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Führung für Radiologen und Teamleiter

Oft unterschätzt werden die sogenannten „soften“ Themen Führung und Organisationsentwicklung. Doch gerade in schwierigen Zeiten sind hier stabile und effektive Prozesse Gold bzw. Geld wert. Im Workshop Führung für Radiologinnen und Radiologen am 26. September in Heidelberg stehen die Organisation des Themas in der eigenen Praxis und die Rolle, die die Praxispartner dabei spielen, im Vordergrund.

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Führungsworkshop für Radiologinnen und Radiologen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Curriculum Personalführung für nicht-ärztliche Führungskräfte wurde zu einem Online-Flexinar weiterentwickelt. Dies bietet den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Möglichkeit, sich über sechs Monate nach eigenem Ermessen in die Thematik einzuarbeiten und in sechs Online-Live-Workshops sowie einem praxisindividuellen Einzel-Coaching Führungsskills für den radiologischen Praxisalltag zu erwerben. Start ist ebenfalls im September.

Lesen Sie hier die Details zum Curriculum (Flexinar/Online Fortbildung) 

 

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Weitere Beiträge und Erfahrungsberichte zu diesem Angebot

Vom Seminar zum Flexinar: CurAcademy setzt Coaching-Programm neu auf

Führung will gelernt sein

 

Vom Seminar zum Flexinar: CurAcademy setzt Coaching-Programm neu auf

Die CurAcademy stellt ihr Kursprogramm für nicht-ärztliche Führungskräfte von Präsenz- auf Onlinekurse um. Das beliebte  Curriculum Personalführung bietet damit eine höhere zeitliche Flexibilität und örtliche Unabhängigkeit für Teilnehmende.

 

Der politisch verordnete Lockdown in Deutschland verhinderte eine Präsenzdurchführung der geplanten Führungsseminare im Rahmen der CurAcademy. Coach Markus Schmidt-Tophoff von der IFM Heidelberg GmbH hat die Zeit genutzt und das Führungscurriculum in ein Onlinekurs-Format transferiert. Somit können die Workshops auch weiterhin angeboten werden. Zudem gewähren online zu absolvierende Einheiten weitreichende Freiheit, den Kurs weitestgehend auf persönliche verfügbare Zeitfenster einzutakten. Das Bedürfnis hiernach war seitens der Praxen ohnehin hoch, sowohl auf Seiten der potenziellen Teilnehmer*innen als auch bei den sie freistellenden Radiologen.

 

Online Flexinar für nicht-ärztliche Führungskräfte

In sechs Monaten ist es laut Schmidt-Tophoff möglich, sich zur nicht-ärztlichen Führungskraft über die neu geschaffene IFM Online Lern-Plattform weiterzubilden. Das zu absolvierende Programm besteht aus einer zeitlich frei wählbaren Kombination aus Video-Tutorials und Übungen und gibt den Teilnehmenden nützliche Tools zur direkten Verwendung in der Praxis an die Hand. Dreistündige Online-Workshops in der Gruppe dienen der Vertiefung, Anwendung und dem Austausch zwischen (angehenden) Führungskräften verschiedener Praxen. Die integrierte Chat-Funktion soll den Teilnehmenden und Coaches für freie Diskussionen und Austausch dienen. Um auf spezielle Lernbedürfnisse eingehen zu können, ist ein individuelles Coaching für jeden Teilnehmer/jede Teilnehmerin vorgesehen. Die Vorteile des individuellen Lernens werden mit der Schwarmintelligenz der Lerngruppe im Workshop und Chat verquickt.

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Coming soon: CurAcademy Workshop Mamma-MRT mit expertenmoderierter Falldiskussion

Auf vielfachen Wunsch der Teilnehmer des letztjährigen Radiologentags bietet Dr. Dr. Tibor Vag aus der Conradia München gemeinsam mit den Professoren Dietzel aus Erlangen und Baltzer aus Wien eine Vertiefung des Themas Mamma-MRT im Rahmen eines hochkarätigen CurAcademy-Workshops am 24. April 2021 in Heidelberg an.

 

Dr. Vag ist ein engagierter Verfechter der Mamma-MRT als überlegener Untersuchungsmethode in der Brustkrebsdiagnostik. Er beschäftigt sich schon lange mit dem Thema und kann auf zahlreiche Publikationen in internationalen Fachjournalen verweisen. Über die diagnostischen Möglichkeiten der Mamma-MRT hatte der in der Conradia München praktizierende Facharzt für Radiologie und Nuklearmedizin bereits auf dem Radiologentag in Heidelberg im vergangenen November referiert.

 

„Wichtig ist – wie bei jeder Methode – die Erfahrung des Befunders. An dieser hakt es im Praxisalltag aufgrund der niedrigen Fallzahlen häufig“, sagt Vag. Doch gerade diese Hürde könne man durch gemeinsame Fortbildungen im Netz nehmen. Der Workshop ist somit ein konsequenter nächster Schritt, die Kompetenzen und den Erfahrungsaustausch im Radiologienetz zur Mamma-MRT zu erhöhen.

 

Indikationen für die Mamma-MRT

Insbesondere für folgende Indikationen ist die Mamma-MRT laut Vag die Methode der Wahl. „Die Mamma-MRT eignet sich zum Beispiel als präoperatives Staging bei gesichertem Mamma-Ca, bei unklarer Befundung in der Mammografie oder/und Sonografie, für Verlaufskontrollen neoadjuvanter Chemotherapie oder zur Früherkennung bei Frauen mit erhöhtem familiärem Risiko.“ Darüber hinaus bringt die Untersuchung bei Frauen mit Implantaten relevante Vorteile und kürzlich erschienene Studien legen die Anwendung auch zur Früherkennung bei Frauen mit mittlerem Brustkrebsrisiko z.B. bei erhöhter mammografischer Brustdichte nahe.

 

Für den Workshop konnte Vag Prof. Dr. Pascal Baltzer von der Universitätsklinik für Radiologie und Nuklearmedizin AKH Wien und Prof. Dr. Matthias Dietzel (MHBA, Universitätsklinikum Erlangen) gewinnen. Beide sind ausgewiesene Experten auf dem Gebiet der Mamma-MRT-Diagnostik mit jeweils über 100 Publikationen und zahlreichen Buchbeiträgen. Der Workshop ist als Vor-Ort-Veranstaltung geplant, kann aber notfalls auch online stattfinden.

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CuraProtect goes online – CurAcademy folgt!

 

 

 

 

 

 

 

Alle als persönliche Interaktion angelegten Dienstleistungen der Curagita für unsere Mitgliedspraxen werden gerade neu durchdacht. Insbesondere seit März gilt die Devise Online abhalten statt verschieben – vor allem bei dringlichen Themen wie der Anpassung der Praxisprozesse im Arbeitsschutz und der Hygiene auf die Anforderungen der Coronakrise.

 

In der Retrospektive zeigt sich, dass die Unterweisungen im Rahmen von CuraProtect auf diese Weise dankbar und positiv angenommen wurden. Die spezielle Corona-Arbeitsschutz- und Hygieneunterweisung, eingesprochen durch Anette Butzmann, wurde über 370mal geklickt und angesehen. Mit dieser Maßnahme erfüllte die Curagita höchst effizient ihre Verpflichtung im Rahmen der CuraProtect-Pakete, die Teams der Mitgliedspraxen im Radiologienetz professionell zu unterweisen mit höchstmöglicher Flexibilität für die Mitarbeiter in den Praxen und der virusbedingt angezeigten Vermeidung persönlicher Kontakte und des Zusammentreffens mehrerer Personen.

 

Einmal umgesetzt, kann dieses Beispiel eine Blaupause für weitere Themen werden, um Informationen und Schulungen innerhalb des Radiologienetzes zeitlich flexibler und leichter verfügbar zu machen. So hat sich neulich nach einem Webinar ein Radiologe mit recht weitem Anfahrtsweg zu den üblichen Treffen für die Einsparung von „4 Stunden seiner Lebenszeit“ durch das Online-Format explizit bedankt!

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Webinare zur EBM-Reform

Termine

Montag, 30. März, 19.00 bis 19.45 Uhr für Mitglieder aus der KV RLP.

Dienstag, 31. März, 19.00 bis 19.45 Uhr für Mitglieder aus der KV NO – Termin verschoben, neuer Termin folgt in Kürze

Donnerstag, 02. April, 19.00 bis 19.45 Uhr für Mitglieder aus der KV Hessen.

Für die Teilnahme an den Webinaren erhalten die Mitgliedsradiologen Einladungen per E-Mail. Referent ist Carsten Krüger. Die Organisation übernimmt das Netzmanagement. Bei Fragen bitte an Mona Schneider (mos@curagita.com) wenden.

 

Als Praxis in den KV-Regionen Baden-Württemberg, Bayern und Berlin kommen momentan wenig bis gar keine Veränderungen durch die EBM-Reform auf Sie zu. Trotzdem bieten wir – bei Interesse – auch hier Webinare an. Bitte stimmen Sie durch klicken auf Ihre KV-Region bis 31. März ab, wenn Sie ein Webinar wünschen:

Natürlich können Sie auch ein praxisindividuelles Webinar bei Carsten Krüger buchen. Dieses ist für CuraFee-Mitglieder ohne weitere Kosten möglich. Andere Praxen nehmen bitte zur Kosten- und Terminabsprache per E-Mail unter ckg@curagita.com mit Herrn Krüger Kontakt auf.

Alle niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte wurden vom Bundesgesundheitsminister Jens Spahn am 20. März angeschrieben mit einem „herzlichen Dankeschön für den außergewöhnlichen Einsatz“ und der Zusage zeitnah „gesetzliche Maßnahmen zu überprüfen, um die Nachteile, die aufgrund eines durch COVID 19 eingeschränkten Praxisbetriebs entstehen, auszugleichen“. Dies nimmt Radiologienetz zum Anlass, einen Brief an Jens Spahn zu formulieren über die Folgen der EBM-Reform für die niedergelassenen Radiologen.

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Workshop Personal- und Dienstplanung mit viel Raum für Interaktion

Mit dem Workshop von Philip Wittlinger startete das CurAcademy-Programm ins neue Jahrzehnt. Auch wenn der Januar sich als Workshop-Monat nicht so recht etablieren will – nicht zuletzt wegen vieler krankheitsbedingter Ausfälle, kamen am 17. Januar einige Praxismanager in Heidelberg zusammen, um sich mit den Themen der Personal- und Dienstplanung auseinanderzusetzen. Dabei trafen erfahrene Praxismanager auf Neueinsteiger direkt von der Hochschule. Eine spannende Mischung mit viel Diskussionsstoff und einem angeregten Austausch. Das Feedback war entsprechend gut und auch Workshop-Leiter Wittlinger sprach vom intensivsten Workshop zu diesem Thema im Hause der Radiologie. „Es herrschte von Anfang eine sehr offene Atmosphäre und jeder hat sich eingebracht“, berichtete er.

 

Die Schwerpunkte des Workshops wurden durch die Teilnehmerinteressen festgelegt. Insbesondere ging es um die Personalbedarfsplanung und die Organisation der Dienstplanung. Bei der Personalbedarfsplanung wurden die theoretischen Herangehensweisen mit der aktuellen Praxis im Alltag der Verantwortlichen abgeglichen. Tenor ist es, hier möglichst alle Effizienzspielräume auszuschöpfen – dies vor dem Hintergrund immer knapper werdender fachlicher Ressourcen. „Aber es gibt keine Standardformel, das ist klar. Dazu sind die Praxen alle zu unterschiedlich – in ihrer Größe, ihren Prozessen, ihren Räumlichkeiten und der Verfügbarkeit von Human-Ressourcen“, konstatiert Wittlinger.

 

Bei der Dienstplanung ging es vor allem um die Einsatzplanung des nicht-ärztlichen Teams. Hier wurde über die Organisation der Dienstplanung (Aufgabenteilung, Kommunikationswege, Fehlzeiten, Einsatz von Software) sowie die Stolpersteine im Praxisalltag gesprochen. „Ein brennendes Thema sind spontane Änderungen von Öffnungszeiten, die einen Rattenschwanz an Umplanungsaufwand mit sich bringen“, sagt Philip Wittlinger. Die Komplexität des Folgeaufwands kurzfristig angeordneter Praxisschließungen beispielsweise würde von den Radiologen selbst oft gar nicht gesehen und daher völlig unterschätzt. An den Praxismanagern bzw. den Dienstplanern hinge es infolge, Kollegen um- und auszuplanen – was häufig zu Unruhe im Team führe, da feste Abläufe und Planungssicherheit in der Praxis für viele Arbeitnehmer wichtige Faktoren sind.


 

Ihr Ansprechpartner

Philip Wittlinger
pwi@curagita.com

 

Bild: Daniel Ellwanger

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Workshop Personalführung

Ob Praxismanager(in), Leitende(r) MTRA oder Leiter(in) der Anmeldung: die meisten radiologischen Praxen im Netz haben inzwischen eine zweite Führungsebene geschaffen, die im Tagesgeschäft die Mitarbeiter koordinieren soll.

Zwar unterscheiden sich sowohl die Praxen in Größe und Struktur als auch die benannten Führungskräfte in Vorbildung, Alter und Erfahrungen. Die Herausforderungen in der Führung sind jedoch erstaunlich ähnlich. Am Vorabend des 11. Radiologentages in Heidelberg hatte das Netzmanagement für interessierte Mitglieder einen mehrstündigen Schnupperkurs für Einsteiger aus dem nicht-ärztlichen Umfeld organisiert. Den Workshop hielt Diplom-Psychologe Markus Schmidt-Tophoff.

Der Workshop bot die Möglichkeit, unter professioneller Anleitung neue Perspektiven auf das Führen von Mitarbeitern im Spannungsfeld zwischen Gesellschafter, Praxismanager und Chef einzunehmen mit typischen Aufgaben und Zuständigkeiten. Anhand eines realen Praxis-Beispiels wurde der Prozess einer Organisationsentwicklung vorgestellt und diskutiert. Schmidt-Tophoff führte durch die Phasen von der Vorbereitung bis zur Implementierung und verwies beim ausgeführten Beispiel auf einen Projektzeitraum von insgesamt neun Monaten, bis alle Prozesse routiniert liefen.

Eine Vertiefung dieser Themen bietet das viertägige Curriculum Personalführung im Rahmen der CurAcademy 2020 an. In den vergangenen beiden Jahren haben rund 35 (angehende) Führungskräfte am Curriculum teilgenommen. Das Feedback war einhellig positiv. „Ich habe enorm viel mitgenommen und würde die Workshops jederzeit weiterempfehlen“, schrieb zuletzt ein Teilnehmer auf den Bewertungsbogen.

Workshop MVZ Standards

Die Gelegenheit, dass über 30 Mitarbeiter aus den bundesweiten Conradia MVZ zum Radiologentag anreisten, wurde genutzt, um sich über Prozess-Standards auszutauschen. Aus gewachsenen lokalen Routinen gilt es, Best Practice zu identifizieren und als Standard für alle Standorte zu implementieren. Dafür ist die Erfahrung vom Radiologen bis zum ausführenden MTRA/MFA wertvoll. Nach Einführung durch Dr. Michael Kreft moderierten die Praxismanager einzelnen Themen wie Terminierung oder Vorbereitung von Patienten für Untersuchungen in Kleingruppen. „Natürlich ist das Ergebnis eines Nachmittagsworkshops noch kein finaler verbindlicher Standard“, schraubt Kreft die Erwartungen auf ein realistisches Maß. „Aber Schwarmintelligenz in der Conradia lässt sich so institutionalisieren und die Kollegen lernen sich über MVZ- und Stadtgrenzen hinweg kennen und können auf diese Kontakte bei Bedarf zurückgreifen.“ Und es gibt allen die Möglichkeit, sich einzubringen und gehört zu werden. In jedem Jahr dürfen aus den Conradia MVZ Mitarbeiter am Radiologentag teilnehmen. Dabei ist die Nachfrage größer als das Angebot an freien Plätzen.

PKV-Workshop der CurAcademy
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Workshop Privatabrechnung radiologischer Leistungen

Aufgrund der großen Resonanz fanden im August in Heidelberg gleich zwei Workshops zur radiologischen Privatabrechnung im Rahmen der CurAcademy statt. Zusätzlich zur geplanten Agenda konnten die Teilnehmer vorab ihre konkreten Fragen zur Privatabrechnung stellen, was von einigen auch gemacht wurde. Die Referentin Angelika Denk betreibt in München ein eigenes Abrechnungsbüro, ist jedoch auch überregional in anderen Bundesländern für radiologische Praxen tätig. Durch ihre langjährige Tätigkeit ist sie ausgewiesene Expertin für die radiologische Privatabrechnung.

Wer glaubt, dass es in Sachen Privatabrechnung nichts Neues mehr gibt, der kann sich täuschen. Vielfach wird zum Beispiel auf den Ansatz der Ziffer 75 generell verzichtet. Für diese wie für andere allgemeine Ziffern und Zuschläge (wie B, C, D) gilt, dass sie verhältnismäßig niedrig bewertet sind, so dass es sich scheinbar kaum lohnt, über ihre Verwendung nachzudenken oder durch ihren Ansatz viele telefonische Beschwerden der Patienten zu riskieren. Hier erläuterte Frau Denk noch mal genau, unter welchen Voraussetzungen der Ansatz berechtigt ist. Schließlich kann auch durch gering bewertete Ziffern dann, wenn sie regelmäßig richtig angesetzt werden, ein nicht ganz unbeträchtlicher Betrag zustande kommen. In der sich anschließenden Diskussion wurden die Unterschiede zwischen den privaten Krankenversicherungen thematisiert. Dabei wurde deutlich, dass es bei den Versicherungen teilweise auch Unterschiede zwischen einzelnen Bundesländern gibt.

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Hygienebeauftragter in der (radiologischen) Praxis – warum?

Das Bewusstsein und Wissen um die Bedeutung eines sicheren und professionellen hygienischen Vorgehens hat zunehmend an Bedeutung gewonnen. Die Öffentlichkeit und auch die Medien reagieren höchst sensibel auf die Auswirkungen von Fehlern im hygienischen Handeln.

Seit einigen Jahren vollzieht sich ein Wechsel der gesetzlichen Rahmenbedingungen und länderspezifischen Verordnungen hinsichtlich der Anforderungen an die Qualität in allen Einrichtungen des Gesundheitswesens – somit auch in Arztpraxen, Einrichtungen des ambulanten Operierens, medizinischen Versorgungszentren und Dialysezentren.

Auch durch den Anstieg nosokomialer Infektionen mit multiresistenten Erregern nimmt die Hygiene und Infektionsprävention im gesamten Gesundheitswesen an Bedeutung zu. Insbesondere die Erfahrungen bei Erregern mit speziellen Resistenzen und Multiresistenzen zeigen, dass deren Verbreitung nicht an der Pforte von Krankenhäusern endet. Der steigende Anteil multimorbider sowie abwehrgeschwächter hochbetagter Menschen stellt auch die ambulante Praxis vor neue Herausforderungen.

Hygienebeauftragte in der ambulanten Praxis helfen in ihrer Funktion, kritische Hygieneprozesse zu erfassen, zu analysieren und die Praxisleitung fundiert zu unterstützen. Sie sind an der Erstellung von Hygieneplänen beteiligt und setzen sich für die Umsetzung eines effektiven Hygienekonzepts ein. Sie sind Mittler zwischen Praxisleitung, Hygienefachkraft und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die die Maßnahmen der Hygiene in ihrem Berufsalltag umsetzen.

Maßgeblich für die Hygiene in medizinischen Einrichtungen sind neben dem Infektionsschutzgesetz die gemeinsamen Empfehlungen der Kommission für Krankenhaushygiene, die Infektionsprävention des Robert Koch-Instituts und die KRINKO-Empfehlung „Personelle und organisatorische Voraussetzungen zur Prävention nosokomialer Infektionen“ sowie die jeweiligen Länderverordnungen in der sogenannten Verordnung über die Hygiene und Infektionsprävention in medizinischen Einrichtungen (HygMedVO).

Hygiene dient in der Arztpraxis als primäre Prävention von Infektionen bei der Patientenversorgung. Die Verantwortung für die Hygiene obliegt der ärztlichen Leitung einer Praxis. Die ausgebildete Hygienefachkraft unterstützt diese in der Umsetzung hygienischer und damit qualitätssichernder Maßnahmen. Daher wird auch für Praxen die Ernennung und Ausbildung von Hygienebeauftragten zur Qualitätssicherung und zur Vermeidung von Infektionsrisiken unter anderen von folgenden Institutionen dringend empfohlen:

  • der KVB
  • der AG Praxishygiene der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH)
  • in der „Leitlinie für den Hygienebeauftragten in der Arztpraxis“ der VHD (Vereinigung der Hygienefachkräfte der Bundesrepublik Deutschland e.V.)

Die Ausbildung befähigt Hygienebeauftragte dazu, die Hygiene durch Maßnahmen zur Erkennung, Verhütung und Bekämpfung von Infektionen zu verbessern und die Gesundheitsrisiken für Patienten und Mitarbeiter zu minimieren. Dadurch stellt sich eine Praxis entsprechend gut auf, falls es zu einem Vorfall bzw. einer Kontrolle durch das Gesundheitsamt kommen sollte. Hygienebeauftragte sind verpflichtet, sich in mindestens zweijährigem Abstand fortzubilden.

 

CurAcademy: Zertifizierte Weiter­bildung zum/r Hygienebeauftragten in der radiologischen Praxis

4.–7. März 2020 in Heidelberg

Die dreieinhalbtägige Weiterbildung zum Hygienebeauftragten in der radiologischen Praxis wurde speziell für die Radiologie konzipiert und ist in hohem Maße praxisorientiert. Sie hat das Ziel, den Teilnehmern die Grundlagen der Hygiene und des Hygienemanagements in der radiologischen Praxis zu vermitteln, sowie sie in die Lage zu versetzen, in Absprache und unter Führung des verantwortlichen Radiologen, selbstständig das Hygiene­konzept der Einrichtung zu pflegen und zu überwachen. Kursleiter ist Dr. Helge Hanitzsch.

Weitere Informationen finden Sie in unserem Veranstaltungskalender!

Anmeldungen ab sofort
netzmanagement@curagita.com