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Effiziente Personalführung in der Praxis – alles eine Frage der Organisation

CASE STUDY von Markus Schmidt-Tophoff

Die Ausgangslage: Aufreibender Alltag für alle Beteiligten

„Wir haben doch eine Leiterin für das Team. Das ist Frau K.. Die haben wir sogar auf Ihren Führungskurs geschickt und trotzdem klappt es nicht“, klagt der für Personal zuständige Gesellschafter in unserem Vorgespräch. Tatsächlich zeigte die kürzlich durchgeführte Mitarbeiterbefragung deutliche Mängel in der Führung und der Stimmung insgesamt, obwohl die Gesellschafter hohen Wert auf soziales Miteinander und menschlichen Umgang legen. „Und immer wieder platzen MitarbeiterInnen mit Klagen oder Sonderwünschen bei meinen Kollegen und mir rein“, ergänzt er genervt. Auch Frau K. hatte mir als Trainer im besagten Führungskurs ihr Leid über Querelen im Team und über ihre unglückliche Rolle geklagt, dass Mitarbeiter ihre Entscheidungen häufig nicht akzeptieren und sie übergehen. Ich empfahl ihr, mit dem Gesellschafter zu sprechen, das Thema Optimierung der Führungsstrukturen anzugehen, was letztlich zu dem Vorgespräch führte.

Es ist eine Krux mit der Führung in radiologischen Großpraxen. Die Symptome dieser Praxis sind kein Sonderfall, sondern finden sich in vielen anderen Praxen in mehr oder weniger starken Ausprägungen. Viel zu häufig sind Ärzte in die operative Führung der Mitarbeiter involviert, fühlen sich aber gleichzeitig damit belastet und von ihrer eigentlichen medizinischen Arbeit ferngehalten.  Continue reading „Effiziente Personalführung in der Praxis – alles eine Frage der Organisation“

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Spezialgebiet Lungendiagnostik: Interview mit Dr. Beate Rehbock

Dr. Beate Rehbock

Im Gespräch mit Radiologin und Lungenspezialistin Dr. Beate Rehbock aus der Conradia Charlottenburg.

Dr. Beate Rehbock ist eine vielbeschäftigte Frau. Die radiologische Lungenspezialistin ist gefragt in der Praxis, als Dozentin und als Mitglied wissenschaftlicher Gremien. Sie ist nicht nur einfach auf die Lungenbildgebung spezialisiert, sondern insbesondere auf die sogenannten interstitiellen Lungenerkrankungen, ein weiteres Spezialgebiet innerhalb der Lungenradiologie. Für CuraCompact nahm sie sich ein bisschen Zeit:

CuraCompact: Frau Dr. Rehbock, wie bekommen Sie Ihre praktische Tätigkeit als Ärztin und Ihre vielen anderen Aktivitäten in Lehre und Forschung unter einen Hut?
Dr. Rehbock: Für beides schlägt mein Herz und mein Beruf ist tatsächlich meine Berufung. Bereits von meinem Vater, einem wissenschaftlich sehr engagierten Kardiologen, bekam ich vorgelebt, dass die Arbeitswoche nicht am Freitag endet, und so mache ich das nun auch schon seit Jahrzehnten mit ungebrochener Begeisterung. Auf der einen Seite reizt mich die Wissenschaft und ich engagiere mich hier vielfältig. Auf der anderen Seite habe ich schon früh im Rahmen meiner Krankenhaus-Tätigkeiten festgestellt, dass ich den Patientenkontakt und darüber hinaus auch den interdisziplinären Austausch mit anderen Fachrichtungen im Sinne einer optimierten Patientenversorgung als sehr erfüllend empfand. Das zog mich hinaus in die ambulante Versorgung. Denn dort habe ich Zugang zum Einzelschicksal und kann selbstverantwortlich meine Diagnosen in der Diskussion mit den zuweisenden Kollegen und durch Anforderung der Epikrisen proaktiv überprüfen. Dieses Engagement und die eigene Qualitätskontrolle wird geschätzt, sodass die Diskussion für alle Seiten inspirierend und therapieweisend ist.  Continue reading „Spezialgebiet Lungendiagnostik: Interview mit Dr. Beate Rehbock“

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Dosismanagement-Update

Vor zwei Jahren war das Thema Dosismanagement ein Schwerpunktthema auf den Vollversammlungen und im CuraCompact. Anlass war die neue Strahlenschutzverordnung, die am 31. Dezember 2018 in Kraft trat und für Unruhe in den Reihen der Netzmitglieder sorgte. Zwar gelten die grundsätzlichen Anforderungen des Strahlenschutzes fort, wurden aber in einigen Aspekten ergänzt oder in der Umsetzung bzw. in Details überarbeitet, z.B. bzgl. des Einsatzes von Medizin-Physik-Experten (MPE), des Umgangs mit Vorkommnissen oder der Erstellung von Arbeitsanweisungen. An mehreren Stellen wurden zunächst Übergangsvorschriften definiert.

In „Der Radiologe“ vom 26. Februar 2019 wurde von PD Dr. Michael Walz (Ärztliche Stelle für Qualitätssicherung in der Radiologie, Nuklearmedizin und Strahlentherapie Hessen) und Dr. Michael Wucherer sowie Prof. Dr. Reinhard Loose (Institut für Medizinische Physik, Klinikum Nürnberg) eine gute Zusammenfassung für den radiologischen Praxisalltag formuliert.

Insbesondere enthält diese folgende wichtige Erweiterungen:

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