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Ob Jobwechsel oder Praxispartner-Vermittlung – Erfahrung und Fingerspitzengefühl zählen / Bewerberpool

Frederik Brenner ist seit Jahren bundesweit für Radiologinnen und Radiologen bei der Stellensuche und -besetzung im Einsatz. Er zieht gezielt die Strippen seines Netzwerks, um für Klienten die richtige Stelle zu finden und vice versa den passenden Kollegen/die passende Kollegin ins Team zu holen.

 

Der Stellenmarkt für Radiologinnen und Radiologen in Deutschland ist ein „Verkäufermarkt“. Viele freie Stellen stehen wenigen suchenden Ärzten zur Verfügung. Das ist nicht einfach für die Praxen, die angestellte Ärzte oder nachfolgende Partner besetzen wollen. Aber auch diejenigen, die ihre Fühler in Richtung Praxis ausstrecken, finden oft nicht auf Anhieb die passende Stelle. Oder – und das ist für alle Beteiligten unangenehm – stellen nach kurzer Zeit fest, dass man sich geirrt hat und wieder auseinander geht. Herauszufinden, was geboten und gesucht wird – sowohl in fachlicher Hinsicht als auch bezüglich der persönlichen Gestaltungsmöglichkeiten und der Arbeitsbedingungen (und hier ist der finanzielle Aspekt nur einer von vielen!), ist gar nicht so einfach. Hier setzt Frederik Brenners Ansatz an. Er hat den Anspruch, den oder die richtige/n Bewerber/Bewerberin in die passende Praxis zu vermitteln mit langfristiger Zufriedenheit bei allen Beteiligten.

 

Die zweifelsohne ausgezeichneten Kompetenzen und Erfahrungen seiner Klienten ergänzt Brenner um geeignete, oftmals zusätzlich gewinnbringende Empfehlungen. Vertrauen hat er sich konsequent erarbeitet. Das zählt für Stellensuchende wie Anbieter. „Es geht nicht überwiegend darum, was Sie können oder anbieten. Wer Sie sind und was Sie möchten, steht im Mittelpunkt.“ Brenner bringt neue Perspektiven in den Suchprozess. Er betrachtet sich als außenstehende Vertrauensperson seiner Mandanten, welche er auf ihrem gewünschten Weg begleitet. Seine Kompetenzen beschreibt der Diplom-Kaufmann mit „hören, verstehen, finden, begleiten und vereinbaren“.

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EBM-Reform und leere Praxen

 

 

 

 

 

Ihre Analyse & gezielte Gegenmaßnahmen

 

Sehr geehrter Herr Kollege,

seien wir ehrlich, bislang ging es uns in den radiologischen Niederlassungen gut. Zugegeben – über viele Dinge kann man sich trefflich ärgern, und Ungerechtigkeiten prägen den Alltag der Praxen schon sehr lange. Jedoch – das kleine Virus nimmt von jetzt auf gleich vielen Praxen im wahrsten Sinne des Wortes „die Luft zum Atmen“, und die bereits gültige EBM-Reform tut ein Übriges. War bislang der Blick auf das Bankkonto für eine erste Übersicht, ob es gut läuft, vielleicht ausreichend, muss plötzlich viel genauer gerechnet werden, und nicht wenige Praxen geraten ins Trudeln. Deshalb wenden wir uns heute als aus der Praxis kommendes Beratungsunternehmen an Sie, um gemeinsam mit Ihnen einen Weg aus diesem Dilemma zu finden.

 

Worum geht es?

 

 

Was muss momentan getan werden? Welche Ansätze gibt es, die erwähnten Themen in eine wirkungsvolle und nachhaltige Lösung zu überführen?

Zunächst gilt es, den tatsächlichen Stand Ihrer Praxis mit einer bewährten und methodisch klaren Systematik zu analysieren. Aus dieser Analyse muss ein eindeutig formulierter Maßnahmenkatalog abgeleitet werden, welcher Eingang in einen klar strukturierten Optimierungsplan findet. Wichtig ist: Jetzt gehört alles auf den Prüfstand!

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Vom Seminar zum Flexinar: CurAcademy setzt Coaching-Programm neu auf

Die CurAcademy stellt ihr Kursprogramm für nicht-ärztliche Führungskräfte von Präsenz- auf Onlinekurse um. Das beliebte  Curriculum Personalführung bietet damit eine höhere zeitliche Flexibilität und örtliche Unabhängigkeit für Teilnehmende.

 

Der politisch verordnete Lockdown in Deutschland verhinderte eine Präsenzdurchführung der geplanten Führungsseminare im Rahmen der CurAcademy. Coach Markus Schmidt-Tophoff von der IFM Heidelberg GmbH hat die Zeit genutzt und das Führungscurriculum in ein Onlinekurs-Format transferiert. Somit können die Workshops auch weiterhin angeboten werden. Zudem gewähren online zu absolvierende Einheiten weitreichende Freiheit, den Kurs weitestgehend auf persönliche verfügbare Zeitfenster einzutakten. Das Bedürfnis hiernach war seitens der Praxen ohnehin hoch, sowohl auf Seiten der potenziellen Teilnehmer*innen als auch bei den sie freistellenden Radiologen.

 

Online Flexinar für nicht-ärztliche Führungskräfte

In sechs Monaten ist es laut Schmidt-Tophoff möglich, sich zur nicht-ärztlichen Führungskraft über die neu geschaffene IFM Online Lern-Plattform weiterzubilden. Das zu absolvierende Programm besteht aus einer zeitlich frei wählbaren Kombination aus Video-Tutorials und Übungen und gibt den Teilnehmenden nützliche Tools zur direkten Verwendung in der Praxis an die Hand. Dreistündige Online-Workshops in der Gruppe dienen der Vertiefung, Anwendung und dem Austausch zwischen (angehenden) Führungskräften verschiedener Praxen. Die integrierte Chat-Funktion soll den Teilnehmenden und Coaches für freie Diskussionen und Austausch dienen. Um auf spezielle Lernbedürfnisse eingehen zu können, ist ein individuelles Coaching für jeden Teilnehmer/jede Teilnehmerin vorgesehen. Die Vorteile des individuellen Lernens werden mit der Schwarmintelligenz der Lerngruppe im Workshop und Chat verquickt.

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Coming soon: CurAcademy Workshop Mamma-MRT mit expertenmoderierter Falldiskussion

Auf vielfachen Wunsch der Teilnehmer des letztjährigen Radiologentags bietet Dr. Dr. Tibor Vag aus der Conradia München gemeinsam mit den Professoren Dietzel aus Erlangen und Baltzer aus Wien eine Vertiefung des Themas Mamma-MRT im Rahmen eines hochkarätigen CurAcademy-Workshops am 10. Oktober 2020 in Planegg an.

 

Dr. Vag ist ein engagierter Verfechter der Mamma-MRT als überlegener Untersuchungsmethode in der Brustkrebsdiagnostik. Er beschäftigt sich schon lange mit dem Thema und kann auf zahlreiche Publikationen in internationalen Fachjournalen verweisen. Über die diagnostischen Möglichkeiten der Mamma-MRT hatte der in der Conradia München praktizierende Facharzt für Radiologie und Nuklearmedizin bereits auf dem Radiologentag in Heidelberg im vergangenen November referiert.

 

„Wichtig ist – wie bei jeder Methode – die Erfahrung des Befunders. An dieser hakt es im Praxisalltag aufgrund der niedrigen Fallzahlen häufig“, sagt Vag. Doch gerade diese Hürde könne man durch gemeinsame Fortbildungen im Netz nehmen. Der Workshop ist somit ein konsequenter nächster Schritt, die Kompetenzen und den Erfahrungsaustausch im Radiologienetz zur Mamma-MRT zu erhöhen.

 

Indikationen für die Mamma-MRT

Insbesondere für folgende Indikationen ist die Mamma-MRT laut Vag die Methode der Wahl. „Die Mamma-MRT eignet sich zum Beispiel als präoperatives Staging bei gesichertem Mamma-Ca, bei unklarer Befundung in der Mammografie oder/und Sonografie, für Verlaufskontrollen neoadjuvanter Chemotherapie oder zur Früherkennung bei Frauen mit erhöhtem familiärem Risiko.“ Darüber hinaus bringt die Untersuchung bei Frauen mit Implantaten relevante Vorteile und kürzlich erschienene Studien legen die Anwendung auch zur Früherkennung bei Frauen mit mittlerem Brustkrebsrisiko z.B. bei erhöhter mammografischer Brustdichte nahe.

 

Für den Workshop konnte Vag Prof. Dr. Pascal Baltzer von der Universitätsklinik für Radiologie und Nuklearmedizin AKH Wien und Prof. Dr. Matthias Dietzel (MHBA, Universitätsklinikum Erlangen) gewinnen. Beide sind ausgewiesene Experten auf dem Gebiet der Mamma-MRT-Diagnostik mit jeweils über 100 Publikationen und zahlreichen Buchbeiträgen. Der Workshop ist als Vor-Ort-Veranstaltung geplant, kann aber notfalls auch online stattfinden.

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CuraProtect goes online – CurAcademy folgt!

 

 

 

 

 

 

 

Alle als persönliche Interaktion angelegten Dienstleistungen der Curagita für unsere Mitgliedspraxen werden gerade neu durchdacht. Insbesondere seit März gilt die Devise Online abhalten statt verschieben – vor allem bei dringlichen Themen wie der Anpassung der Praxisprozesse im Arbeitsschutz und der Hygiene auf die Anforderungen der Coronakrise.

 

In der Retrospektive zeigt sich, dass die Unterweisungen im Rahmen von CuraProtect auf diese Weise dankbar und positiv angenommen wurden. Die spezielle Corona-Arbeitsschutz- und Hygieneunterweisung, eingesprochen durch Anette Butzmann, wurde über 370mal geklickt und angesehen. Mit dieser Maßnahme erfüllte die Curagita höchst effizient ihre Verpflichtung im Rahmen der CuraProtect-Pakete, die Teams der Mitgliedspraxen im Radiologienetz professionell zu unterweisen mit höchstmöglicher Flexibilität für die Mitarbeiter in den Praxen und der virusbedingt angezeigten Vermeidung persönlicher Kontakte und des Zusammentreffens mehrerer Personen.

 

Einmal umgesetzt, kann dieses Beispiel eine Blaupause für weitere Themen werden, um Informationen und Schulungen innerhalb des Radiologienetzes zeitlich flexibler und leichter verfügbar zu machen. So hat sich neulich nach einem Webinar ein Radiologe mit recht weitem Anfahrtsweg zu den üblichen Treffen für die Einsparung von „4 Stunden seiner Lebenszeit“ durch das Online-Format explizit bedankt!

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Datenschutz in radiologischen Praxen aktuell

Verantwortung und Aufgabenwahrnehmung

 

Seit zwei Jahren nun ist die DSGVO vollumfänglich in Kraft getreten und „scharf geschaltet“. Größere Probleme wurden aus den Radiologienetzpraxen bisher noch nicht gemeldet. Kein Grund, das Thema nicht weiterhin ernst zu nehmen, zumal es ein sehr dynamisches Thema mit ständig neuen Anforderungen und Herausforderungen ist.

 

Ziel des Datenschutzes ist der Schutz der Grundrechte und Grundfreiheiten natürlicher Personen und insbesondere deren Recht auf Schutz personenbezogener Daten. In einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts (Volkszählungsurteil 15.12.1983) wurde das Recht auf informationelle Selbstbestimmung, das Recht des Einzelnen grundsätzlich zu bestimmen, wer, was, wann über einen weiß, bereits festgestellt.

 

Heute wird durch die DSGVO ein einheitliches Datenschutzniveau in Europa erreicht. Organisationen, die selbst oder im Auftrag personenbezogene Daten erheben, verarbeiten oder nutzen, haben die technischen und organisatorischen Maßnahmen zu treffen, die erforderlich sind, um die Ausführung der Vorschriften der Datenschutzgesetze zu gewährleisten. Erforderlich sind Maßnahmen nur, wenn ihr Aufwand in einem angemessenen Verhältnis zu dem angestrebten Schutzzweck steht (§32 DSGVO). Dabei sollte kontinuierlich geprüft werden, ob die Verhältnismäßigkeit zwischen Zielerreichung und Mitteleinsatz stimmt.

 

Beispiel: Ein zentrales Schutzziel ist die Vertraulichkeit, die unter anderem durch technisch-organisatorische Maßnahmen der Zugangskontrolle erreicht wird, die verhindern, dass beispielsweise Datenverarbeitungssysteme (Computer) von Unbefugten genutzt werden können.

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Positive Erfahrungen mit dem neuen fast Helium-freien Philips-MRT

Die Radiologie in der ATOS Praxisklinik ist schon lange eingeschworen auf Magnetresonanztomographen der Marke Philips. Für neue Praxisräume sollte ein weiteres Gerät beschafft werden. Die Planungen waren schon fortgeschritten, da machten die Haus-Miteigentümer dem Praxisteam einen Strich durch die Rechnung. „Sie waren gegen das Quenchrohr, das ihrer Meinung nach die Aussicht im Hinterhof verschandeln würde. Obwohl wir selber Eigentümer der Räume sind, konnten die Eigentümer der darüber liegenden Etagen uns komplett blockieren“, so Dr. Stefan Schneider. Die verfahrene Situation konnte glücklicherweise aufgelöst werden, indem die Praxis sich für ein Philips-Gerät ohne Quenchrohr entschied: das MR-System Ingenia Ambition X 1,5T. „Dieses Gerät kam gerade erst auf den Markt, wir mussten sechs Monate darauf warten. Es hat eine einmalige Heliumbefüllung von nur sieben Litern“, berichtet Dr. Schneider. Er ist sichtlich erleichtert, dass mit dem volldigitalen, fast Helium-freien Gerät eine Alternative gefunden werden konnte. Helium ist das einzige Kühlmittel, mit dem sich so niedrige Temperaturen erreichen lassen, dass die Magnetspule eines MR-Systems ihre supraleitenden Eigenschaften entfaltet.

Der Ingenia Ambition X verfügt über einen komplett versiegelten Magneten, der den Heliumbedarf von 1500 auf sieben Liter reduziert. „Am Ende ist das auch eine sehr nachhaltige Lösung“ sagt Dr. Schneider, da die natürlichen Heliumressourcen knapper werden und das flüssige Edelgas immer teurer wird. „Der Anschaffungspreis unseres MRT war zwar vergleichsweise höher als bei einem normalen Modell. Aber wir haben Geld bei der Installation gespart, da das bisher obligatorische Quenchrohr weggelassen werden konnte. Außerdem ist ein Ablassen von Helium in Notfallsituationen nicht mehr nötig.“

 

Einmalige ungeplante Zusatzkosten verursachte die Putzhilfe, die gleich zu Beginn den Magneten versehentlich ausgeschaltet hat. Leider passierte das nach Praxisschluss, wurde nicht innerhalb der vorgeschriebenen vier Stunden entdeckt und hatte dann ungeplante zeitliche und kostenmäßige Konsequenzen. „Normalerweise kann der Magnet leicht herunter- und wieder raufgefahren werden, was lange und kostspielige Ausfallzeiten verhindert. Ein Quench bei diesem Gerät bedeutet nicht mehr den Verlust von Helium“, kommentiert Dr. Schneider das Malheur.

Ansonsten ist das Praxisteam mit dem Gerät sehr zufrieden. Es ist baugleich zu einem bereits vorhandenen Philips-MRT mit Quenchrohr und zeigt keinerlei Unterschiede beim Betrieb oder der Bildqualität.

 


 

Ihr Ansprechpartner

Frank Vogel
fvo@curagita.com

 

Auf dem Foto v.l.n.r.: MTRA Ahmed Erlas, Dr. Stefan Schneider, Dr. Wolfgang Wrazidlo

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Radiologie spielerisch erlebbar machen

Kinder lernen durch Spielen. Zu den schönsten Spielen gehört es, das Erlebte und beobachtete Leben der Erwachsenen in jeglicher Form und Fantasie nachzuahmen. Dazu zählen auch Erfahrungen mit medizinischen Untersuchungen,  mit Ärzten und leider auch die Auseinandersetzung mit Krankheiten.

 

Zu wild den Ball verfolgt, volles Tempo in den Gegenstürmer gerannt und dann passiert es – das Bein ist verletzt. Der Arzt kommt, es geht ins Krankenhaus zum Röntgen und dann folgt die Therapie. Seltsam, wie sich das eigene Innenleben auf einem Bildschirm in schwarz-weiß anschauen lässt. So oder ähnlich erleben es Tausende Kinder Jahr für Jahr und machen auf diese Weise erste Bekanntschaft mit der Radiologie. Das fasziniert, verängstigt oder weckt die Neugier an der eigenartigen Fachrichtung, die Knochen, Gewebe und viel mehr auf Bilder projiziert.

Wer im frühen Alter bereits Bekanntschaft mit dem MRT machen musste, wird diese Erfahrung ebenfalls verarbeiten müssen. Die Hersteller von Spielzeug wissen, dass spielerisches Anschauungsmaterial helfen kann, das Erlebte zu verarbeiten oder die Angst bei bevorstehenden Untersuchungen zu mindern. Rollenspiele mit Playmobil-Figuren, die am MRT den Kopf untersuchen, helfen, über die Erfahrungen zu sprechen. Die Hersteller von Computer- und Kernspintomographen wissen es auch, fokussieren sich allerdings auf die originale Nachbildung ihrer prestigereichen Großgeräte. Zielgruppe und Preisklasse sind eher Sammler als Kinder.

Wir haben einmal recherchiert, was es alles für Groß und Klein im Spielzeug-Segment gibt. Da wären zum einen diverse Puzzle-Variationen von Röntgenaufnahmen der Firma CALVENDO. Vom Handgelenk bis zur Lendenwirbelsäule in 1000 Teilen gibt es eine Auswahl von mehreren Motiven für Erwachsene, Jugendliche und Kinder ab vierzehn Jahren. Ist auf den ersten Blick eher was für Freaks und Kenner der Materie. Auch Kugelschreiber in verschiedenen Knochenformen sind wohl eher etwas für Spezialisten, oder?

Malbücher helfen, die Untersuchungsabläufe kennenzulernen. Oft sind diese aber nicht frei zugänglich, sondern Auftragsproduktionen der Gerätehersteller und Zugaben für deren Kunden. Nett ist auch ein Batterie-betriebenes EKG- und Röntgen-Gerät für den Spielzeug-Arztkoffer von Brigamo mit vier verschiedenen Röntgenbild-Motiven.

Auch zur Förderung des kleinkindlichen Rollenspiels zwischen Radiologen/MTRA und Patienten hat Playmobil zurzeit zwei Sets im Sortiment: ein MRT- und ein Durchleuchtungsgerät, jeweils mit den passenden Figuren als Set und mit vielerlei bunten Details.

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Brückenteilzeit – eine Brücke zur Rückkehr zum ursprünglichen Arbeitszeitumfang?

Auf dem letzten Workshop zum Arbeitsrecht in radiologischen Praxen war die Brückenteilzeit noch ganz neu. Einige der teilnehmenden Personalverantwortlichen sahen in diesem Thema eine hohe Relevanz für ihre Teams mit in der Regel hohem Teilzeitanteil. Grund genug, die Brückenteilzeit nochmal im Detail zu beleuchten.

Seit 1. Januar 2019 ist im Teilzeit- und Befristungsgesetz der Anspruch auf eine zeitlich begrenzte Teilzeitarbeit verankert. Mit dieser Brückenteilzeit wird für die anspruchsberechtigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die zeitlich begrenzt ihre Arbeitszeit verringern, sichergestellt, dass sie nach der Teilzeitphase wieder zur ursprünglichen Arbeitszeit zurückkehren können. Ein rechtlicher Anspruch auf Aufstockung der Arbeitszeit bestand nach Teilzeit bislang nicht.

 

Dies gilt jedoch nicht für jeden Arbeitnehmer und jeden Arbeitsplatz. Für einen Anspruch auf Brückenteilzeit müssen mehrere Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Der Anspruch auf Brückenteilzeit gilt für Arbeitnehmer/innen, deren Arbeitsverhältnis bereits länger als sechs Monate besteht und deren Arbeitgeber in der Regel mehr als 45 Arbeitnehmer/innen beschäftigt. Ein bestimmter Grund ist für den Anspruch auf Brückenteilzeit nicht erforderlich. Der Zeitraum, in dem die/der Arbeitnehmer/in in Teilzeit arbeiten möchte, muss im Voraus bestimmt werden. Er muss mindestens ein Jahr und darf höchstens fünf Jahre betragen.

 

  • Arbeitnehmer/innen müssen wie beim zeitlich unbegrenzten Teilzeitanspruch den Wunsch nach Brückenteilzeit und deren Umfang spätestens drei Monate vorher in Textform anmelden.

 

  • Für die Umsetzung des Anspruchs auf Brückenteilzeit gelten die gleichen Grundsätze wie bei der zeitlich unbegrenzten Teilzeit. Das Gesetz geht von einem partnerschaftlichen Verständnis aus. Arbeitgeber haben mit den Arbeitnehmer/innen die gewünschte Verringerung mit dem Ziel zu erörtern, zu einer Vereinbarung zu gelangen.

 

  • Arbeitgeber können, wie bei der zeitlich unbegrenzten Teilzeit, die Verringerung der Arbeitszeit oder deren Verteilung bis spätestens einen Monat vor dem gewünschten Beginn aus betrieblichen Gründen ablehnen. Außerdem sieht das Gesetz für Arbeitgeber, die 46 bis 200 Arbeitnehmer/innen beschäftigen, aus Zumutbarkeitsgründen eine Staffelung nach Unternehmensgröße vor: Der Arbeitgeber muss nur einer/m pro angefangenen 15 bei ihm beschäftigten Arbeitnehmer/innen die Brückenteilzeit gewähren.

 

  • ACHTUNG! Während der Brückenteilzeit besteht kein Anspruch auf Verlängerung oder Verkürzung der Arbeitszeit oder vorzeitige Rückkehr zur früheren Arbeitszeit nach dem Teilzeit- und Befristungsgesetz. Dadurch wird dem Arbeitgeber Planungssicherheit gegeben. Eine einvernehmliche Regelung ist jedoch jederzeit möglich. Andere Gesetze, die die Arbeitszeit oder die Lage der Arbeitszeit betreffen (z.B. Bundeselterngeld- und Elternteilzeitgesetz, Pflegezeitgesetz, Familienpflegezeitgesetz und Altersteilzeitgesetz) bleiben unberührt.

 

  • Sollte der Antrag auf Brückenteilzeit abgelehnt werden oder der vereinbarte Brückenteilzeitzeitraum abgelaufen sein, bestimmt das Gesetz Fristen, ab wann wieder ein Antrag gestellt werden kann. Hat der Arbeitgeber einen Antrag auf Brückenteilzeit aus betrieblichen Gründen abgelehnt, kann die/der Arbeitnehmer/in frühestens nach Ablauf von zwei Jahren wieder eine Arbeitszeitverringerung beantragen. Hat der Arbeitgeber dem Antrag auf Brückenteilzeit nicht entsprochen, weil er die Zumutbarkeitsgrenze bereits erreicht hat, kann die/der Arbeitnehmer/in frühestens nach Ablauf von einem Jahr nach der Ablehnung erneut eine Verringerung der Arbeitszeit verlangen. Wenn ein/e Arbeitnehmer/in nach dem Ende der Brückenteilzeit erneut die Arbeitszeit verringern möchte, so kann sie/er frühestens ein Jahr nach der Rückkehr zur ursprünglich vertraglich vereinbarten Arbeitszeit eine erneute Verringerung der Arbeitszeit beantragen.

 

Dieses und weitere arbeitsrechtlich relevanten Themen werden besprochen, am konkreten Fall diskutiert und auf Wunsch vertieft: auf dem nächsten CurAcademy Workshop „Update Arbeitsrecht“ am 23. Oktober in Heidelberg. Referentin ist Rechtsanwältin Gabriele Holz, die auch diesen Beitrag verfasst hat.

 


 

Ihre Ansprechpartnerin

Gabriele Holz
holz@lamade.de