZ wird investorengesteuerte Geschäftsmodelle deutlich erschweren – die Deutsche Radiologienetz AG (DeRaG) rechnet damit, dass derzeit aktive Aufkäufer („asset collectors“) ihr Interesse verlieren werden. Die so sinkende Nachfrage nach Praxen wird sich sehr stark auf die Kaufpreise auswirken, die für Praxen geboten werden. Zwar gilt Bestandsschutz für die heutigen MVZ, die in ihrer unmittelbaren Umgebung auch weiterwachsen können, aber die Gründung von neuen MVZ zum Kauf von Praxen wären, wenn das TSVG im Sinne des Bundesrats verabschiedet würde, aus heutiger Sicht beschränkt.

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Radiologienetz und Deutsche Radiologienetz AG

Gemeinsame Ziele – verschiedene Darreichungsformen?

 Am 15./16. Februar kamen 15 Radiologen in Heidelberg zusammen um auszuloten, wie sie das Radiologienetz weiterentwickeln wollen, in welchen Gremien diese Weiterentwicklung wie erfolgen soll und wie sich das Verhältnis von Radiologienetz und Deutsche Radiologienetz AG (kurz DeRaG) darstellt.

Es handelte sich um den radiologischen Fachbeirat von Radiologienetz, den radiologischen Aufsichtsrat der DeRaG und Curagita und interessierte Gast-Radiologen. Klar wurde nach Austausch und Diskussion:

  • Es gibt einen großen Unterschied an Wissen und Identifikation mit Netz und DeRaG zwischen den Pionieren und Mitgründern beider Gebilde und der jungen Generation von Radiologen, die erst in den letzten Jahren, z.B. über den Praxiseinstieg zum Netzmitglied wurden.

 

  • Radiologienetz wird von allen als lebendige und aktive Community und Think Tank für freiberufliche Radiologen wertgeschätzt. Durch Information und Austausch wird gemeinsam daran gearbeitet, den zu- künftigen Herausforderungen von Praxisunternehmern erfolgreich zu begegnen, wie Artificial Intelligence, Personalknappheit (Ärzte und Nicht-Ärzte), Realisierung von Kosten-/Einnahmesynergien, Telemedizin, Änderung der Gebührenordnung/Honorare.

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TK-Chef hält die „Quartalslogik“ bei den ärztlichen Abrechnungen für „völlig überholt“

Dr. Jens Baas, Vorstandsvorsitzender der Techniker Krankenkasse (TK), hat sich für eineÄnderung der Systematik bei der Vergütung der ärztlichen Leistungen ausgesprochen. Im Rahmen einer Überarbeitung des Vergütungssystems für Ärzte sollte man darüber nachdenken, ob man in der heutigen Welt wirklich noch Quartale braucht, erklärte er in einem Interview mit der „Märkischen Oderzeitung“.

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Sinken Praxiswerte ab 1. April?

In Berlin wird damit gerechnet, dass das Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) zum 1.4.2019 verabschiedet werden soll. Im Gesetzentwurf der Bundesregierung und des Bundestages sollen die nicht-ärztlichen Dialyseeinrichtungen als MVZ-Gründer ausgeschlossen werden, was die Wettbewerber der DeRaG treffen und sie zwingen würde, Krankenhäuser zu kaufen, um weiter wachsen zu können. Sollten die Änderungswünsche, die der Bundesrat auf Intervention insbesondere der zahnärztlichen Institutionen einbrachte jedoch noch Eingang in das Gesetz finden, würde das Radiologen, die ihre Praxisanteile in absehbarer Zeit verkaufen wollen, unmittelbar berühren. Die vom allerdings nicht das Gesetz verabschiedenden Bundesrat gewünschte Beschränkung der Gründungsberechtigung von MVZs wird investorengesteuerte Geschäftsmodelle deutlich erschweren – die Deutsche Radiologienetz AG (DeRaG) rechnet damit, dass derzeit aktive Aufkäufer („asset collectors“) ihr Interesse verlieren werden. Die so sinkende Nachfrage nach Praxen wird sich sehr stark auf die Kaufpreise auswirken, die für Praxen geboten werden. Zwar gilt Bestandsschutz für die heutigen MVZ, die in ihrer unmittelbaren Umgebung auch weiter wachsen können, aber die Gründung von neuen MVZ zum Kauf von Praxen wären, wenn das TSVG im Sinne des Bundesrats verabschiedet würde, aus heutiger Sicht beschränkt.

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Terminservice- und Versorgungsgesetz sieht Ausbau von Terminservicestellen und Sprechstunden vor

Das geplante Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) wird von vielen niedergelassenen Ärzten skeptisch gesehen, so die Einschätzung von Dr. Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV). Insgesamt herrsche bei vielen Ärzten „ein gewisses Unverständnis“ darüber, dass man sie mit einer verpflichtenden Erhöhung der Sprechstundenzeiten konfrontiere. Dabei störe nicht „die schiere Zahl, weil jeder weiß, dass Vertragsärzte deutlich mehr als 25 Stunden arbeiten, sondern die Tatsache, dass sich der Gesetzgeber in eine bundesmantelvertragliche Regelung einmischt“. Das TSVG wurde am 25. September 2018 vom Bundeskabinett beschlossen, der Bundesrat wird sich voraussichtlich am 23. November mit dem Entwurf befassen. Das Inkrafttreten des TSVG wird wahrscheinlich zum 1. April 2019 erfolgen.

Die wichtigsten Regelungen im Überblick:
I. Die Terminservicestellen (TSS) werden zu Servicestellen für ambulante Versorgung und Notfälle weiterentwickelt:
• Auch Terminvermittlung zu Haus- und Kinderärzten und Unterstützung bei der Suche nach dauerhaft behandelnden Haus-, Kinder- und Jugendärzten;
• über die bundesweit einheitliche Notdienstnummer 116117 an 24 Stunden täglich an sieben Tagen der Woche (24/7) erreichbar;
• in Akutfällen werden Patienten auch während der Sprechstundenzeiten an Arztpraxen oder Notfallambulanzen vermittelt;
• Rufnummer muss in künftiges System der gemeinsamen Notfallleitstellen integrierbar sein (Zusammenlegung mit 112);
• Online-Angebot zu Terminservicestellen (damit Termine nicht nur telefonisch, sondern auch online oder per App vereinbart werden können);
• KBV regelt in Richtlinie Näheres zur einheitlichen Umsetzung durch KVen.

II. Das Sprechstundenangebot in der Vertragsärzteschaft soll erhöht werden. Dazu soll das Mindestsprechstundenangebot der niedergelassenen Ärzte in der Zulassungsverordnung für Vertragsärzte (Ärzte-ZV) festgelegt werden:
• mindestens 25 Stunden pro Woche (Hausbesuchszeiten werden angerechnet);
• Kassenärztliche Vereinigungen (KVen) informieren im Internet über die Sprechstundenzeiten der Vertragsärzte;
• Arztgruppen der unmittelbaren und wohnortnahen Versorgung (z.B. konservativ tätige Augenärzte, Frauenärzte, HNO-Ärzte) müssen mindestens 5 Stundenpro Woche als offene Sprechstunde anbieten (ohne vorherige Terminvereinbarung); die Bundesmantelvertragspartner vereinbaren hier zeitnah Einzelheiten;
• KVen überwachen Einhaltung der Mindestsprechstunden (einheitliche Prüfkriterien und jährliche Ergebnisberichte an Landes- und Zulassungsausschüsse sowie Aufsichtsbehörden)

Meldungen aus der Gesundheitspolitik
Dieser Artikel stammt vomLeo Schütze Verlag, Herausgeber des „Schütze-Briefs“.
Curagita übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit dieser Informationen.

Ihre Ansprechpartner

Dr. Michael Kreft
mik@curagita.com

Carsten Krüger
ckg@curagita.com

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Praxiswebseite generiert mehr Privatleistungen mit Google Ads und SEO

Positive Wahrnehmung und gute Sichtbarkeit der Praxis und ihres Leistungsspektrums im Internet führen zu mehr Anfragen im privatmedizinischen Sektor. Mit einer Google Ads-Kampagne (ehemals Google Adwords) und Maßnahmen zur Suchmaschinenoptimierung arbeitet eine Praxis aus dem Radiologienetz daran, den Anteil an Privatleistungen im Gesamtvolumen stetig zu erhöhen und so dem hohen Wettbewerbsdruck in der Großstadt zu begegnen. Hier ein kurzer Einblick in das Projekt.

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Novellierung der GOÄ

Die Wissenschaftliche Kommission für ein modernes Vergütungssystem (KOMV) hat ihre Arbeit aufgenommen – unterdessen gehen die Beratungen in den Gremien der Bundesärztekammer (BÄK) zur Novellierung der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) weiter. Der 121. Deutsche Ärztetag hat im Mai der BÄK den Auftrag erteilt, die weit fortgeschrittenen Arbeiten an dem Entwurf zur Novellierung der GOÄ fortzuführen. Dies soll in enger Abstimmung mit den Landesärztekammern und unter Einbindung der Berufsverbände und Fachgesellschaften erfolgen.

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Kommission für ein modernes Vergütungssystem

Die Wissenschaftliche Kommission für ein modernes Vergütungssystem (KOMV) hat sich am 22. August 2018 im Bundesministerium für Gesundheit (BMG) konstituiert. Den Vorsitz hat Professor Dr. Wolfgang Greiner von der Fakultät für Gesundheitswissenschaften an der Universität Bielefeld übernommen. Stellvertretender Vorsitzender ist Professor Dr. Ferdinand Gerlach vom Institut für Allgemeinmedizin an der Johann-Wolfang-Goethe-Universität Frankfurt.

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Individuelle Gesundheitsleistungen

Der M2-PK-Stuhltest zur Früherkennung von Darmkrebs wird von den Krankenkassen bislang nicht vergütet und stellt eine Individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) dar. Aussagekräftige Studien zu Nutzen und Schaden des M2-PK-Test habe der IGeL-Monitor bei der Bewertung der Untersuchung nicht gefunden, teilte jüngst der Medizinische Dienst (MDS) des GKV-Spitzenverbandes mit. Die Bewertung dieser individuellen Gesundheitsleistung (IGeL) laute deshalb: „unklar“.

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