Umgang mit Corona in der radiologischen Praxis

Tipp 1: Spuckschutz vom Schreiner vor Ort.

Viele Praxen haben sich bereits beholfen. Hier ein Beispiel aus der Conradia, wo der Bruder unseres Praxismanagers Philip Wittlinger mit seiner Schreinerei für die Conradia-Praxis schnell Abhilfe geschaffen hat. Wo zentrale Bezugsquellen bereits versiegt sind, hilft manchmal der Handwerker vor Ort unkompliziert und schnell. (Foto)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tipp 2: Spuckschutz durch sprechfreie Untersuchung

Im Sinne des Wissens- und Erfahrungsaustauschs hat uns ein Mitgliedsradiologe darüber informiert, wie er das Übertragungsrisiko für sein Untersuchungsteam minimiert. Die Patienten werden dabei aufgefordert, alle ihre Fragen vor dem Eintritt in die Umkleide-Kabine zu stellen und vom Austritt aus der Kabine in den Untersuchungsbereich bis zum Ende der Untersuchung nicht mehr zu sprechen. Nur noch Gestik und Mimik seien zur Kommunikation erlaubt. Das bisherige Resümee: es funktioniert, die Patienten sind verständig, halten sich im Wesentlichen an diese Vorgabe und senken damit das Übertragungsrisiko des Corona-Virus auf das Untersuchungspersonal!

 

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Gesucht: Mobile Röntgengeräte

Nicht nur zusätzliche Beatmungsgeräte, sondern auch mobile Röntgeneinheiten werden insbesondere in Krankenhäusern oder unseren Netzpraxen, die Krankenhausabteilungen betreiben, dringend benötigt. Falls in Ihrer Praxis nicht genutzte, ausgemusterte oder defekte Geräte vorhanden sind, die Sie abzugeben bereit sind, könnten Sie diese dem Gesundheitssystem möglicherweise wieder zuführen.

Das DeRaTek-Team arbeitet derzeit mit einem Dienstleister zusammen, der die Geräte bei Ihnen abholen lassen würde, anschließend nach Geräteherstellervorgaben überholen und abnehmen lassen und sie anderen Netzmitglieder wieder zur Verfügung stellen könnte. Da auf dem Markt für neue mobile Röntgengeräte momentan die Nachfrage viel höher ist als das Angebot, könnte dies eine Win-Win-Situation für abgebende und suchende Mitgliedspraxen oder auch andere Gesundheitseinrichtungen wie Notaufnahmen und Quarantänestationen sein.

Wenn solche Geräte bei Ihnen oder in den Kliniken, mit denen Sie zusammenarbeiten zur Verfügung stehen, melden Sie sich bitte beim DeRaTek-Team.

Ihr Ansprechpartner

Timo Neuhaus
E-Mail tfn@curagita.com;
Telefon 06221 5025 362.

 

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Weder Politik noch Standesvertretung KBV verstehen die Radiologie – Kommentar & Fazit

Das erste Mal seit vielen Jahren müssen radiologische Praxen spüren, dass die GKV-Honorare sinken. Die Selbstverwaltung hat auf nicht geringen Druck der Politik wirklich Ernst gemacht und kappt die Honorare der Radiologen. Jede Praxis braucht nun eine individuelle Strategie, wie sie damit umgeht.

Stand heute ist es für die meisten Bundesländer nur sehr eingeschränkt möglich, Prognosen zu den Wirkungen der neuen EBM-Bewertungen zu treffen. Die föderalistische Struktur schafft einen Flickenteppich, bei dem es schwer fällt, den Überblick zu behalten. Für Radiologen in Länder-KVen wie Baden-Württemberg und Bayern wird sich vermutlich nichts Gravierendes ändern, während ihre Kollegen in Hamburg oder Nordrhein die volle Härte der Reform spüren. Das fördert nicht gerade die berufspolitisch dringend gebotene Einigkeit. Gehen wir mal davon aus, dass diese „kleine“ EBM-Reform nur der Anfang ist. Zwar ist nicht damit zu rechnen, dass eine mengenbegrenzende Abstaffelung der Bewertung von Geräteleistungen, wie sie z.B. aus Westfalen-Lippe gefordert wird, schnell kommt. Aber auch über eine neu strukturierte GOÄ wird lange debattiert und es ist nicht ganz ausgeschlossen, dass in der nächsten Legislatur eine Bundesregierung ihre Zustimmung erteilt.

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Der Weg zum Termin – eine Befragung im Netz

Angeregt in den Vollversammlungen wurde das Thema Erreichbarkeit zur Terminvereinbarung, das offensichtlich vielen Praxen unter den Nägeln brennt, gleich oben auf die Agenda 2020 gesetzt. Der Rücklauf aus der Netzumfrage umfasste insgesamt 50 Teilnehmer. Um es vorweg zu nehmen: 100-prozentige Erreichbarkeit ist nicht das Ziel, aber es geht besser und das wünschen sich auch viele!

Eine Szene aus dem Praxismanager-Treffen der Conradia, in der sich die Anwesenden darüber echauffierten, dass das externe Überlauf Callcenter im letzten Jahr nur eine Annahmequote von 60 Prozent hatte, zeigt: Der Weg zur besseren Erreichbarkeit ist steinig. Und es geht darum, alle verfügbaren Kanäle zu nutzen und zu optimieren. In der Netzbefragung wurden die verschiedenen Stellschrauben dafür näher beleuchtet (zur Online-Terminierung siehe separaten Artikel):

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Online-Termine für Arztpraxen: Telefonieren Sie noch oder buchen Sie schon?

Autovermietungen tun es schon lange, Hotels noch viel länger: Sie bieten online Möglichkeiten zur Buchung ihrer Dienstleistungen an. Können auch radiologische Praxen und MVZ ihren Patienten zutrauen, Termine selbst zu vereinbaren? Vorteile gibt es viele, Vorbehalte ebenso.

Im Regelfall verlässt der gemeine Patient den Haus- oder Facharzt mit einem Überweisungsschein an die Radiologie. Zuhause angekommen, geht er online und sucht nach zwei Dingen: Informationen zu seiner diagnostizierten Erkrankung und nach einem geeigneten Radiologen in der Nähe. Selbst wenn es in der Therapie-führenden Praxis diesbezüglich Empfehlungen gab, checkt der mündige Patient gerne nochmal selbst die Webseite der aufzusuchenden Radiologie. Wenn dann gleich online ein Termin gebucht werden kann, hat der Patient sein Anliegen direkt ausgeführt und muss nicht erst telefonisch erfolgreich durchkommen – wie wir wissen, häufig ein Geduldsspiel mit ungewissem Ausgang. Die Praxis hat derweil mit dem Online-Buchenden kaum Aufwand und wirkt auf den ersten Blick für diesen auch nah am technischen Puls der Zeit.

Das Ärztebewertungsportal und Anbieter für Online-Termine Jameda führte Anfang 2019 eine Onlinebefragung durch. Von den mehr als 1.000 Patienten hatten 36 Prozent der Befragten bereits den Service Online-Terminbuchung genutzt. Die Zufriedenheitsquote lag bei 92 Prozent – der Rate von Patienten, die wieder online vereinbaren würden. 78 Prozent waren bereit, online zu buchen, sofern sie die Möglichkeit bei dem Arzt ihrer Wahl erhielten.

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Terminvereinbarung durch externe Callcenter

Netzmanagerin und CuraCompact-Redakteurin Eva Jugel im Gespräch mit Babette Narten,
Unternehmerin und Callcenter-Dienstleisterin für radiologische Praxen.

 

Seit circa fünf Jahren bietet Unicorn Callcenter-Leistungen für radiologische Praxen an. Inzwischen sind 18 fest angestellte Mitarbeiter für die radiologischen Kunden bundesweit vorwiegend in Vollzeit tätig. Sie bearbeiten 36.000 Anrufe pro Monat.

 

Redaktion: Was kann ein externes Callcenter und für welche Praxen eignen sich ihre Dienste?

B. Narten: Prinzipiell eignen wir uns für die Terminvereinbarung jeder Art und jeder radiologischen Praxis. Bei unseren Kunden sind die Ansprüche und Motive höchst unterschiedlich. Für die einen, z.B. die Conradia Charlottenburg, übernehmen wir die gesamte telefonische Terminvereinbarung, für andere Praxen den Überlauf (sprich, wenn die Telefonleitungen in einer Praxis alle belegt sind) oder auch Randzeiten morgens und abends.

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Update Corona – wie geht die Conradia intern mit dem Thema um?

In der Conradia-Gruppe wurde Prof. Dr. Thomas Henzler zum zentralen medizinischen Corona-Beauftragten ernannt und berät die Geschäftsführung in medizinischen Fragen inklusive Vorschlägen geeigneter Maßnahmen. Primat aller Maßnahmen sind die Mitarbeitersicherheit, das Patientenwohl und die Einhaltung des  Versorgungsauftrags. Dabei unterscheidet die Conradia drei Eskalationsstufen:

  1. Routinemäßiger Weiter-Betrieb
    • Besondere Sorgfalt bei Hygiene, Umsetzung Empfehlungen RKI
    • Standortspezifische Maßnahmen: Durchführung von Tests für Mitarbeiter, Kommunikation mit Patienten, Einsatz von Schutzmaterial, Desinfektion
    • Appell an Mitarbeiter, nicht in Problemregionen zu reisen, Großveranstaltungen zu vermeiden und unverzüglich nachgewiesene Corona-Erkrankungen zu melden.
  2. Einschränkungen des Betriebs: Umsetzungskonzept vor Entscheidung (Betriebsferien, Zwangsurlaub/Überstundenabbau, Kurzarbeit, Versetzung, Online/Homeoffice)
  3. Quarantäne: zeitweise Stilllegung eines Standorts ausschließlich durch die dazu befugten öffentlichen Stellen, i.d.R. das zuständige Gesundheitsamt

Professor Henzler orientiert sich eng an den Informationen des Robert-Koch-Instituts, z.B. bezüglich des ambulanten Managements von COVID-19-Verdachtsfällen und leicht erkrankten bestätigten COVID-19-Patienten: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/ambulant.html#doc13726274bodyText2.

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BMG legt Gesetzentwurf zur Notfallversorgung vor

Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) hat den Referentenentwurf eines Gesetzes zur Reform der Notfallversorgung vorgelegt. Der zentrale Vorschlag ist die Errichtung von integrierten Notfallzentren an den Krankenhäusern – und zwar unter der fachlichen Leitung der jeweiligen Kassenärztlichen Vereinigung (KV).

 

Die wesentlichen Vorschläge des Referentenentwurfs:

 

Gemeinsames Notfallleitsystem (GNL)

Die zentrale telefonische Lotsenfunktion der integrierten medizinischen Notfallversorgung soll künftig das GNL übernehmen, das in lebensbedrohlichen oder schwerwiegenden Notsituationen unter der von den Rettungsleitstellen verantworteten Rufnummer 112 und in allen anderen Fällen unter der von den Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) verantworteten Rufnummer 116 117 rund-um-die-Uhr erreichbar sein soll. Über das GNL würden dann Leistungen der medizinischen Notfallrettung, Krankentransporte und eine telemedizinische oder aufsuchende notdienstliche Versorgung auf Basis eines qualifizierten, standardisierten Ersteinschätzungsverfahrens disponiert. Vorgesehen ist eine umfassende Kooperation der an der medizinischen Notfallversorgung Beteiligten, die sich ganz wesentlich auf eine digitale Vernetzung und eine zentrale Steuerung durch das GNL stützt. Künftig sollen medizinische Notfalldaten zur Weiterversorgung sowie verfügbare Ressourcen und Versorgungskapazitäten der an der Notfallversorgung Beteiligten digital erfasst und in Echtzeit übertragen werden.

 

Integrierte Notfallzentren (INZ)

Als zentrale, jederzeit zugängliche Einrichtungen der medizinischen Notfallversorgung sollen die INZ an dafür geeigneten Krankenhausstandorten derart eingerichtet werden, dass sie von den Patientinnen und Patienten als erste Anlaufstelle im Notfall wahrgenommen werden. Die INZ sollen eine qualifizierte und standardisierte Ersteinschätzung des Versorgungsbedarfs leisten sowie die aus medizinischer Sicht unmittelbar erforderliche notdienstliche Versorgung erbringen bzw. eine stationäre Versorgung veranlassen. Die Notfallzentren sollen von den KVen und den Krankenhäusern gemeinsam unter fachlicher Leitung der jeweiligen KV betrieben werden.

 

Rettungsdienst als Leistungsbereich der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV)

Die medizinische Notfallversorgung der Rettungsdienste der Länder soll als eigenständige Leistung der medizinischen Notfallrettung anerkannt und unabhängig von der Inanspruchnahme anderer Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung gewährt werden. Damit werde der zentralen Bedeutung der rettungsdienstlichen Notfallversorgung für eine effektive Notfallversorgung Rechnung getragen und der langjährigen Forderung der Länder nachgekommen, so das BMG.


Meldungen aus der Gesundheitspolitik

Dieser Artikel stammt vom Leo Schütze Verlag, Herausgeber des „Schütze-Briefs“. Curagita übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit dieser Informationen.

 

Ihre Ansprechpartner:

Dr. Johannes Schmidt-Tophoff
jst@curagita.com

Carsten Krüger
ckg@curagita.com

 

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Die Weihnachtsvollversammlungen

Die vorweihnachtlichen Netztreffen waren trotz der einen oder anderen konkurrierenden Praxis-Weihnachtsfeier wie jedes Jahr gut besucht. Die inzwischen langjährigen Kontakte zwischen den Mitgliedsradiologen machen diese Vollversammlungsrunde mit Aperitif, Abendessen und zuweilen gemütlicher Atmosphäre im Kerzenlicht trotz fachlicher Agenda zu einem allseits beliebten Jahresabschluss im Radiologienetz.

 

In diesem Jahr stellte sich im pfälzischen Edenkoben Mansour Roger Sarochan als neuer Praxispartner der Mitgliedspraxis Ettlingen vor. Gleichzeitig verabschiedete sich Dr. Heide Braun. Sie war immer ein sehr aktives Mitglied im Verbund gewesen, eine der ersten Aktionärinnen der DeRaG und insbesondere bei den Radiologie.de-Halbmarathons in Heidelberg mehrfach mit am Start. Sie bedankte sich allseits für die jahrelange gute Zusammenarbeit im Radiologienetz Rhein-Neckar-Pfalz. Im Radiologienetz Bayern schnupperten Dr. Brunhilde Roedel und Dr. Amelie Kamp aus der Praxis Harlaching erstmals „Netzluft“ und entschieden sich im Anschluss für eine Mitgliedschaft. Insbesondere der offene Austausch mit den Kollegen über Praxisgrenzen und wettbewerbliche Befindlichkeiten hinweg hatte ihnen sehr gut gefallen. Immerhin befinden sich in und um München sowohl viele niedergelassene Radiologen aus dem Netz als auch mittlerweile acht Standorte der Conradia München/Schongau. Trotzdem gibt es unzählige Themen (von der Kontrastmittel-Pauschalenabsenkung bis zur Optimierung des eigenen Praxismanagements vor dem Hintergrund der aktuellen Honorar-Reform), die gemeinsam besser angegangen werden können als im Alleingang. Außerdem führte die von Anfang an praktizierte Transparenz bezüglich Conradia-Aktivitäten zu einem erfolgreichen Joint Venture in Planegg (Apparategemeinschaft Cornadia/München Süd West) und einer Einlage der langjährigen Netzpraxis Kittmann in die DeRaG Mitte des vergangenen Jahres.

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Editorial CuraCompact 1/20

Liebe Mitglieder im Radiologienetz,

 

nun tritt die EBM-Reform tatsächlich zum 1. April in Kraft. Profiteure sind gemäß Ansage der Reformarchitekten die sogenannten „sprechenden“ Mediziner. Der Fachbereich Radiologie muss dagegen mit Einbußen rechnen. Allerdings fallen die Folgen für Radiologen regional unterschiedlich aus. Carsten Krüger hat für Sie schon einmal durchkalkuliert, ob es durch „Tief Jens“ in Ihrer Region künftig sonnig bleibt oder Sie mit Wolken oder gar Sturm rechnen müssen. Lesen Sie dazu unseren Schwerpunkt.

 

Wir danken allen Teilnehmern der Netzumfrage vom Februar zum Thema „Der Weg zum Termin“.  Der ausführliche Report steht ab sofort zur Verfügung. Online-Terminierung hat aktuell bei den teilnehmenden Praxen wenig Bedeutung. Aber dies wird sich vermutlich schnell ändern. Wir haben Ihnen Informationen zum Thema zusammengestellt, angereichert mit Erfahrungen aus Praxen. Noch ist die Telefonie der zentrale Weg zum Termin. In einem Interview mit der Leiterin eines externen Callcenters können Sie sich ein Bild darüber machen, ob ein solcher Service Ihre Praxis-Telefonie entlasten könnte.

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