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2021: Gut für Geräteinvestitionen?

Ein außergewöhnliches Jahr liegt hinter den radiologischen Praxen. Der Einschlag der Coronakrise riss im Frühjahr ein ziemliches Loch in die Einnahmenseite, da (Privat-)Patienten zunächst ausblieben. Diese Situation verschärfte sich in vielen KV-Regionen durch die drohenden Einbußen aufgrund der EBM-Reform ab 1. April.

Aufgefangen wurde dies glücklicherweise bei den allermeisten Praxen durch die KV-Rettungsschirme, sodass nach sommerlicher Stabilisierung der Patientenzahlen die Praxisschiffe wieder auf Kurs waren und die allermeisten Praxen mit einem blauen Auge davonkamen.

Gegensteuern auf der Kostenseite konnte man als Praxisunternehmer nur in wenigen Bereichen. Das Verschieben von Geräteinvestitionen ist einer davon. Wenngleich durch die Mehrwertsteuersenkung von 19 auf 16 Prozent im zweiten Halbjahr 2020 Investitionsanreize geschaffen wurden, die bei siebenstelligen Investitionen etwa im Bereich Kernspintomographie durchaus bedenkenswert waren, konnte das Curagita Geräteteam keinen außergewöhnlichen Anstieg bei den Gerätekäufen feststellen. Stattdessen warteten viele Praxen, die in der Vergangenheit schon Kaufinteresse artikuliert hatten, erstmal ab. Diese Tendenz wurde nun auch durch die Jahresanfangsgespräche mit der Geräteindustrie im Januar bestätigt.

„Siemens und Philips berichten von sehr verhaltener Nachfrage nach Großgeräten deutschlandweit, sowohl im stationären als auch im niedergelassenen Bereich“, sagt Frank Vogel, der als Prokurist bei Curagita das Geräte- und IT-Team leitet. Dies wiederum sieht er als Chance für Radiologen, die bisher ihre Investitionspläne verschoben haben. „Wer seinen Gerätepark erneuern will, hat jetzt sehr gute Möglichkeiten auf attraktive Einkaufspreise, obwohl die Mehrwertsteuer wieder bei 19 Prozent liegt.“ Davon ist Frank Vogel überzeugt. Natürlich weiß er, dass die Verunsicherung in der niedergelassenen Radiologie noch anhält: die zweite Coronawelle mit unklarer Dauer, die Entwicklung der Honorare, Kosten für obligatorische Investitionen wie in Dosismanagement oder die Telematik-Infrastruktur und so fort. „Die allgemeine Unsicherheit wird noch ein Weilchen anhalten. Trotzdem bin ich der Meinung, dass für diejenigen, die eine Gerätebeschaffung planen, jetzt ein günstiger Zeitpunkt ist, weil die Verhandlungsmacht für Käufer historisch gut sein könnte.“ Gerne steht er mit seinem Team als Verhandlungsführer zur Verfügung. Dies gilt für alle großen Gerätehersteller, für die Curagita durch 66 beschaffte Großgeräte mit einem Volumen von über 45 Mio. Euro in den letzten Jahren ein gewichtiger und erfahrener Verhandlungspartner geworden ist. „Wir kennen die Verhandlungsprozesse der Industrie und die optionalen Schaltstellen. Wir können Praxen hier gut unterstützen, sie sparen Zeit und Geld und es eröffnen sich auch Möglichkeiten, an die sie bisher nicht gedacht haben“, sagt Frank Vogel, der mit seinem Team auch Praxiskontakte herstellt, um Anwendererfahrungen aus erster Hand zu vermitteln.

Auf Wunsch unterstützt das Team die Praxen mit einer Lebenszyklus-bezogenen Investitionsrechnung, um die Kostentransparenz zu erhöhen, oder übernimmt nach der Kaufentscheidung auch ganz oder teilweise das Projektmanagement der Einbringung. „Viele Radiologen verhandeln gerne selbst und übernehmen dann auch selbst das Projektmanagement“, weiß Vogel. „Gerne unterschätzt man den zeitlichen Input, der dann im Praxisalltag fehlt“, fügt er hinzu. „In den Conradia-Praxen konnten wir die Radiologen hier vollständig entlasten“, berichtet er. Sein Team hat alleine in den letzten zwei Jahren in den Conradia-MVZ zwölf Geräte eingebracht. Alles im Zeit- und Kostenplan. Auch nicht immer selbstverständlich.

Wichtig ist Frank Vogel, dass es weiterhin gelingt, Volumina zu bündeln und die Verhandlungsmacht auszubauen, um Praxisvorteile für Netzpraxen zu generieren. Der Verbundvorteil 2020 beläuft sich dabei nur über die CuraTOP-Verträge auf eine Summe von ca. 1 Mio. Euro. Er ist sich sicher: „Keine Einzelpraxis kann auf Dauer alleine so gut verhandeln, wie der Verbund es für sie kann!“


Ihr Ansprechpartner

Frank Vogel
fvo@curagita.de

 

 

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