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Pager für den Wartebereich – ein Praxishack des Radiologie Team Ortenau in Lahr und Offenburg

Kennen Sie Praxishacks? Das sind Kniffe, die sich auf Unwägbarkeiten, Strategien oder Tätigkeiten des Praxisalltags beziehen. Sie dienen dazu, ein Problem zu lösen, das Ziel auf eine ungewöhnliche Weise zu erreichen oder die Effektivität – mitunter sogar die Effizienz – zu erhöhen. Die anhaltende Pandemie mitsamt ihren Auflagen brachte unsere Mitgliedspraxis Radiologie Team Ortenau auf die Idee, neue Wege für die einbestellten Patienten zu öffnen.

Wartende Menschentrauben gibt es überall, insbesondere auch in der Gastronomie. Ehe es den frisch zubereiteten Snack auf die Hand gibt, müssen die hungrigen Anwärter auf ein Gericht to go eine Zeit lang warten. Damit sich niemand gestresst fühlt, gibt es die praktischen Pager-Melder. Das sind kleine Geräte, die blinken, sobald ein Essen zur Abholung am Counter bereitsteht.

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Editorial 1/2021

Liebe Mitglieder im Radiologienetz,

wir hoffen, Sie sind alle gut ins Neue Jahr 2021 gestartet. Noch ist unser aller Alltag vom Pandemiethema beherrscht. So manche Mitgliedspraxis befindet sich vielleicht gerade im Auge des Zyklons, wenn parallel verschiedene Mitarbeitende ausfallen, sei es aus Krankheits-, Quarantäne- oder Betreuungsgründen. Die gute Nachricht ist, dass eine Reihe von Praxen zurückmelden, dass sich die Patientenzahlen fast vollständig normalisiert haben und der Praxisbetrieb – hygienisch aufgerüstet – auch im Lockdown rund läuft.

Eine zweite positive Nachricht ist, dass die Gesellschaft und die Arbeitswelt durch den „Covid-19-Katalysator“ digitaler geworden sind. Zwar bedauern wir das Fehlen echter Begegnungen und des direkten Austauschs. Aber die Akzeptanz digitaler Kanäle ist in den letzten 10 Monaten enorm gestiegen. So starten wir 2021 mit verschiedenen Online-Fortbildungen in der CurAcademy und einer Online-Vollversammlung am 17. März. Der Radiologentag indes, der von kollegialem Vor-Ort-Treffen lebt, wird neu terminiert, sobald ein Ende der Beschränkungen absehbar ist. Hinter Radiologienetz 2025 stecken Zukunftsthemen, die unsere Netzmitglieder gemeinsam angehen wollen. Ihre Erwartungen und Ideen sind daher gefragt und wir freuen uns auf Ihren Input. Continue reading „Editorial 1/2021“

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Was hab‘ ich – Gemeinnütziges preisgekröntes Patientenportal wird 10 Jahre alt!

Befunde sollten auch von der Zielgruppe Patienten verstanden werden. Dieser Anspruch, den die Forschergruppe in ihrer Veröffentlichung „Creating a better radiology report“ postuliert, wird bereits seit nunmehr zehn Jahren von einem gemeinnützigen Patientenportal mit der selbsterklärenden Webadresse washabich.de in konkrete Lösungen umgesetzt. Auf der kostenfreien Plattform können Patienten Befunde hochladen und diese von ehrenamtlich tätigen Ärzten und Medizinstudenten verständlich ausformulieren lassen. Die Idee kam Anja und Johannes Bittner – zwei Medizinstudierenden aus Dresden – als sie sich fragten, wen die Menschen wohl um Auskunft bitten, wenn im Familien- und Bekanntenkreis kein Arzt verfügbar ist. Das Portal wurde binnen kürzester Zeit zur beliebten Anlaufstelle für Patienten. Gleichzeitig spann sich ein Netz an Medizinstudierenden und Ärzten in ganz Deutschland und darüber hinaus, um die vielen Anfragen zu bearbeiten.

Mittlerweile sind mehr als 47.000 Befunde in leicht verständliche Sprache übersetzt worden. Die Nachfrage zeigt, dass der Bedarf durchaus vorhanden ist und es sich beim Thema Befundverständlichkeit und -zielgruppen keinesfalls um eine rein akademische Diskussion handelt. Heute unterstützen der Marburger Bund, der Hartmann-Bund und die Bundesärztekammer das Projekt und kein geringerer als Dr. Eckart von Hirschhausen engagiert sich als Botschafter. Aus dem Studentenprojekt hat sich ein erfolgreiches Sozialunternehmen entwickelt. Was hab’ ich? realisiert mittlerweile verschiedene wirkungsvolle Projekte, die alle ein Ziel haben: Ärzte und Patienten auf Augenhöhe bringen und so das Gesundheitswesen nachhaltig verbessern.

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„Fühle mich entspannt und frei“: Die Perspektive eines Praxisaussteigers

Dr. Christoph Hahn, Netzradiologe der ersten Stunde und langjähriger Fachbeirat ist im letzten Jahr aus seiner Praxis Radiologie Schorndorf, die er zwanzig Jahre lang mit aufgebaut und gestaltet hat, ausgestiegen. Im Dezember hat er zwei Wochen als Vertreter im Conradia MVZ Charlottenburg mitgearbeitet. Im Gespräch mit Netzmanagerin Eva Jugel gewährt er Einblicke in seine Perspektiven zum Praxisausstieg, zur erlebten MVZ-Kultur und auf das Radiologienetz der Zukunft.

Ausstieg aus der Praxis bringt Lebensqualität
Dr. Christoph Hahn spricht frei von der Leber weg, wie man so sagt. Sein sympathischer schwäbischer Dialekt bringt so manches erfrischend und direkt auf den Punkt. Gerade erst sechzig Jahre alt ist er im Frühjahr letzten Jahres aus der Radiologie Schorndorf endgültig ausgestiegen. Der drahtige Hobby-Rennradler (vormals Mitglied im radiologie.de-Team auf dem Charity Bike Cup) ist einer, der das, was er tut, gerne von Herzen und mit hundertprozentigem Einsatz macht. Dies konnte er zuletzt in der Praxis, in der er zwei Jahrzehnte lang als Partner tätig war, nicht mehr und zog die Konsequenz. „Wenn die Ziele und Auffassungen der Partner in einer Praxis so weit auseinander liegen und keine Lösung in Sicht ist, muss man an der Situation etwas ändern“, erklärt er seinen Ausstieg. Dieser fiel ihm nicht leicht, war er doch Radiologe und Praxisunternehmer mit Herzblut und Leidenschaft. Aber die Bilanz nach einem dreiviertel Jahr erstaunt ihn selbst: „Ich hätte nicht gedacht, dass ich so anders fühle“, gibt er unumwunden zu. Er spricht von mehr Ruhe, Gelassenheit und Entspanntheit. „Obwohl ich nie Druck empfunden habe, merke ich jetzt, wo er weg ist, dass er da war.“ Die Lebensqualität sei durch die neue Freiheit höher, er sei zufriedener. „Am Ende bin ich „vergewohltätigt“ worden“, schmunzelt er. Continue reading „„Fühle mich entspannt und frei“: Die Perspektive eines Praxisaussteigers“

Radiologienetz 2025

Radiologienetz gibt es seit zwanzig Jahren. Die Struktur ist funktionsfähig und durch eine transparente Kommunikation und auch viel gewachsenes Vertrauen (zwischen Mitgliedern und auch zwischen Mitgliedern und dem Netzmanager Curagita) gekennzeichnet.

Die aktuelle Situation im Netz ist geprägt durch:

  • Generationswechsel bei Praxispartnern: Neueinsteiger mit neuen Ideen und eigenen Erwartungen an ein Netz steigen in Netzpraxen ein.
  • Trend zu immer größeren Praxisgebilden: Praxen erwägen Fusionen, Übernahmen oder auch den Verkauf (an Betreiber).
  • Digitalisierung der Kommunikation: Die persönliche Begegnung wurde in Corona-Zeiten durch webgestützte Formate weitgehend ersetzt

Was kann das Radiologienetz zur Zukunftsfähigkeit seiner Mitglieder in den nächsten Jahren beitragen? Welche Themen sollten gemeinsam angegangen werden? Wie eng sollte die Zusammenarbeit und muss auch die Verbindlichkeit im Netz sein, um (noch mehr) Nutzen für die einzelne Praxis zu stiften? Wie soll die Kommunikation künftig aussehen, um Vertrauensräume für den Austausch zu schaffen und gleichzeitig effizient zu sein? Welche (neuen) Kompetenzen brauchen wir im Curagita-Team, um die Strategie Radiologienetz 2025 umzusetzen?

Diese Fragen wollen wir gemeinsam mit Ihnen in diesem Jahr diskutieren und beantworten, um dadurch die Weichen für Radiologienetz 2025 zu stellen: im Rahmen einer Mitgliederbefragung, durch persönliche Gespräche mit hoffentlich vielen „Netz-Neulingen“ und natürlich auch auf dem nächsten Radiologentag. Wir freuen uns auf Ihren Input!


Ihre Ansprechpartner

für Berufspolitik:
Dr. Johannes Schmidt-Tophoff
jst@curagita.com

für die Organisation von Vollversammlungen und Radiologentag:
Eva Jugel
eju@curagita.com

 

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Online-Frühjahrsvollversammlung mit Gastvortrag zu Orthopädenkooperationen

Damit wir in Kontakt und Diskussion bleiben, laden wir alle Mitgliedsradiologen zu einer Online-Vollversammlung am 17. März von 19 bis ca. 20.30 Uhr ein. Bei diesem Treffen geben wir ein Update zu Netzthemen und begrüßen Professor Dr. Wolfgang Merk als Gastreferenten zum Thema „Do´s und Don´ts bei Orthopädenkooperationen“. Er ist öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für die Bewertung von Unternehmen und Praxen im Gesundheitswesen, Betriebsanalysen und Betriebsunterbrechungsschäden. Wir freuen uns auf eine interessante Diskussion und bitten Sie, sich bis 10. März beim Netzmanagement (netzmanagement@curagita.com) zu melden, um eine Registrierung bzw. einen persönlichen Zugangslink für die Zoom-Konferenz zu erhalten.

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12. Radiologentag verschoben

Wie heißt es so schön: „Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.“ Sicherlich nicht ganz überraschend passen wir die Planung unserer Netzveranstaltungen an die aktuelle Pandemie-Situation an.

Zurzeit ist nicht absehbar, wann man wieder eine einigermaßen „normale“ Konferenz abhalten kann. Gerade von dem kollegialen Austausch vor Ort lebt das Format des Radiologentags und unterscheidet sich daher von den Fach-Sessions, die mittlerweile in hohem Maße auch online stattfinden. Einen neuen Termin setzen wir an, sobald ein endgültiges Ende des Lockdown und eine wieder aufkeimende Normalität absehbar sind.

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Kontrastmittelpauschale in Bayern angehoben

Die Pauschale für CT-Kontrastmittel wird rückwirkend vom 1. Oktober 2019 bis zum 31. März 2021 von 11 auf 15 Cent pro ml angehoben. Diese gute Nachricht verkündete die KVB ihren Mitgliedern am 28. Januar. Die bayerischen Radiologen waren gegen die Pauschalenabsenkungen im Herbst 2019 Sturm gelaufen. Radiologienetz hatte damals umgehend eine Vollkostenbetrachtung der KM-Gabe erstellt und dieses Gutachten allen Entscheidungsträgern und Multiplikatoren zur Verfügung gestellt. Vor der drastischen Absenkung im Spätjahr 2019 lag die CT-Pauschale pro ml noch bei 47 Cent. Die jetzt beschlossene Erhöhung entspricht einer nachträglichen Mehrvergütung pro CT-Gerät von ca. 6.000 Euro pro Jahr für die Radiologen. Alle warten nun, dass die MRT Pauschale ebenfalls angehoben wird.

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Corona-Epidemie: SpiFa fordert Ausgleichszahlungen für Honorarverluste bei Privatpatienten

Die privaten Krankenversicherer und die Träger der Beihilfe müssten auch in der Corona-Krise zum dualen System stehen, betont der Spitzenverband Fachärzte Deutschlands e.V. (SpiFa). Honorareinbußen aus der Behandlung von Selbstzahlern im ambulanten Bereich bedrohen innerhalb der nächsten Monate einen Großteil aller Arztpraxen in deren Existenz, so lautet der Alarmruf.

 

Die Politik habe bisher allein die bereits eintretenden Honorarausfälle im Bereich der Versorgung von gesetzlich Versicherten in den Blick genommen, so der SpiFa. Dies sichere jedoch nur einen Teil der gerade heute und auch in der Zukunft dringend gebrauchten Versorgungsstrukturen für alle Patientinnen und Patienten in Deutschland. Der SpiFa fordert deshalb zur Stabilisierung des ambulanten Versorgungsbereichs Stützungsmaßnahmen auch für die Honorarausfälle im privatärztlichen Bereich durch Schaffung eines durch die PKV und die Träger der Beihilfe gespeisten Fonds, der mit den Stützungsmaßnahmen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) kombiniert wird.

 

Nach eigenen Berechnungen des SpiFa auf der Grundlage der im Jahr 2017 durch das Statistische Bundesamt veröffentlichten Zahlen zur Kostenstruktur von Arzt- und Zahnarztpraxen stellt sich der Anteil der Honorare für die Behandlung von Selbstzahlern an den Gesamteinahmen einer Praxis als unabdingbar notwendig dar, um die Praxis wirtschaftlich führen zu können. „An diesen Zahlen ist leicht erkennbar, dass durch einen Rückgang bei den Honoraren aus dem Selbstzahlerbereich um 50 % für eine durchschnittliche Praxis keine Gesamtkostendeckung mehr zu erreichen ist, sie ist sogar unmöglich, wenn der Honorarumsatz aus Selbstzahlerleistungen einen arztgruppenspezifischen Schwellenwert übersteigt und eine nachweisbare Kostenunterdeckung entsteht. Es nützt dann der Rettungsschirm für die vertragsärztliche Versorgung nur sehr begrenzt“, erläuterte Lars F. Lindemann, Hauptgeschäftsführer des SpiFa.

 


Der Artikel stammt vom Leo Schütze Verlag, Herausgeber des „Schütze-Briefs“. Curagita übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit dieser Informationen.

 

Ihre Ansprechpartner:

Dr. Johannes Schmidt-Tophoff
jst@curagita.com

Carsten Krüger
ckg@curagita.com

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Code Red – ein Leitfaden für den Krisenmodus

Quelle: Forecast 5_2020, S. 4 ff. Leitfaden für den Krisenmodus, Hrsg. Ebner Stolz Management Consultants GmbH, Köln, Wir danken Marcus Losch von Ebner Stolz für die freundliche Genehmigung, diesen Leitfaden im CuraCompact zu veröffentlichen.

Deutschland, Europa, ja die ganze Welt leidet unter der Corona-Krise. Viele Unternehmen liegen bereits bildlich auf der Intensivstation: Aufträge weggebrochen, Kurzarbeit beantragt, Perspektive ungewiss. In dieser unsicheren Lage braucht es schnell Transparenz und Maßnahmen, die die teils drastischen wirtschaftlichen Auswirkungen abfedern können. Die Unternehmensberater von Ebner Stolz aus Stuttgart haben einen Leitfaden für ein Krisenmanagement entwickelt. Diesen fanden wir hilfreich. Er gibt eine Struktur vor, mit deren Hilfe man auch als Praxis in dieser Ausnahmezeit alle Punkte im Blick halten kann, die notwendig sind, um handlungsfähig zu bleiben.

„Konsequente Entscheidungen und schnelles Reagieren auf sich dynamisch verändernde Situationen sind zentrale Erfolgsfaktoren“, schreibt einer der Autoren des Code Red. Die Consultants haben insgesamt sieben Themenfelder für ein effizientes Krisenmanagement in der aktuellen Corona-Krise identifiziert und hinterlegen hinter jedem Themenfeld eine Checkliste mit To-Do´s. Ohne Schnörkel und Volltext, einfach als Orientierung für Krisenmanager zum vollständigen Erfassen aller relevanten Aspekte und Handlungsfelder der Krise.

 

TOP 1: Etablierung eines Krisenmanagements

>> Um mit der Krise umzugehen, braucht jedes Unternehmen schnelle, fundierte Analysen und daraus abgeleitet clevere Weichenstellungen. Darum ist der erste Tagesordnungspunkt die Einrichtung eines Krisenstabs, der mit Vertretern des Top-Managements sowie etwaigen externen Experten besetzt sein sollte.

  • Review Krisen- und Business-Continuity-Pläne des Unternehmens
  • Gewährleistung effizienter Bewältigung bei Zwischenfällen
  • Festlegung von Rollen, Verantwortlichkeiten und Zielen sowie Arbeitsweisen des Teams, regelmäßigen Jours fixes
  • Etablierung eines Mechanismus zur Meldung von kritischen Ereignissen
  • Identifizierung wesentlicher Entscheidungspunkte zur Eindämmung des Virus
  • Etablierung eines Schnellreaktionsprozesses / Quick-Response
  • Etablierung eines Plans für den Ersatz von ausfallendem Personal
  • Überprüfung von Ressourcen / Verfügbarkeit der Lieferanten und Bewertung des Betriebsrisikos
  • Überprüfung bestehender Versicherungen sowie der IT-Infrastruktur bezüglich Möglichkeiten an dezentralen Standorten zu unterstützen

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