Direkt, online – Conradia Radiologie München lanciert Portal für Zuweiser

Seit Sommer bietet Conradia Radiologie München 50 Zuweisern einen sehr guten Service zur Bereitstellung von Befund- und Bilddaten. Erste Bilanz: positive Feedbacks und zunehmende Nutzung.

Zum besonderen Service für Zuweiser gehört die schnelle Bereitstellung von Befunden und Bildern. Die just-in-time Übermittlung der Daten in sehr guter Auflösung bietet dabei auf jeden Fall einen Mehrwert in der Kooperation. Insbesondere im großstädtischen Umfeld kann sie ein Pfund sein, um Zuweiser langfristig an die radiologische Praxis zu binden. Aber auch in weniger wettbewerbsintensiven Lagen hilft ein solches Portal, auf beiden Seiten, Radiologie und zuweisender Praxis, die Prozesse zu verschlanken und zu beschleunigen.

Wichtig bei der Einführung eines solchen Services ist natürlich die Kommunikation, um der Zielgruppe die Vorteilhaftigkeit schmackhaft zu machen und mögliche Berührungsängste oder Antrittshürden zu nehmen. Zunächst muss der Nutzen kommuniziert werden. Beispielsweise sind im neuen Portal auch die Datensätze aus den Voruntersuchungen der Patienten hinterlegt. Das heißt, dass Zuweiser künftig eine Art Archivfunktion durch das Portal haben und einfach auf Verläufe zugreifen können. Und in Sachen Usability haben sich die Entwickler ins Zeug gelegt – das Portal ist einfach im Handling, vielseitig kompatibel und entspricht neuesten Sicherheitsstandards auf dem Gebiet der Datensicherheit.

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DSGVO und der richtige Umgang mit Datenschutzpannen

Die Europäische Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), die im Mai 2018 vollumfänglich in Kraft getreten ist, hat offensichtlich zur erhöhten Sensibilisierung im Umgang mit personenbezogenen Daten beigetragen.

Eine einjährige Statistik, erhoben vom Landesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit (LfDI) Baden-Württemberg, hat ergeben, dass die Beschwerdezahlen im privaten Sektor um 30% und die Beratungsanfragen um 150% angestiegen sind.

Alarmierend sei die Anzahl der gemeldeten Datenpannen.

Diese habe sich seit Mai 2018 verzehnfacht, so war es einer Pressemitteilung (Stand Juni 2019) zu entnehmen.

Hierzu erklärt der Landesbeauftragte, Dr. Stefan Brink: „Gerade im medizinischen Bereich werden extrem sensible und schützenswerte personenbezogene Daten verarbeitet. Daher ist es hier besonders wichtig, dass mit diesen Daten sorgfältig und korrekt umgegangen wird. Technische und organisatorische Maßnahmen wie Datensicherung, Verschlüsselung, Schulung und Sensibilisierung der MitarbeiterInnen sind – wie in allen Bereichen, in denen mit personenbezogenen Daten umgegangen wird – ein unbedingtes Muss!“
Mit zunehmender Sorge beobachtet der Landesbeauftragte dabei die hohe Anzahl an Datenpannen in Arztpraxen. Vor allem Verschlüsselungstrojaner machten den Verantwortlichen hier zu schaffen. Daneben komme es häufig vor, dass Patientenberichte, Rezepte oder Röntgenbilder versehentlich an falsche Empfänger übermittelt werden.

Auch das Thema Digitalisierung spielt eine wichtige Rolle und wird in der Zukunft noch mehr in den Fokus rücken. Daher sind schon jetzt Maßnahmen zu ergreifen, um das Risiko für Praxen so gering als möglich zu halten und die Privatsphäre der Betroffenen zu schützen.

Was ist im Falle einer Datenpanne zu beachten?

Bei einer Datenpanne mit personenbezogenen Daten müssen neben der Meldung an den LfDI auch die Betroffenen selbst informiert werden. Die Meldefrist an die zuständige Behörde beträgt 72 Stunden nach Bekanntwerden dieser Datenpanne.
Allerdings unterliegt nicht jede Verletzung des Datenschutzes einer Meldepflicht nach Art. 33 DSGVO. Entscheidend ist, ob die Datenschutzverletzung zu einem Risiko für die Rechte und Freiheiten natürlicher Personen führt.

Eine Datenpanne nach Art. 33 DSGVO wird beim zuständigen Landesbeauftragten Ihres Bundeslandes online gemeldet. Auf dessen Internetseite finden Sie ein entsprechendes Meldeformular.

Datenschutzverletzungen nach Häufigkeit
• Postalischer Fehlversand
• Hackingangriffe / Malware / Trojaner
• Fehlversand von E-Mails
• Diebstahl eines Datenträgers
• Versendung einer E-Mail mit offenem Adressverteiler
• Verlust eines Datenträgers
• Fehlversand eines Faxes


Ihr Ansprechpartner:

Dirk Schäfer
Datenschutzbeauftragter
dis@curagita.com

RadioLogic – Praxisberatung, Praxisentwicklung | IV. Teil Kooperationen: sinnvoll oder belastend?

Immer mehr radiologische Praxen benötigen neue Konzepte und Modelle, um die sich zuspitzende Erlösproblematik sowie den damit einhergehenden Kostendruck erfolgreich bewältigen zu können. Auch vor dem Hintergrund knapper Personalressourcen und steigender Investitionskosten kann es sich lohnen, eine zukünftige Zusammenarbeit mit Dritten zu prüfen.

Zudem besteht seitens der Krankenhäuser vielerorts ein dringender Kooperationsbedarf, bedingt durch die hohen Leistungsumfänge (siehe nachfolgende Abbildungen), den gravierenden Fachärzte- und MTRA-Mangel, die meist unzureichende Fachkundeabdeckung und den zunehmenden Zwang zur Effektivität und Effizienz.

Dabei muss eine 24/7-Versorgung nicht ausschließlich über die radiologische Praxis erfolgen, lassen sich doch zur Sonderzeit anfallende Leistungen alternativ an externe Teleradiologieanbieter delegieren.

RadioLogic hat eine Vielzahl an Kooperationen initialisiert und umgesetzt sowie vielerorts bestehende Kooperationen im Auftrag seiner Kunden optimiert.

Die folgende Abbildung gibt zunächst einen Kurzüberblick über die gängigsten Kooperationsmodelle:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ist eine Kooperatione geplant, sollten im Vorfeld wichtige Fragen geklärt werden:

1. Anbahnung einer Kooperation:
Welche potenziellen Kooperationspartner kommen in Frage? Wie erfolgt eine optimale Ansprache? Welche Punkte sollten bei einer avisierten Anbahnung berücksichtigt werden?

Zentrale Kernaufgaben in dieser ersten Phase:
• Durchführung einer IST-Analyse und Prüfung des Kooperationsbedarfs.
• Erstellen einer Marktanalyse zur Identifikation möglicher Kooperationspartner.
• Vorbereitung strategischer Entscheidungen und Einleitung der erforderlichen Maßnahmen.
• Welche Zeitschiene ist realistisch?
• Professionelle Ansprache, Gesprächs- und Verhandlungsführung und/oder Unterstützung bei ersten Gesprächen.
• Ermittlung der Erwartungen/Vorstellungen auf der Gegenseite, z. B. hinsichtlich Kosten, Versorgung zur Sonderzeit, Zeitraum der Befundung, Besprechungen und Demos, Weiterbildung der KH-Ärzte etc.

2. Konzeptionierung inklusive Vertragsgestaltung und Verhandlungsführung:

In einem zweiten Schritt werden begleitende Modellrechnungen erstellt, welche sämtliche Veränderungen in den geplanten Szenarien abbilden und als wesentliche Verhandlungsgrundlage dienen. Diese simulieren mögliche Effekte aus Praxis- und Krankenhaussicht und bilden die Basis für die Ermittlung der Vergütungsregelungen. Zudem erfolgt das Aufsetzen umfassender, marktüblicher Vertragsentwürfe (z. B. Kooperations-, Nutzungs-, Mietvertrag).

Als beispielhafter Auszug der Berechnungen sind nachfolgend die zu ermittelnden, mindestens erzielbaren Erlöse aus Praxissicht abgebildet:

 

 

 

 

 

 

In der Konzeptionierungsphase sind u. a. die folgenden Fragen zu klären:

• Wie tief soll die Zusammenarbeit reichen?
• Erfolgt eine partielle oder vollständige Übernahme der radiologischen Versorgung für ein Krankenhaus?
• Kann eine Gerätemitnutzung realisiert werden, z. B. zur Steigerung des Auslastungsgrades? Wie erfolgt die sinnhafte Festlegung von Nutzungszeiten?
• Macht eine konsiliarische (sprich: ärztliche) Betreuung eines Klinikums Sinn?
• Oder soll eine teleradiologische Versorgung angeboten werden? Vielleicht auch über einen Drittanbieter zur Entlastung der eigenen Praxisärzte während der Bereitschafts-/Rufdienstzeiten.
• Wird eine engere Zusammenarbeit mit anderen Praxen oder Kliniken angestrebt, bis hin zur Fusion? Möglicherweise im Rahmen einer avisierten Nachfolgeregelung?
• Ist die Gründung einer Apparategemeinschaft angezeigt?
• Oder die Gründung einer gemeinsamen Radiologie-Gesellschaft, z. B. MVZ?
• Wie hoch ist der Personalbedarf und welche Geräte werden benötigt?
• Welche Vergütungsregelungen sollten/müssen vereinbart werden?
• Welche Auswirkungen ergeben sich hinsichtlich der Prozess-, Raum- und IT-Planung?
• Wie erfolgt die Vertragsgestaltung? Auch hier unterstützt Sie RadioLogic vollumfänglich, bei Bedarf mit fachjuristischer Expertise einer langjährig verbundenen Rechtsanwaltskanzlei im Medizin- und Vertragsrecht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bei bestehenden Kooperationsverträgen:

Wurden bereits Kooperationsverträge mit Dritten geschlossen, sollten die bestehenden Vereinbarungen regelmäßig professionell überprüft werden:
• Vertragsprüfung: Ist der Vertrag fair geschlossen?
Sind marktübliche Regelungen vereinbart?
Enthält der Vertrag Lücken, die es zu füllen gilt?
• Benchmarking der Vergütungssätze mit andernorts geschlossenen Vergütungsregelungen.
• Sind die Preise (noch) angemessen? Oder sollte eine Erhöhung der Sätze angestrebt werden (wie in der nachfolgenden Abbildung dargestellt)?
• Erfolgt eine vollständige Abrechnung auf Basis der Vergütungsregelungen?
• Werden alle relevanten Ziffern nach GOÄ oder EBM abgerechnet?
• Gibt es Alternativmodelle zur bestehenden Kooperation?
• Können sonstige potenzielle Kooperationspartner identifiziert bzw. angesprochen werden?
• Wann kann der Vertrag ordentlich gekündigt werden? Gibt es eine Möglichkeit zur außerordentlichen Kündigung?
• Prüfung einer teleradiologischen Kooperation zur Entlastung der Praxisärzte während der Bereitschafts- bzw. Rufdienstzeiten.
• Unterstützung bei anstehenden Vertragsverhandlungen (Verlängerung der Kooperationslaufzeit, Anpassung der Vergütung, Neuanschaffung von Geräten etc.)

Gerade bei einer zu erwartenden Erlösminderung bzw. der zu erwartenden, weiteren Steigerung der Kosten lohnt es sich zu prüfen, ob auf Basis der geschlossenen Verträge eine Neuverhandlung mit Anpassung der Vergütungssätze möglich ist. Häufig ist die Voraussetzung hierfür erfüllt, falls sich die wirtschaftlichen Gegebenheiten seit der Vertragschließung (nicht selten unerwartet) verändert haben.

Hierzu ermittelt RadioLogic, welcher Anpassungen es bedarf und welche Vergütungssätze erforderlich sind, um den Praxiserfolg langfristig zu sichern.

Unser Fazit: Kooperationen lohnen sich, nutzen Sie diese Potenziale. Neben den direkten, wirtschaftlich positiven Aspekten führt dies auch zu einer mehr als deutlichen Steigerung des Praxiswertes.

Gern begleitet Sie RadioLogic bei Ihren Überlegungen hinsichtlich Kooperationen.

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Qualitätsmanagement in der radiologischen Praxis – was bringt ein externer Dienstleister?

Daniel Ellwanger, Leiter des CuraProtect Teams bei Curagita im Gespräch mit Philipp Grömminger (Plus Quality GmbH)

Ellwanger: Herr Grömminger, Sie sind Berater für medizinische Einrichtungen unter anderem zum Thema QM – welchen fachlichen und beruflichen Hintergrund haben Sie?

Grömminger: Ich habe zunächst Chemie studiert, war dann einige spannende Jahre in der Unternehmensberatung tätig und bin 2014 bei Plus Quality, dem Unternehmen, das meine Mutter aufgebaut hat, eingestiegen. Als gelernte Arzthelferin und später als QMB in der Radiologie hatte sie früh erkannt, dass QM ein gutes Thema für eine eigene unternehmerische Tätigkeit ist.

Ellwanger: Nun liegt der Einführungshype Qualitätsmanagement in Arztpraxen ja bereits hinter uns. Bei vielen Praxen läuft das in Eigenregie ganz rund. Wozu braucht man noch externe QM-Beratung durch Sie?

Grömminger: Wir bringen als externe QM-Profis den Blick von außen, unser Wissen ist immer up to date und wir stärken die in den Praxen mit dem Thema betrauten Ärzte und Mitarbeiter. Es gibt nach wie vor sehr viele Praxen und medizinische Einrichtungen, die für QM nicht viel Zeit und Wertschätzung übrighaben.

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CuraFuture – das Erfolgsprojekt CuraTop wird mit Siemens fortgesetzt

Am 7. November unterschrieben in Erlangen Dr. Stefan Schaller, Chef von Siemens Healthineers, und Dr. Johannes Schmidt-Tophoff und Frank Vogel von Curagita einen neuen Rahmenvertrag für die Beschaffung und Vollwartung von Siemens-Geräten bei Conradia und im Radiologienetz. Damit wird der erfolgreiche CuraTop-Vertrag in leicht abgeänderter Form fortgesetzt. Ein Gespräch mit Frank Vogel, dem verantwortlichen Curagita-Prokuristen zum neuen Kooperationsvertrag und zu Verbundvorteilen für Netzmitglieder bei Siemens und anderen Herstellern.

CC: Herr Vogel, CuraFuture, CuraTop – was bezeichnen diese Begriffe und welche Vorteile für Mitgliedspraxen lassen sich damit verbinden?

Frank Vogel: Der neue CuraFuture ist sozusagen das „Happy End“ unserer intensiven Verhandlungen mit Siemens zur Fortsetzung der Rahmenvereinbarung CuraTop, die von Siemens zum Ende dieses Jahres gekündigt wurde. „Happy“ deshalb, weil die CuraTop-Verträge für rund 145 Großgeräte in den Conradia MVZ und in den Mitgliedspraxen von Radiologienetz einen finanziellen Vorteil von ca. 10 Millionen Euro über die Laufzeit von 10 Jahren für die Beteiligten realisieren. Und das auf zuvor verhandelte Vollwartungskonditionen! Da war und ist Luft drinnen, die ein einzelner Radiologe in der Regel so nicht verhandeln kann und die mancher Praxis fünfstellige Beträge pro Jahr in die Kasse gespült haben. Das klappt nur als große Gruppe und so werden wir inzwischen ernst und wahrgenommen! Nach der aus unserer Sicht unnötigen Kündigung des CuraTop-Rahmenvertrags sind wir nun umso zufriedener mit dem Ergebnis der Neuverhandlungen: CuraFuture, den Praxen für ihre neuen und auch ihre Bestandsgeräte ab 1. Januar abschließen können.

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PKV-Workshop der CurAcademy
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Workshop Privatabrechnung radiologischer Leistungen

Aufgrund der großen Resonanz fanden im August in Heidelberg gleich zwei Workshops zur radiologischen Privatabrechnung im Rahmen der CurAcademy statt. Zusätzlich zur geplanten Agenda konnten die Teilnehmer vorab ihre konkreten Fragen zur Privatabrechnung stellen, was von einigen auch gemacht wurde. Die Referentin Angelika Denk betreibt in München ein eigenes Abrechnungsbüro, ist jedoch auch überregional in anderen Bundesländern für radiologische Praxen tätig. Durch ihre langjährige Tätigkeit ist sie ausgewiesene Expertin für die radiologische Privatabrechnung.

Wer glaubt, dass es in Sachen Privatabrechnung nichts Neues mehr gibt, der kann sich täuschen. Vielfach wird zum Beispiel auf den Ansatz der Ziffer 75 generell verzichtet. Für diese wie für andere allgemeine Ziffern und Zuschläge (wie B, C, D) gilt, dass sie verhältnismäßig niedrig bewertet sind, so dass es sich scheinbar kaum lohnt, über ihre Verwendung nachzudenken oder durch ihren Ansatz viele telefonische Beschwerden der Patienten zu riskieren. Hier erläuterte Frau Denk noch mal genau, unter welchen Voraussetzungen der Ansatz berechtigt ist. Schließlich kann auch durch gering bewertete Ziffern dann, wenn sie regelmäßig richtig angesetzt werden, ein nicht ganz unbeträchtlicher Betrag zustande kommen. In der sich anschließenden Diskussion wurden die Unterschiede zwischen den privaten Krankenversicherungen thematisiert. Dabei wurde deutlich, dass es bei den Versicherungen teilweise auch Unterschiede zwischen einzelnen Bundesländern gibt.

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Hygienebeauftragter in der (radiologischen) Praxis – warum?

Das Bewusstsein und Wissen um die Bedeutung eines sicheren und professionellen hygienischen Vorgehens hat zunehmend an Bedeutung gewonnen. Die Öffentlichkeit und auch die Medien reagieren höchst sensibel auf die Auswirkungen von Fehlern im hygienischen Handeln.

Seit einigen Jahren vollzieht sich ein Wechsel der gesetzlichen Rahmenbedingungen und länderspezifischen Verordnungen hinsichtlich der Anforderungen an die Qualität in allen Einrichtungen des Gesundheitswesens – somit auch in Arztpraxen, Einrichtungen des ambulanten Operierens, medizinischen Versorgungszentren und Dialysezentren.

Auch durch den Anstieg nosokomialer Infektionen mit multiresistenten Erregern nimmt die Hygiene und Infektionsprävention im gesamten Gesundheitswesen an Bedeutung zu. Insbesondere die Erfahrungen bei Erregern mit speziellen Resistenzen und Multiresistenzen zeigen, dass deren Verbreitung nicht an der Pforte von Krankenhäusern endet. Der steigende Anteil multimorbider sowie abwehrgeschwächter hochbetagter Menschen stellt auch die ambulante Praxis vor neue Herausforderungen.

Hygienebeauftragte in der ambulanten Praxis helfen in ihrer Funktion, kritische Hygieneprozesse zu erfassen, zu analysieren und die Praxisleitung fundiert zu unterstützen. Sie sind an der Erstellung von Hygieneplänen beteiligt und setzen sich für die Umsetzung eines effektiven Hygienekonzepts ein. Sie sind Mittler zwischen Praxisleitung, Hygienefachkraft und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die die Maßnahmen der Hygiene in ihrem Berufsalltag umsetzen.

Maßgeblich für die Hygiene in medizinischen Einrichtungen sind neben dem Infektionsschutzgesetz die gemeinsamen Empfehlungen der Kommission für Krankenhaushygiene, die Infektionsprävention des Robert Koch-Instituts und die KRINKO-Empfehlung „Personelle und organisatorische Voraussetzungen zur Prävention nosokomialer Infektionen“ sowie die jeweiligen Länderverordnungen in der sogenannten Verordnung über die Hygiene und Infektionsprävention in medizinischen Einrichtungen (HygMedVO).

Hygiene dient in der Arztpraxis als primäre Prävention von Infektionen bei der Patientenversorgung. Die Verantwortung für die Hygiene obliegt der ärztlichen Leitung einer Praxis. Die ausgebildete Hygienefachkraft unterstützt diese in der Umsetzung hygienischer und damit qualitätssichernder Maßnahmen. Daher wird auch für Praxen die Ernennung und Ausbildung von Hygienebeauftragten zur Qualitätssicherung und zur Vermeidung von Infektionsrisiken unter anderen von folgenden Institutionen dringend empfohlen:

  • der KVB
  • der AG Praxishygiene der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH)
  • in der „Leitlinie für den Hygienebeauftragten in der Arztpraxis“ der VHD (Vereinigung der Hygienefachkräfte der Bundesrepublik Deutschland e.V.)

Die Ausbildung befähigt Hygienebeauftragte dazu, die Hygiene durch Maßnahmen zur Erkennung, Verhütung und Bekämpfung von Infektionen zu verbessern und die Gesundheitsrisiken für Patienten und Mitarbeiter zu minimieren. Dadurch stellt sich eine Praxis entsprechend gut auf, falls es zu einem Vorfall bzw. einer Kontrolle durch das Gesundheitsamt kommen sollte. Hygienebeauftragte sind verpflichtet, sich in mindestens zweijährigem Abstand fortzubilden.

 

CurAcademy: Zertifizierte Weiter­bildung zum/r Hygienebeauftragten in der radiologischen Praxis

4.–7. März 2020 in Heidelberg

Die dreieinhalbtägige Weiterbildung zum Hygienebeauftragten in der radiologischen Praxis wurde speziell für die Radiologie konzipiert und ist in hohem Maße praxisorientiert. Sie hat das Ziel, den Teilnehmern die Grundlagen der Hygiene und des Hygienemanagements in der radiologischen Praxis zu vermitteln, sowie sie in die Lage zu versetzen, in Absprache und unter Führung des verantwortlichen Radiologen, selbstständig das Hygiene­konzept der Einrichtung zu pflegen und zu überwachen. Kursleiter ist Dr. Helge Hanitzsch.

Weitere Informationen finden Sie in unserem Veranstaltungskalender!

Anmeldungen ab sofort
netzmanagement@curagita.com

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Patienteninformation zum Datenschutz in der Praxis auf Englisch verfügbar

Praxen sind verpflichtet, ihre Patienten über die Verwendung erhobener Daten zu informieren. In der Regel hat dies zum Zeitpunkt der Datenerhebung zu erfolgen. Die Mitteilung erfordert in erster Linie Angaben zum Zweck sowie zur Rechtsgrundlage der Datenverarbeitung. Auch die Kontaktdaten der Praxis und gegebenenfalls des Datenschutzbeauftragten sind aufzuführen.

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Gut für die Umwelt: Conradia Radiologie München recycelt Iod

Die Europäische Kommission plant eine Ausweitung der Umweltüberwachung. Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) hat mit der AG Umwelt 2019 eine Initiative zur effektiven Reduktion von Einträgen aus Arzneimittelrückständen in die Gewässer gegründet. Jetzt engagiert sich auch die Conradia für eine bessere Ökobilanz.

Die Radiologie München startet in Planegg ein Pilotprojekt zum Iod-Recycling. Seit diesem Jahr nimmt der Standort den kostenlosen Service der GE Health­care in Anspruch, um unkontaminiertes Röntgenkontrast­mittel (AccupaqueTM und VisipaqueTM) in eine Wiederverwertung zu bringen. Damit leistet die Conradia einen Beitrag zur Schonung der nicht-erneuerbaren Ressource Iod.

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Praxismarketing mit Social Media: Viele Netzwerke, viele Möglichkeiten

Im Zuge der Digitalisierung ist die Präsenz von vielen Unternehmen in den sozialen Netzwerken längst keine Seltenheit mehr. Im Gesundheitswesen sieht das anders aus. Obwohl Social Media seit einiger Zeit Teil unseres alltäglichen Lebens ist, haben viele Einrichtungen in dieser Branche noch immer Vorbehalte zu Facebook und Co.

Doch die diversen Social-Media-Kanäle bieten tolle Möglichkeiten für die Patientengewinnung und -bindung sowie zum Teilen von aktuellen Informationen zu Ihrer Praxis. Seien Sie sich sicher: Ihre Patienten, Konkurrenten und Mitarbeiter nutzen die sozialen Netzwerke. Viele Menschen informieren sich inzwischen sogar schon vor dem ersten Besuch über Ihre Praxis und Leistungen. Daher bieten sich soziale Netzwerke als ideales Sprachrohr zum Austausch und zur ersten Kontaktaufnahme mit Ihren Patienten an. Zudem können Sie dank eines Social-Media-Profils ganz nah an Ihrer Zielgruppe dran sein und herausfinden, welche Themen für sie von Interesse sind.

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