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Corona-Epidemie: SpiFa fordert Ausgleichszahlungen für Honorarverluste bei Privatpatienten

Die privaten Krankenversicherer und die Träger der Beihilfe müssten auch in der Corona-Krise zum dualen System stehen, betont der Spitzenverband Fachärzte Deutschlands e.V. (SpiFa). Honorareinbußen aus der Behandlung von Selbstzahlern im ambulanten Bereich bedrohen innerhalb der nächsten Monate einen Großteil aller Arztpraxen in deren Existenz, so lautet der Alarmruf.

 

Die Politik habe bisher allein die bereits eintretenden Honorarausfälle im Bereich der Versorgung von gesetzlich Versicherten in den Blick genommen, so der SpiFa. Dies sichere jedoch nur einen Teil der gerade heute und auch in der Zukunft dringend gebrauchten Versorgungsstrukturen für alle Patientinnen und Patienten in Deutschland. Der SpiFa fordert deshalb zur Stabilisierung des ambulanten Versorgungsbereichs Stützungsmaßnahmen auch für die Honorarausfälle im privatärztlichen Bereich durch Schaffung eines durch die PKV und die Träger der Beihilfe gespeisten Fonds, der mit den Stützungsmaßnahmen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) kombiniert wird.

 

Nach eigenen Berechnungen des SpiFa auf der Grundlage der im Jahr 2017 durch das Statistische Bundesamt veröffentlichten Zahlen zur Kostenstruktur von Arzt- und Zahnarztpraxen stellt sich der Anteil der Honorare für die Behandlung von Selbstzahlern an den Gesamteinahmen einer Praxis als unabdingbar notwendig dar, um die Praxis wirtschaftlich führen zu können. „An diesen Zahlen ist leicht erkennbar, dass durch einen Rückgang bei den Honoraren aus dem Selbstzahlerbereich um 50 % für eine durchschnittliche Praxis keine Gesamtkostendeckung mehr zu erreichen ist, sie ist sogar unmöglich, wenn der Honorarumsatz aus Selbstzahlerleistungen einen arztgruppenspezifischen Schwellenwert übersteigt und eine nachweisbare Kostenunterdeckung entsteht. Es nützt dann der Rettungsschirm für die vertragsärztliche Versorgung nur sehr begrenzt“, erläuterte Lars F. Lindemann, Hauptgeschäftsführer des SpiFa.

 


Der Artikel stammt vom Leo Schütze Verlag, Herausgeber des „Schütze-Briefs“. Curagita übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit dieser Informationen.

 

Ihre Ansprechpartner:

Dr. Johannes Schmidt-Tophoff
jst@curagita.com

Carsten Krüger
ckg@curagita.com

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Code Red – ein Leitfaden für den Krisenmodus

Quelle: Forecast 5_2020, S. 4 ff. Leitfaden für den Krisenmodus, Hrsg. Ebner Stolz Management Consultants GmbH, Köln, Wir danken Marcus Losch von Ebner Stolz für die freundliche Genehmigung, diesen Leitfaden im CuraCompact zu veröffentlichen.

Deutschland, Europa, ja die ganze Welt leidet unter der Corona-Krise. Viele Unternehmen liegen bereits bildlich auf der Intensivstation: Aufträge weggebrochen, Kurzarbeit beantragt, Perspektive ungewiss. In dieser unsicheren Lage braucht es schnell Transparenz und Maßnahmen, die die teils drastischen wirtschaftlichen Auswirkungen abfedern können. Die Unternehmensberater von Ebner Stolz aus Stuttgart haben einen Leitfaden für ein Krisenmanagement entwickelt. Diesen fanden wir hilfreich. Er gibt eine Struktur vor, mit deren Hilfe man auch als Praxis in dieser Ausnahmezeit alle Punkte im Blick halten kann, die notwendig sind, um handlungsfähig zu bleiben.

„Konsequente Entscheidungen und schnelles Reagieren auf sich dynamisch verändernde Situationen sind zentrale Erfolgsfaktoren“, schreibt einer der Autoren des Code Red. Die Consultants haben insgesamt sieben Themenfelder für ein effizientes Krisenmanagement in der aktuellen Corona-Krise identifiziert und hinterlegen hinter jedem Themenfeld eine Checkliste mit To-Do´s. Ohne Schnörkel und Volltext, einfach als Orientierung für Krisenmanager zum vollständigen Erfassen aller relevanten Aspekte und Handlungsfelder der Krise.

 

TOP 1: Etablierung eines Krisenmanagements

>> Um mit der Krise umzugehen, braucht jedes Unternehmen schnelle, fundierte Analysen und daraus abgeleitet clevere Weichenstellungen. Darum ist der erste Tagesordnungspunkt die Einrichtung eines Krisenstabs, der mit Vertretern des Top-Managements sowie etwaigen externen Experten besetzt sein sollte.

  • Review Krisen- und Business-Continuity-Pläne des Unternehmens
  • Gewährleistung effizienter Bewältigung bei Zwischenfällen
  • Festlegung von Rollen, Verantwortlichkeiten und Zielen sowie Arbeitsweisen des Teams, regelmäßigen Jours fixes
  • Etablierung eines Mechanismus zur Meldung von kritischen Ereignissen
  • Identifizierung wesentlicher Entscheidungspunkte zur Eindämmung des Virus
  • Etablierung eines Schnellreaktionsprozesses / Quick-Response
  • Etablierung eines Plans für den Ersatz von ausfallendem Personal
  • Überprüfung von Ressourcen / Verfügbarkeit der Lieferanten und Bewertung des Betriebsrisikos
  • Überprüfung bestehender Versicherungen sowie der IT-Infrastruktur bezüglich Möglichkeiten an dezentralen Standorten zu unterstützen

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Umgang mit Corona in der radiologischen Praxis

Tipp 1: Spuckschutz vom Schreiner vor Ort.

Viele Praxen haben sich bereits beholfen. Hier ein Beispiel aus der Conradia, wo der Bruder unseres Praxismanagers Philip Wittlinger mit seiner Schreinerei für die Conradia-Praxis schnell Abhilfe geschaffen hat. Wo zentrale Bezugsquellen bereits versiegt sind, hilft manchmal der Handwerker vor Ort unkompliziert und schnell. (Foto)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tipp 2: Spuckschutz durch sprechfreie Untersuchung

Im Sinne des Wissens- und Erfahrungsaustauschs hat uns ein Mitgliedsradiologe darüber informiert, wie er das Übertragungsrisiko für sein Untersuchungsteam minimiert. Die Patienten werden dabei aufgefordert, alle ihre Fragen vor dem Eintritt in die Umkleide-Kabine zu stellen und vom Austritt aus der Kabine in den Untersuchungsbereich bis zum Ende der Untersuchung nicht mehr zu sprechen. Nur noch Gestik und Mimik seien zur Kommunikation erlaubt. Das bisherige Resümee: es funktioniert, die Patienten sind verständig, halten sich im Wesentlichen an diese Vorgabe und senken damit das Übertragungsrisiko des Corona-Virus auf das Untersuchungspersonal!

 

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Gesucht: Mobile Röntgengeräte

Nicht nur zusätzliche Beatmungsgeräte, sondern auch mobile Röntgeneinheiten werden insbesondere in Krankenhäusern oder unseren Netzpraxen, die Krankenhausabteilungen betreiben, dringend benötigt. Falls in Ihrer Praxis nicht genutzte, ausgemusterte oder defekte Geräte vorhanden sind, die Sie abzugeben bereit sind, könnten Sie diese dem Gesundheitssystem möglicherweise wieder zuführen.

Das DeRaTek-Team arbeitet derzeit mit einem Dienstleister zusammen, der die Geräte bei Ihnen abholen lassen würde, anschließend nach Geräteherstellervorgaben überholen und abnehmen lassen und sie anderen Netzmitglieder wieder zur Verfügung stellen könnte. Da auf dem Markt für neue mobile Röntgengeräte momentan die Nachfrage viel höher ist als das Angebot, könnte dies eine Win-Win-Situation für abgebende und suchende Mitgliedspraxen oder auch andere Gesundheitseinrichtungen wie Notaufnahmen und Quarantänestationen sein.

Wenn solche Geräte bei Ihnen oder in den Kliniken, mit denen Sie zusammenarbeiten zur Verfügung stehen, melden Sie sich bitte beim DeRaTek-Team.

Ihr Ansprechpartner

Timo Neuhaus
E-Mail tfn@curagita.com;
Telefon 06221 5025 362.

 

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BMG legt Gesetzentwurf zur Notfallversorgung vor

Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) hat den Referentenentwurf eines Gesetzes zur Reform der Notfallversorgung vorgelegt. Der zentrale Vorschlag ist die Errichtung von integrierten Notfallzentren an den Krankenhäusern – und zwar unter der fachlichen Leitung der jeweiligen Kassenärztlichen Vereinigung (KV).

 

Die wesentlichen Vorschläge des Referentenentwurfs:

 

Gemeinsames Notfallleitsystem (GNL)

Die zentrale telefonische Lotsenfunktion der integrierten medizinischen Notfallversorgung soll künftig das GNL übernehmen, das in lebensbedrohlichen oder schwerwiegenden Notsituationen unter der von den Rettungsleitstellen verantworteten Rufnummer 112 und in allen anderen Fällen unter der von den Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) verantworteten Rufnummer 116 117 rund-um-die-Uhr erreichbar sein soll. Über das GNL würden dann Leistungen der medizinischen Notfallrettung, Krankentransporte und eine telemedizinische oder aufsuchende notdienstliche Versorgung auf Basis eines qualifizierten, standardisierten Ersteinschätzungsverfahrens disponiert. Vorgesehen ist eine umfassende Kooperation der an der medizinischen Notfallversorgung Beteiligten, die sich ganz wesentlich auf eine digitale Vernetzung und eine zentrale Steuerung durch das GNL stützt. Künftig sollen medizinische Notfalldaten zur Weiterversorgung sowie verfügbare Ressourcen und Versorgungskapazitäten der an der Notfallversorgung Beteiligten digital erfasst und in Echtzeit übertragen werden.

 

Integrierte Notfallzentren (INZ)

Als zentrale, jederzeit zugängliche Einrichtungen der medizinischen Notfallversorgung sollen die INZ an dafür geeigneten Krankenhausstandorten derart eingerichtet werden, dass sie von den Patientinnen und Patienten als erste Anlaufstelle im Notfall wahrgenommen werden. Die INZ sollen eine qualifizierte und standardisierte Ersteinschätzung des Versorgungsbedarfs leisten sowie die aus medizinischer Sicht unmittelbar erforderliche notdienstliche Versorgung erbringen bzw. eine stationäre Versorgung veranlassen. Die Notfallzentren sollen von den KVen und den Krankenhäusern gemeinsam unter fachlicher Leitung der jeweiligen KV betrieben werden.

 

Rettungsdienst als Leistungsbereich der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV)

Die medizinische Notfallversorgung der Rettungsdienste der Länder soll als eigenständige Leistung der medizinischen Notfallrettung anerkannt und unabhängig von der Inanspruchnahme anderer Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung gewährt werden. Damit werde der zentralen Bedeutung der rettungsdienstlichen Notfallversorgung für eine effektive Notfallversorgung Rechnung getragen und der langjährigen Forderung der Länder nachgekommen, so das BMG.


Meldungen aus der Gesundheitspolitik

Dieser Artikel stammt vom Leo Schütze Verlag, Herausgeber des „Schütze-Briefs“. Curagita übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit dieser Informationen.

 

Ihre Ansprechpartner:

Dr. Johannes Schmidt-Tophoff
jst@curagita.com

Carsten Krüger
ckg@curagita.com

 

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Die Weihnachtsvollversammlungen

Die vorweihnachtlichen Netztreffen waren trotz der einen oder anderen konkurrierenden Praxis-Weihnachtsfeier wie jedes Jahr gut besucht. Die inzwischen langjährigen Kontakte zwischen den Mitgliedsradiologen machen diese Vollversammlungsrunde mit Aperitif, Abendessen und zuweilen gemütlicher Atmosphäre im Kerzenlicht trotz fachlicher Agenda zu einem allseits beliebten Jahresabschluss im Radiologienetz.

 

In diesem Jahr stellte sich im pfälzischen Edenkoben Mansour Roger Sarochan als neuer Praxispartner der Mitgliedspraxis Ettlingen vor. Gleichzeitig verabschiedete sich Dr. Heide Braun. Sie war immer ein sehr aktives Mitglied im Verbund gewesen, eine der ersten Aktionärinnen der DeRaG und insbesondere bei den Radiologie.de-Halbmarathons in Heidelberg mehrfach mit am Start. Sie bedankte sich allseits für die jahrelange gute Zusammenarbeit im Radiologienetz Rhein-Neckar-Pfalz. Im Radiologienetz Bayern schnupperten Dr. Brunhilde Roedel und Dr. Amelie Kamp aus der Praxis Harlaching erstmals „Netzluft“ und entschieden sich im Anschluss für eine Mitgliedschaft. Insbesondere der offene Austausch mit den Kollegen über Praxisgrenzen und wettbewerbliche Befindlichkeiten hinweg hatte ihnen sehr gut gefallen. Immerhin befinden sich in und um München sowohl viele niedergelassene Radiologen aus dem Netz als auch mittlerweile acht Standorte der Conradia München/Schongau. Trotzdem gibt es unzählige Themen (von der Kontrastmittel-Pauschalenabsenkung bis zur Optimierung des eigenen Praxismanagements vor dem Hintergrund der aktuellen Honorar-Reform), die gemeinsam besser angegangen werden können als im Alleingang. Außerdem führte die von Anfang an praktizierte Transparenz bezüglich Conradia-Aktivitäten zu einem erfolgreichen Joint Venture in Planegg (Apparategemeinschaft Cornadia/München Süd West) und einer Einlage der langjährigen Netzpraxis Kittmann in die DeRaG Mitte des vergangenen Jahres.

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Editorial CuraCompact 1/20

Liebe Mitglieder im Radiologienetz,

 

nun tritt die EBM-Reform tatsächlich zum 1. April in Kraft. Profiteure sind gemäß Ansage der Reformarchitekten die sogenannten „sprechenden“ Mediziner. Der Fachbereich Radiologie muss dagegen mit Einbußen rechnen. Allerdings fallen die Folgen für Radiologen regional unterschiedlich aus. Carsten Krüger hat für Sie schon einmal durchkalkuliert, ob es durch „Tief Jens“ in Ihrer Region künftig sonnig bleibt oder Sie mit Wolken oder gar Sturm rechnen müssen. Lesen Sie dazu unseren Schwerpunkt.

 

Wir danken allen Teilnehmern der Netzumfrage vom Februar zum Thema „Der Weg zum Termin“.  Der ausführliche Report steht ab sofort zur Verfügung. Online-Terminierung hat aktuell bei den teilnehmenden Praxen wenig Bedeutung. Aber dies wird sich vermutlich schnell ändern. Wir haben Ihnen Informationen zum Thema zusammengestellt, angereichert mit Erfahrungen aus Praxen. Noch ist die Telefonie der zentrale Weg zum Termin. In einem Interview mit der Leiterin eines externen Callcenters können Sie sich ein Bild darüber machen, ob ein solcher Service Ihre Praxis-Telefonie entlasten könnte.

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Happy Birthday Curagita – Blick zurück und in die Zukunft

1999 gründete Dr. Johannes Schmidt-Tophoff die Curagita AG. Seitdem hat sich in der Branche viel getan. Curagita war stets vorne dabei und hat viele innovative Ideen in die niedergelassene Radiologie hineingetragen.

Am Vorabend des 11. Radiologentags feierte das Curagita-Team mit Wegbegleitern und vor allem mit vielen Radiologen und ihren Mitarbeitern aus dem Radiologienetz den 20. Geburtstag. Schmidt-Tophoff ließ noch einmal mit Hilfe von Zurufen von Weggefährten aus dem Radiologenkreis die letzten 20 Jahre im Schnelldurchlauf vorüberziehen (siehe auch 20 Jahre Cura et Agita – die Highlights). Anschließend übergab er das Wort an Mitvorstand Dr. Michael Kreft, der seit 2002 mit an Bord ist und inzwischen vor allem die Conradia-Geschäfte entwickelt. Dieser warf vor allem einen Blick in die Zukunft der DeRaG bzw. der Conradia-MVZ: „Ich kann mir 40-50 Standorte mit 200-300 Ärzten und mehr vorstellen, die für eine herausragende, durch deutschlandweit agierende Spezialisten und modernste Vernetzung abgesicherte Qualität bekannt sind. Patienten und Zuweiser werden die Qualität unserer Medizin und unseres Service lieben. Krankenhäuser werden sich auf unsere Kooperation verlassen. Die Mitarbeiter werden die Flexibilität und Modernität ihres Arbeitsplatzes schätzen. Die Aktionäre werden auf die Rendite auf ihr eingesetztes Kapital stolz sein und Krankenkassen werden nicht an uns vorbeikommen, wenn sie sich für die Radiologie und deren Wert interessieren.“ Und hoffte dabei natürlich auch auf das „allfällige Quäntchen Glück“.

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Workshop Personalführung

Ob Praxismanager(in), Leitende(r) MTRA oder Leiter(in) der Anmeldung: die meisten radiologischen Praxen im Netz haben inzwischen eine zweite Führungsebene geschaffen, die im Tagesgeschäft die Mitarbeiter koordinieren soll.

Zwar unterscheiden sich sowohl die Praxen in Größe und Struktur als auch die benannten Führungskräfte in Vorbildung, Alter und Erfahrungen. Die Herausforderungen in der Führung sind jedoch erstaunlich ähnlich. Am Vorabend des 11. Radiologentages in Heidelberg hatte das Netzmanagement für interessierte Mitglieder einen mehrstündigen Schnupperkurs für Einsteiger aus dem nicht-ärztlichen Umfeld organisiert. Den Workshop hielt Diplom-Psychologe Markus Schmidt-Tophoff.

Der Workshop bot die Möglichkeit, unter professioneller Anleitung neue Perspektiven auf das Führen von Mitarbeitern im Spannungsfeld zwischen Gesellschafter, Praxismanager und Chef einzunehmen mit typischen Aufgaben und Zuständigkeiten. Anhand eines realen Praxis-Beispiels wurde der Prozess einer Organisationsentwicklung vorgestellt und diskutiert. Schmidt-Tophoff führte durch die Phasen von der Vorbereitung bis zur Implementierung und verwies beim ausgeführten Beispiel auf einen Projektzeitraum von insgesamt neun Monaten, bis alle Prozesse routiniert liefen.

Eine Vertiefung dieser Themen bietet das viertägige Curriculum Personalführung im Rahmen der CurAcademy 2020 an. In den vergangenen beiden Jahren haben rund 35 (angehende) Führungskräfte am Curriculum teilgenommen. Das Feedback war einhellig positiv. „Ich habe enorm viel mitgenommen und würde die Workshops jederzeit weiterempfehlen“, schrieb zuletzt ein Teilnehmer auf den Bewertungsbogen.

Workshop MVZ Standards

Die Gelegenheit, dass über 30 Mitarbeiter aus den bundesweiten Conradia MVZ zum Radiologentag anreisten, wurde genutzt, um sich über Prozess-Standards auszutauschen. Aus gewachsenen lokalen Routinen gilt es, Best Practice zu identifizieren und als Standard für alle Standorte zu implementieren. Dafür ist die Erfahrung vom Radiologen bis zum ausführenden MTRA/MFA wertvoll. Nach Einführung durch Dr. Michael Kreft moderierten die Praxismanager einzelnen Themen wie Terminierung oder Vorbereitung von Patienten für Untersuchungen in Kleingruppen. „Natürlich ist das Ergebnis eines Nachmittagsworkshops noch kein finaler verbindlicher Standard“, schraubt Kreft die Erwartungen auf ein realistisches Maß. „Aber Schwarmintelligenz in der Conradia lässt sich so institutionalisieren und die Kollegen lernen sich über MVZ- und Stadtgrenzen hinweg kennen und können auf diese Kontakte bei Bedarf zurückgreifen.“ Und es gibt allen die Möglichkeit, sich einzubringen und gehört zu werden. In jedem Jahr dürfen aus den Conradia MVZ Mitarbeiter am Radiologentag teilnehmen. Dabei ist die Nachfrage größer als das Angebot an freien Plätzen.